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Autor Thema: Glasperle RKZ ?  (Gelesen 1379 mal)
Wiesenläufer
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« am: 24. April 2021, 18:08:16 pm »

Moin,

ein schöner Sichtfund auf meinen großen Fundplatz, Neolithikum-VREZ-ältere Kaiserzeit-BZ.

25mm Durchmesser aus hellblauem Glas. Konische Form mit beidseitigem Spiralmuster.
Beide Löcher  haben einen minimalen Größenunterschied.

Zu groß für eine Perle ?

In der PDF "Perlen der römischen Kaiserzeit, Standartwerk" sind auf Tafel 3, Gruppe XVIII, konische Perlen abgebildet.
Könnte was davon passen ?

Gruß

Gabi
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« Antworten #1 am: 24. April 2021, 18:32:36 pm »

Hallo Gabi,

keine Ahnung, aber sehr tolle Perle  grins

Liebe Grüße Daniel
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Robert
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« Antworten #2 am: 24. April 2021, 18:40:21 pm »

das könnte auch ein Spielstein sein, jedenfalls sehr interessant ???

 winke winke
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Colobus
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« Antworten #3 am: 25. April 2021, 05:20:54 am »

Hallo zusammen,
ich tendiere zu einem Glasspinnwirtel, schöner Fund Gabi

Ist schon spät, oder früh, wie man's nimmt, da spinnen schon mal die Gedanken.

GRuß Colobus
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Wiesenläufer
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« Antworten #4 am: 25. April 2021, 05:42:04 am »

Moin,

die Idee von Colobus, finde ich nicht schlecht.
Von der Größe her hatte ich auch an sowas gedacht, doch gab es die überhaupt aus Glas und würde es Sinn machen.
(Wegen der Zerbrechlichkeit)

Vom Spiralmuster her, was ja schon ein bisschen abgeschliffen ist, erinnert es mich an die slawischen (MA) Spinnwirtel aus Blei.
Die haben m.M. nach doch auch ein Spiralmuster.  mhh grübel

Bei den Glasfunden der Seehandelsplätze an der Ostsee habe ich bis jetzt nichts gefunden, was dem ähnlich ist.

Auf jeden Fall habe ich mich riesig gefreut, dass er heile geblieben war.

Gruß

Gabi
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« Antworten #5 am: 25. April 2021, 13:36:29 pm »

 winke winke

ich vermute auch einen Spinnwirtel, zumal das Loch auch so scharfkantig ist und das einer Spindel zuträglich wäre, einer Perle eher nicht.
Das Spiralmuster entsteht durch den Herstellungsprozess. Ein Glasfaden wird um einen Kern/Metallstab mehr oder weniger in einer Ebene spiralig aufgeschmolzen.

LG Augustin
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Wiesenläufer
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« Antworten #6 am: 25. April 2021, 16:25:21 pm »

Moin,

zeitlos ?

oder kann man den doch etwas näher eingrenzen ?

Gruß

Gabi
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Colobus
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« Antworten #7 am: 25. April 2021, 18:23:34 pm »

Hi Gabi, klick doch mal auf den Link, da sind einige Beispiele, auch mit Maßen, viell. ist so etwas ähnliche wie Dein Prachtstück dabei. ich möchte wegen Urheberrecht kein Bild einfügen, ich hoffe Du hast Verständnis  dafür.    Frieden?
Glasspinnwirtel

Gruß Colobus
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Wiesenläufer
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« Antworten #8 am: 25. April 2021, 19:27:19 pm »

Moin Colobus,

der Link ist ja toll.  Boooa

Von den Maßen her, passt meiner schon sehr gut zu dem Bild welches als erstes, beim anklicken des Links, zu sehen ist.
Meiner hat eine Höhe von 6mm und einen Durchmesser von 2,3cm
Nur die Farbe ist eben anders.
Spiralen haben sie ja alle.

Da ich bestätigte "ältere Kaiserzeit" drauf habe, ist es ein Import oder kann es eine lokale Produktion sein ?

Gruß

Gabi
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« Antworten #9 am: 25. April 2021, 21:53:06 pm »

Hi Gabi,
dabei kann ich Unwissender leider nicht helfen, Herkunft Ägypten ???? aber auf folgendem Link wird noch einmal auf verschiedene Größen und deren Benutzung eingegangen.
Allerdings von einem späterem Zeitalter.

Gruß Joachim

n.b.: ich muss gestehen, dass ich am vergangenen Freitag einen gezackten Spinnwirtel aus Blei fand und deshalb ich sofort bei Deinem Exponat sofort daran dachte.
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Wiesenläufer
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« Antworten #10 am: 26. April 2021, 17:33:36 pm »

Moin,

hier eine Ergänzung.
Vorsichtige Einschätzung: Könnte Schwertanhänger sein. 

Es scheint was besonderes  sein.  Big grinsing

Schwertperle/magischer Schwertanhänger in Richtung VWZ  Year Year

< Schwertperlen >   Ein Auszug davon: Ab 480-550 n.Chr. häufen sich die Funde der Schwertperlen in germanischen Gräbern.
Etwas runter scrollen.

< Wikipedia >

Gruß

Gabi



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mike 81
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« Antworten #11 am: 26. April 2021, 18:46:15 pm »

Cool Gabi Super
Schwertperle hatte ich bis heute nicht auf dem Schirm.

Gruß Mike
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thovalo
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« Antworten #12 am: 26. April 2021, 21:53:04 pm »

Moin,

hier eine Ergänzung.
Vorsichtige Einschätzung: Könnte Schwertanhänger sein.  

