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Autor Thema: Münzgewicht mit stehendem Ritter im Kettenhemd  (Gelesen 548 mal)
St. Subrie
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« am: 16. Juli 2021, 17:02:07 pm »

Guten Tag allerseits,

ein Fund aus Hessen südlich des Mains Richtung Unterfranken, rechteckig, 12x13 mm / 3,21 g, vermutlich ein Münzgewicht .

Ich sehe einen stehenden Ritter mit Helm und Kettenhemd im Perlkranz, in der Rechten ein Reichsapfel (?), in der linkem Hand ein Speer oder Hellebarde. Oben links und rechts vom Helm die Buchstabe "A", ebenso unten links.
Das Metall gibt mir Rätsel auf, keine Bronze, wohl auch kein Kupfer. Beim Reinigen mit sehr feiner Metallbürste ein bräunlicher Staub, fast wie Rost. Seltsam.

Kopfkratzend
St. Subrie
« Letzte Änderung: 16. Juli 2021, 17:26:49 pm von St. Subrie » Gespeichert
RockandRole
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« Antworten #1 am: 16. Juli 2021, 17:10:45 pm »

Hey mein Lieber,

Schön, dass du schon suchen und finden kannst. Habe heute mal einen Kontrollrunde gefahren. Noch nix frei  Nixweiss

Liebe Grüße Daniel
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gefährliches Drittelwissen
thovalo
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« Antworten #2 am: 16. Juli 2021, 18:56:48 pm »


Das könnte Mercur sein, der Ritter!
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Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
St. Subrie
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« Antworten #3 am: 16. Juli 2021, 20:40:55 pm »

Hast schon recht, das "Kettenhemd" mutet römisch an. Aber ich finde keines der Attribute, die gewöhnlich mit Merkur in Verbindung gebracht werden, stehe also auf dem Schlauch.
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St. Subrie
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« Antworten #4 am: 16. Juli 2021, 21:08:20 pm »

Und hier ein Münzgewicht wenigstens mit Anklängen an meinen Fund :
Reichsapfel, Speer, "Kettenhemd"....
https://shop.historische-apotheke.de/Muenzwaagen-oxid/Muenzgewichte/Muenzgewicht-1-Dukat-Jacob-Jansz-de-Backer.html

Und eine andere Spur :

http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,23410.0.html
« Letzte Änderung: 16. Juli 2021, 21:33:20 pm von St. Subrie » Gespeichert
stratocaster
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« Antworten #5 am: 16. Juli 2021, 22:44:54 pm »

Was ich nicht verstehe, sind die Abmessungen:
Du schreibst 12 mm x 13 mm
Dem Massstab auf den Abbildungen nach wäre es 19 mm x 20 mm  Boooa

Ein "typisches" Münzgewicht hat ja eher ca. 15 mm x 15 mm  mhh grübel


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hargo
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« Antworten #6 am: 17. Juli 2021, 01:11:47 am »

Auch nur eine Spur.
Vielleicht vom Aufbau ähnlich?

4 Buchstaben gleichmäßig verteilt / oben enger, unten weiter
Reichsapfel links und Hellebarde rechts

Münzwaage von Johann bzw. Hans von Ach, Nürnberg um 1730
http://www.waagenundgewichte.de/main/waagen/mw1.htm

http://www.waagenundgewichte.de/main/pics/waagen/big/mw64b.jpg
(rechts unten mit dem Nürnberger Wappen gepunzt)

mfg
« Letzte Änderung: 18. Juli 2021, 01:06:53 am von hargo » Gespeichert

St. Subrie
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« Antworten #7 am: 17. Juli 2021, 09:10:02 am »

Strato hat recht, Maße sind 15x14 mm, da habe ich wohl gepennt. Und hargos Hinweis dämpft meine Ratlosigkeit, Nürnberg liegt in vieler Beziehung näher als ein eher "exotischer" Herrscher in Ungarn. Ich denke wir sind hier auf dem richtigen Weg.
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Rheingauner
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« Antworten #8 am: 17. Juli 2021, 10:28:34 am »

