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Autor Thema: Geschichte des Hufeisens  (Gelesen 39950 mal)
woodl
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« am: 03. Juli 2009, 18:26:03 pm »

Hallo zusammen!
Aufgrund der immer wiederkehrenden Diskussionen zum Thema Hufeisen, möchte ich Euch hier Auszüge aus einem Beitrag zurGeschichte des Hufeisensvon Dr. Walter Drack Zürcher Denkmalpflege
von 1966/67 bringen. Zusammenfassend kommt er zu dem Ergebnis, daß alle bisherigen Hufeisen-Einstufungen
( römisch oder keltisch) nicht stimmen.
Die drei ältesten der bisher in Mitteleuropa entdeckten Hufeisen stammen aus der Zeit 9.-11.JH.
Der Bericht kommt in einigen Fortsetzungen!
Gruß woodl
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woodl
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« Antworten #1 am: 03. Juli 2009, 23:05:01 pm »

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woodl
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« Antworten #2 am: 04. Juli 2009, 09:22:56 am »

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woodl
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« Antworten #3 am: 04. Juli 2009, 13:00:15 pm »

Es gibt leider kaum Literatur über Hufeisen. In meiner langjährigen Sondlertätigkeit habe ich schon sehr viele Hufeisen gefunden, aber eine zeitliche Zuordnung war kaum möglich.
Deshalb habe ich mich über den Erhalt dieses Berichts sehr gefreut.Darin wird auch etwas Klarheit über die vielen römisch-und keltischen Hufeisen in den diversen Museums und Sammlungen geschaffen.
So jetzt macht es auch mir wieder Spaß weitere Informationen weiterzugeben.
Gruß woodl
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woodl
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« Antworten #4 am: 04. Juli 2009, 16:01:22 pm »

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woodl
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« Antworten #5 am: 04. Juli 2009, 20:52:40 pm »

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KleinerJunge
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« Antworten #6 am: 04. Juli 2009, 22:34:55 pm »

Hallo Woodl winke winke

Das ist ne gute Sache!! Nun kann ich los und die Hufeisen die ich gefunden habe wieder ausgraben, da ich diese im  Boden gelassen habe. Dank Deiner Hilfe bin ich in der Lage diese zu bestimmen. Super

Gruß vom Keinem Jungen
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Was wir wirklich sehen, hängt davon ab, wonach wir schauen.
Goatman
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« Antworten #7 am: 04. Juli 2009, 23:20:30 pm »

Hi woodl,
dank deiner Unterstüzung weis ich nun, dass
meine Sammlung ab den ca. 11 jh (Wellenrand) beginnt
und in der Neuzeit aufhört.
Sehr interessant finde ich auch die abgebildeten Nägel.
Den ein oder anderen kann ich nun endlich zuordnen, gebe aber
zu, dass ich mehr als überrascht bin.
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woodl
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« Antworten #8 am: 05. Juli 2009, 11:12:07 am »

Nochmals vielen Dank an alle, die Freude an dieser Information haben! Super
Black Jack, in der Hoffnung daß ich sie alle einmal zeitlich zuordnen kann, habe ich alle Eisen aufgehoben!
Hier noch ein kleiner Auszug aus dem was der Autor Walter Drack schreibt:
"Denn so eigenartig es klingt,während im besonderen die Basler Mittelalter-Archäologen eine überzeugende Chronologie für die mittelalterlichen Hufeisen-Formen erarbeitet haben, fehlen für die Jahrhunderte ab 1500 bis um 1800,als der moderne Militär-Hufbeschlag einsetzte, entsprechende Vorarbeiten für die Hufeisen-Typologie.
Dabei sind glücklicherweise ganze Hufeisen-Sammlungen jedermann zugänglich erhalten geblieben. Sie liegen zwar nicht "vor der Türe", sie sind aber mit Nägeln angeheftet an  Türflügeln größerer und kleinerer Portale von Wallfahrtskapellen und -kirchen."
Gruß woodl 
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Oetti1
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Mitglied der Detektorgruppe SH


« Antworten #9 am: 06. Juli 2009, 10:26:04 am »

Hi woodl,

vielen Dank für die Mühe des Abscannens und Einstellens.
Es gibt ja leider nicht allzuviel Informationen über die Hufeisen.
Es soll ja aber ein Museum für das Hufbeschlagwesen in Wien bei der veterinärmedizinischen Hochschule geben. Vielleicht gibt es dort mehr Infos, die unsere Wiener hier besorgen könnten?

Schöne Grüße
Oetti1
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Zertifizierter Sondler aus Schleswig-Holstein, der seine Funde meldet!
cyper
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Plombe


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« Antworten #10 am: 11. Juli 2009, 13:31:40 pm »

Hi Woodl
Geniale Bilder  Super Jetzt aber nichts wie runter in den Keller und die alten Hufeisen aus der Ramschkiste holen.

