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Autor Thema: Scherbenschleiher  (Gelesen 438 mal)
undertaker
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« am: 28. September 2021, 19:45:40 pm »

Hallo,

ich habe da aus gegebenem Anlass eine Frage.
Wie dicht seht Ihr einen Scherbenschleier (Anzahl der Scherben pro m²) auf einem Acker als durch Mist, Jauche und ähnliche Abfälle ausgebracht und ab wo als Indiz für eine Besiedelung?  mhh grübel
Ich bin mir sicher, dass jetzt einige sage, kann man so nicht fragen.  zwinker
Ich frage aber trotzdem.   Unschuldig

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Undertaker
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Undertaker
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« Antworten #1 am: 28. September 2021, 21:05:05 pm »



Neuzeitliches und selbst hohes Mittelalter ist oft im allgemeinen Fundschleier vertreten.


Wenn es dann älter wiird, heisst es dann Augen offen halten!


lG Thomas  winke winke
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Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
undertaker
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« Antworten #2 am: 29. September 2021, 16:47:12 pm »

Hallo,

Zitat
Wie dicht seht Ihr einen Scherbenschleier (Anzahl der Scherben pro m²) auf einem Acker als durch Mist, Jauche und ähnliche Abfälle ausgebracht und ab wo als Indiz für eine Besiedelung?  mhh grübel

Das sich Fundschleier überlagen (müssen) ist schon klar. Das war aber nicht die Frage.

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Undertaker
Herlitz
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« Antworten #3 am: 29. September 2021, 19:44:02 pm »


Ich bin mir sicher, dass jetzt einige sage, kann man so nicht fragen.  zwinker
Ich frage aber trotzdem.   Unschuldig

Gut Fund

Undertaker


Hallo Undertaker,

Das ist schon eine gute Frage, sagen kann man dazu aber sicher wenig. Es kommt doch immer auch auf die Suchbedingungen an. Manchmal findet man ja auch auf bekannten Siedlungsflächen gar nichts, obwohl man auf gleicher Fläche schon hunderte Scherben gefunden hat. Es ist vielleicht eher die Frage, ab wieviel Scherben pro Quadratmeter man von eine Siedlung ausgehen kann. Und da würde ich sagen, dass bei guten Bedingungen schon weniger als 0,1 Scherben pro Quadratmeter reichen können.
Von Scherbenschleier spricht man aber doch ohnehin erst ab dem Mittelalter, als Mist gezielt auf die Äcker ausgebracht wurden, oder?
 mhh grübel Sven
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« Antworten #4 am: 30. September 2021, 12:17:18 pm »

Hallo,

Das sich Fundschleier überlagen (müssen) ist schon klar. Das war aber nicht die Frage.




Das war die konkrete Antwort auf Deine Frage!


Es gibt keine Zahlenwerte je qm. Es gibt einen allgmein vertretenen Fundschleider der immer neuzeitliche bis hochmittelalterliche Fundbelege beinhaltet.



Wenn sich ein Zeitspektrum der frühen Neuzeit und des hohen Mittelalters verstärkt konzentriert kann man hintergragen warum das sop ist. War das ein Fälkliencker, wurde hier Aushub auf einerBaustelle aufgebracht um das Gelände zu nivellieren usw. Gegebenenfalls lag dann dort vielleicht auch eine Hofesstelle. Da muss jeder egigene Erfahrungswerte sammeln, was WAS für seine Region viel und/oder weniger ist.


Beo Keramik der Merwowinger- und Karolingerzeit und der Urgeschichte wäre ich bei schon 5 oder sechs Stücken auf einer Gesamtfläche deutlich aufmerksam und würde näher sondieren. Römisches ist wiederum oft per Bodenauftrag weit verteilit worden.


liebe Grüße
Thomas  winke winke
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thovalo
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« Antworten #5 am: 30. September 2021, 12:19:58 pm »

Hallo Undertaker,

Das ist schon eine gute Frage, sagen kann man dazu aber sicher wenig. Es kommt doch immer auch auf die Suchbedingungen an. Manchmal findet man ja auch auf bekannten Siedlungsflächen gar nichts, obwohl man auf gleicher Fläche schon hunderte Scherben gefunden hat. Es ist vielleicht eher die Frage, ab wieviel Scherben pro Quadratmeter man von eine Siedlung ausgehen kann. Und da würde ich sagen, dass bei guten Bedingungen schon weniger als 0,1 Scherben pro Quadratmeter reichen können.
Von Scherbenschleier spricht man aber doch ohnehin erst ab dem Mittelalter, als Mist gezielt auf die Äcker ausgebracht wurden, oder?
 mhh grübel Sven


Ich habe auf frühmittelalterlichen Siedllungsstelle auch einen durchgend flächigen, auf die jeweilige Lage der Hofesstelle bestehenden keramischen Fundschleier.
Der hat dann aber auch schon klar eine Siedlung-/Grabstellenanzeigende Bedeutung.

Im hohen Mittelalter ist der Fundschleier durch die systematische Mistdüngung oft weiter entfernt der eigentlichen Siedlungsstelle verteilt worden.


liebe Grüße

Thomas
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