Hi St. Subrie,

bei bonatiele.nl ist ein ähnliches Münzgewicht zu finden, wird dort beschrieben als,

 "Münzgewicht für ein Ungarische Dukat (1527-1808)
Gewicht: 3,47 Gramm; Rückseite ist glatt"

Gruß
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hargo
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« Antworten #9 am: 17. Juli 2021, 10:51:48 am »

...
bei bonatiele.nl ist ein ähnliches Münzgewicht zu finden, wird dort beschrieben als,

 "Münzgewicht für ein Ungarische Dukat (1527-1808)
Gewicht: 3,47 Gramm; Rückseite ist glatt"


Stimmt, Nr.17-19 (17. JH) sind ähnlich  Ein Auge drauf werfen
Allerdings weniger Buchstaben
Sicherlich muss man die Laufzeit (1527-1808) beachten?

...Nürnberg liegt in vieler Beziehung näher als ein eher "exotischer" Herrscher in Ungarn. ...


Das Objekt ist im Münzgewichtskasten vom Johann bzw. Hans von Ach ebenfalls mit Dukat beschriftet.
Musste der zwingend aus Nürnberg stammen?
« Letzte Änderung: 17. Juli 2021, 12:29:37 pm von hargo » Gespeichert

stratocaster
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« Antworten #10 am: 17. Juli 2021, 14:09:58 pm »

Maße sind 15x14 mm

Auf was für einem Papier liegt denn das Münzgewicht?
Ist die Teilung auf Basis Elle, Fuß oder Zoll ?  Unschuldig

Dann doch lieber mit neutralem Hintergrund fotografieren  Ein Auge drauf werfen
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St. Subrie
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« Antworten #11 am: 17. Juli 2021, 14:58:23 pm »

Ist mir noch garnicht aufgefallen, hast recht, da paßt ja garnichts zu unserem Maßsystem, keine Ahnung woher ich das habe. Wird jedenfalls entsorgt. Monsieur Adlerauge, man dankt !
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hargo
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« Antworten #12 am: 18. Juli 2021, 00:55:29 am »

Wenn ich richtig verstanden habe handelt es sich um ein Münzgewicht mit dem Münzkennbild eines Dukaten.
Das Kennbild der Münze ist ein stehender König mit Reichsapfel und Schwert.
Es ist in vielen Münzgewichtskästen enthalten. Die Darstellung ist nicht immer gleich.
Angeblich soll es 3,49 Gramm wiegen.

Beispiele finden sich u.a. in folgendem Link:
52,2 MB

http://koelner-muenzkabinett.de/wp-content/uploads/2018/01/KMK-A52.pdf

Siehe Münzwaage 7 / 8 / 9 / 11 / 12 und 13.
Den Text unter Lot 31 (Seite 33) und Lot 42 fand ich (als Unwissender) aufschlussreich.

mfg
« Letzte Änderung: 18. Juli 2021, 01:17:39 am von hargo » Gespeichert

slowfood
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« Antworten #13 am: 18. Juli 2021, 08:58:30 am »

Unzweifelhaft für einen Dukaten.

Befremdlich ist allerdings das A A/A H. Ich habe hier mehrere Seiten mit Bildern und da steht immer H D.

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hargo
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« Antworten #14 am: 18. Juli 2021, 10:43:59 am »

Ja, bleibt zu klären,wofür die Buchstaben auf diesem Münzgewicht stehen?
Die von dir erwähnte Kombination H D steht für Hungaria Ducatus.

mfg
« Letzte Änderung: 18. Juli 2021, 11:11:39 am von hargo » Gespeichert

slowfood
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« Antworten #15 am: 20. Juli 2021, 13:32:31 pm »

Die Buchstabenkombination bleibt rätselhaft. Es gibt Nürnberger Münzgewichte von Johannes Loß, die ebenfalls vier Buchstaben zeigen, jedoch andere.
Und auch deren Sinn ist noch nicht erschlossen.

slowfood
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