Es scheint was besonderes  sein.  Big grinsing

Schwertperle/magischer Schwertanhänger in Richtung VWZ  Year Year

< Schwertperlen >   Ein Auszug davon: Ab 480-550 n.Chr. häufen sich die Funde der Schwertperlen in germanischen Gräbern.
Etwas runter scrollen.

< Wikipedia >

Gruß

Gabi


Sorry, das ist ein sehr einfach gemachtes, völlig schlichtes gelochtes Glasrondell mit Loch und nur 2.5 cm DM.

Das ist mir damit viel zu weit entfernt von einer Schwertperle. Schwertperlen bestanden aus Bernstein, Bergkristall und Kompositstücken aus meist aexotischen  Substanzen (z.B. Meerschaumeinlagen oder Koralle in Goldfassung) oder aus bunten großformatigen Glasperlen mit eintordierten andersfarbigen Glasfäden.

Der eingestellte Fundbeleg ist, bei allem Respekt, eine sehr simples durchlochtes Stückchen Glas in natürlicher grünlich-bläulicher Färbung. Ich fand die Wirtelhypothese noch ansprechend aber für mich ist noch nicht mal abgesichert, dass das überhaupt ein altes Stück ist! Könnte auch die Abdeckung von irgendeinem funktionalen Teil sein.


Irgendwie treibt das gerade in Richtung Fantasiereise!


lG Thomas
« Letzte Änderung: 26. April 2021, 22:02:02 pm von thovalo » Gespeichert

Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
Wiesenläufer
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« Antworten #13 am: 27. April 2021, 05:25:47 am »

Moin Thomas,

die Ergänzung habe ich nicht selber rausgesucht oder mir ausgedacht!

Die Bilder hatte ich ans Amt gesendet und dort wurden sie weitergeleitet an jemanden der sich damit auskennt.
Von da stammt auch die Antwort.
Darauf kann/muss ich mich verlassen.

Einzig, die beiden Links habe ich nach Eingabe des Begriffs Schwertperle/magischer Schwertanhäger  eingefügt.
Da ich das noch nie gehört habe und ich auch kein Beispielbild finden konnte.

Gruß

Gabi
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thovalo
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« Antworten #14 am: 27. April 2021, 16:52:54 pm »

Moin Thomas,

die Ergänzung habe ich nicht selber rausgesucht oder mir ausgedacht!

Die Bilder hatte ich ans Amt gesendet und dort wurden sie weitergeleitet an jemanden der sich damit auskennt.
Von da stammt auch die Antwort.
Darauf kann/muss ich mich verlassen.

Einzig, die beiden Links habe ich nach Eingabe des Begriffs Schwertperle/magischer Schwertanhäger  eingefügt.
Da ich das noch nie gehört habe und ich auch kein Beispielbild finden konnte.

Gruß

Gabi


Oh, das war auch nicht "böse" gemeint. Mit Schwertperlen kann man sich lange beschäftigen und wie schon gesagt, sind das Repräsentationsstücke und das gelochte Glasobjekt das Du gefunden hast ist weder handwerklich noch vom Material her das, was eine Schwertperle ausmacht.

Es sei denn, es ist eine sonst nicht weiter verbreitete von hier aus gesehen "nordische" Tradition, dass nicht statusfähige Männer so eine einfache Zierde verwendeten.


lG Thomas  winke winke


Aus einem Projekt am rechten Niederrhein eine Schwertperle aus Bergkristall 5. Jh. n.Chr.
Herstellung vermutlich Iran/Irak
Verbleib im Rheinischen Landesmuseum Bonn

Darunter ein Schwert mit Almandineinlagen und zugehöriger Schwertperle


einige andere Varianten:

https://bawue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=19462
« Letzte Änderung: 27. April 2021, 17:10:49 pm von thovalo » Gespeichert

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« Antworten #15 am: 27. April 2021, 19:48:01 pm »

Moin Thomas,

Danke, dass Du Link und Bilder angefügt hast.  Super

Da ich ja nicht mal wusste, dass es sowas gibt, kann ich nicht beurteilen ob es eine "nordische" Tradition ist.
Vielleicht einfach nur was für die "ärmeren"  Nixweiss

Genaueres werde ich vielleicht mal hören wenn der Fundkomplex im Amt gelandet  ist.

Wie ich schon in der Ergänzung erwähnt hatte.
Genaue und knappe Antwort war: "Sieht gut aus, könnte Schwertperle sein"

Gruß

Gabi
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Sprotte
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« Antworten #16 am: 29. April 2021, 09:51:00 am »

Ich denke auch eher an einen Spinnwirtel (an eine Schwertperle eher nicht, aber wer weiß? --- Spielstein wohl auch nicht - die ich kenne, haben kein Loch und sind kleiner).

Die zeitliche Einordnung scheint (aus meiner Sicht) allerdings +/- klar zu sein: römische Kaiserzeit bis Völkerwanderrungszeit, So oder so, ein wunderschönes Stück.  Super

Viele Grüße
Sprotte

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Wiesenläufer
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« Antworten #17 am: 30. April 2021, 05:25:43 am »

Moin Sprotte,

Danke, für deine Antwort.  Danke

RKZ ist durchaus logisch, wenn ich die Funde vom Fundplatz betrachte.
Eindeutige Funde oder Fund aus der Völkerwanderungszeit hatte ich noch nicht auf diesem Acker.

Wird noch sehr lange dauern bis ich eine eindeutige Beurteilung vom Amt bekomme.  zum Heulen

Gruß

Gabi

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« Antworten #18 am: Heute um 06:48:41 »

Moin,

eine zweite Meinung vom Amt lautete auch:  Schwertperle

Mehr habe ich nicht erfahren können.  Nixweiss

Gruß

Gabi
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