Gruß Cyper
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woodl
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« Antworten #11 am: 12. Juli 2009, 10:58:56 am »

Hallo Cyper!
Danke, gut daß Du sie aufgehoben hast und viel Spaß bei der zeitlichen Einstufung! Super
Gruß woodl
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Schlumpfstampfer
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« Antworten #12 am: 20. September 2009, 11:03:19 am »

Guten Morgen Freunde

Persönlich bin ich bei Funden aus der Gebrauchsgegenstandsparte immer etwas skeptisch da sich solche einfachen Gegenstände imho immer wieder an den einfachen und praktischen Formen orientiert haben.
Also sich immer wieder rückbesinnt haben.

Da ich mich persönlich mit dem Schmieden beschäftige  :) komm ich immer wieder zu dem Schluss das einfache Gegenstände sich nie gross verändert haben und das auch nie tun werden.
Aber das ist nur meine Meinung.

Zurück zum Thema :)
Ich habe hier einen schönen Nachdruck des : Lehr-und Handbuch der Hufbeschlagskunst
Ein Nachdruck der Dritten Auflage von 1861, die erste war von 1842, mit sehr schönen Tafel die teilweise aus Diderots Enzyklopädie von 1762-1777.
Anhand derer man sehr schön die Formenvielfalt und technische Raffinesse der damaligen Zeit erkennen kann.
Sobald das mit dem Bilderhost klappt (100 kb sind einfach zu wenig ) stell ich noch n paar zusätzliche Scanns rein.


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Schlumpfstampfer
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« Antworten #13 am: 20. September 2009, 11:08:03 am »

Hier aus dem Abschnitt Winterbeschlag verschiedene Absätze und Eisnägel.


und
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Schlumpfstampfer
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« Antworten #14 am: 28. September 2009, 20:03:59 pm »

Nach einer kleinen Mail ist mir die Idee gekommen nachzufragen ob jemand evtl Zugang zu dem genannten Lexikon hat ?
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Rambo
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« Antworten #15 am: 28. September 2009, 20:12:57 pm »

Hier meine neueste Errungenschaft
Gruß Rambo
« Letzte Änderung: 29. September 2009, 13:20:34 pm von Rambo » Gespeichert

Willst du der Väter Taten kennen
folge ihrem Erdensein,
lern das Gute zu erkennen
und das Schlechte still verzeihn
Schuhnagel
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« Antworten #16 am: 13. September 2010, 17:15:27 pm »

Interessante Geschichte! Habe das Thema soeben gefunden und werde die Bildertafeln mit Musse studieren.

Interessant wird es, wenn man Nägel den Hufeisentypen zuordnen kann. Dazu gibt es einen Artikel in der Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 2007, Heft 1, von Georg Brunner.

LG
Schuhnagel
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Nertomarus
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« Antworten #17 am: 30. Dezember 2010, 18:19:35 pm »

Hallo Woodl,

kannst du bitte noch anmerken aus welchem Buch du das rausgescannt hast?

Danke!
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Möge Fortuna mit euch sein!
woodl
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« Antworten #18 am: 31. Dezember 2010, 20:24:17 pm »

Servas Norbert!

Die Informationen stammen aus "Bayerische Vorgeschichtsblätter 55 ( 1990)"

55: 1990, 348 S., 142 Abb., 24 Tafeln, 2 Beilagen, EUR 41,-

und zwar die Seiten 191-239. = Ein Beitrag zur Geschichte des Hufeisens von Walter Drack, Uitikon-Waldegg ZH

Gruß woodl
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Edda1993
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« Antworten #19 am: 13. Juni 2011, 18:13:55 pm »

woow. danke :) endlich kann ich meine Hufeisen zuordnen :) bin sehr überrascht :) ich hbe eines vom 15 jhd. hier liegen, erstaunlich! danke nochmal.  Super

grüßle Edda
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Schuhnagel 2
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« Antworten #20 am: 14. September 2011, 11:39:38 am »

http://www.svgvm.ch/fileadmin/svgvm/dateien/dokumente/GeschichteHufbeschlag.pdf

Urs Imhof arbeitet ausserdem an einer Methode, die für die letzten 1000 Jahre eine Datierung mit einer Genauigkeit von 25 Jahren ermöglichen soll (Schweiz). So viel ich weiss, hat er dreissig Jahre lang daran gearbeitet, scheitert aber einstweilen an der Skepsis der Archäologen.

Viele Grüsse vom Schuhnagel
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« Antworten #21 am: 14. September 2011, 12:28:33 pm »

@Schuhnagel
 interessante zusätzliche Info zum Thema Hufeisen, Danke für den Link  Super
Gruß
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Schuhnagel 2
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« Antworten #22 am: 13. Oktober 2011, 19:41:58 pm »

Unterscheidungsmerkmale bei Hufeisen

Es ist immer schwierig festzustellen, ob es sich um einen Entwicklungsschritt handelt, oder ob der Schmied seine künstlerische Freiheit ausgelebt hat.

Hier ein Merkmal, hinter dem ich einen Entwicklungsschritt vermute. Da die untersuchten Eisen alle von der selben Alp stammen, wäre es für mich interessant zu wissen, ob anderswo die gleiche Beobachtung gemacht wurde.

Es geht um die Herstellung des Griffs (der Wulst vorne unten am Schuss des Hufeisens). Dieser kann entweder durch Materialaufschiebung hergestellt werden, oder es kann anderes (härteres) Material durch Feuerschweissen aufgesetzt werden.

Ich habe nun festgestellt, dass Mateialaufschiebung ausschliesslich bei Falzeisen (bis ca 1600) vorkommt, während bei Stempeleisen (ab 1600) der Griff aufgeschweisst ist. Interessant für eine Datierung wäre natürlich die Mischform.

Optisch ist die Materialaufschiebung an der Einbuchtung an der Vorderseite zu erkennen. Eisen mit aufgesetztem Griff haben keine Einbuchtung.

Viele Grüsse vom Schuhnagel
« Letzte Änderung: 14. Oktober 2011, 09:38:05 am von Schuhnagel 2 » Gespeichert

Schweiz, westliche Voralpen
CZ3D
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« Antworten #23 am: 18. März 2014, 17:38:53 pm »

Hallo,

erst mal vielen Dank für diesen wirklich guten Beitrag!
Und gleich eine Frage ...hat schon mal Jemand von Eselshufeisen gehört, bzw. selber welche gefunden?

Grüße,
Joachim
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mc.leahcim
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« Antworten #24 am: 25. Januar 2015, 17:01:43 pm »

Die Geschichte des Hufbeschlags

Gruß

mc.leahcim
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Die soziale Kälte hilft nicht die globale Erwärmung aufzuhalten!!
Wicheler
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« Antworten #25 am: 21. Juli 2015, 09:26:14 am »

Hallo,

ich habe einmal den Hufeisenbeitrag durchgelesen, eher überflogen, hab so ein wenig Ahnung vom Beschlag.
Ein Hufeisen genau zu bestimmen wird wohl sehr schwierig sein, da die Eisen jedesmal dem speziellen Huf angepaßt werden.
Ist nicht so wie beim Auto, daß auf einer Achse die gleichen Reifen sein müssen.
Da kann auf dem einen Vorderhuf ein normaler Beschlag sein, auf dem Anderen ein krankheitsbedingter Sonderbeschlag sein, der einem alten Tellereisen ähnlich sieht oder den Eisen mit breiten Schenkeln und Vorderteil. Auch Querstege werden heute noch bei versch. Hufkrankheiten verwendet. Das ist das Problem. Es gibt Hufschmiede, die stellen ihre Sonderbeschläge nach ihren Vorstellungen und Anforderungen und teilweise nach alten Ausbildungsbüchern selbst her.
Ein Anhaltspunkt für ein altes Eisen könnten die Nagellöcher sein. Heute wird von vorne max. bis an die breiteste Stelle des Hufes genagelt. Allerdings gibt es auch wieder Sondereisen, die auch teils in einem oder beiden Schenkeln genagelt werden, um den Huf "zusammen zu halten". Dann gibt es aber auch wieder Eisen, die verkehrt herum aufgenagelt werden, um die Zehe zu entlasten und das Abrollen zu erleichtern. Die sehen alten Eisen wieder sehr ähnlich, da sie durch ihre Form in die heutige Zeit eigentlich nicht passen.
Die "Welleneisen" gibt es heute nicht mehr, die sind ein sicheres Zeichen. Die "Wellen" entstehen wohl beim durchtreiben der Löcher mit einem Dorn. Heute wäre das ein "Schönheitsmangel" und wird weggeschliffen, aber früher wurde halt kein Material verschwendet. Weiter sieht es so aus, als hätten die alten Eisen ein wenig über den Hufrand übergestanden. Heute sind die Löcher i.d.R. näher am Rand des Eisens, denn nagelt man zu weit vom Hufrand weg, kommt man "dicht ans Leben", da kann schon der Druck des Nagels, der noch im Horn sitzt, schon eine Entzündung auslösen.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Infos zur Einordnung der Eisen beitragen.

@ CZ3D
Es gibt übrigens auch Eisen für Esel, aber sehr selten, da Esel recht harte Hufe haben. Die Eseleisen sind eher runder wie Pferdeeisen und verhältnismäßig klein.

« Letzte Änderung: 21. Juli 2015, 09:32:41 am von Wicheler » Gespeichert
Caddy
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« Antworten #26 am: 21. Juli 2015, 11:25:54 am »

....

@ CZ3D
Es gibt übrigens auch Eisen für Esel, aber sehr selten, da Esel recht harte Hufe haben. Die Eseleisen sind eher runder wie Pferdeeisen und verhältnismäßig klein.



Das ist richtig. Aber vorsichtig bei der Deutung von Eseleisen. Es sind oft nur Stiefeleisen, also Hackenbeschläge
von Schuh oder Stiefel.
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