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Autor Thema: Gagat?  (Gelesen 635 mal)
Danske
Graf
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Beiträge: 1476



« am: 09. April 2021, 21:53:11 pm »

Hallo zusammen,

heute habe ich nur Merkwürdigkeiten auf dem LBK-Acker gefunden.

Könnte es sich bei den beiden Stücken um Gagat handeln? Beide sind sehr leicht, das glatte Teil schwimmt im Wasser.

Die Oberflächen sind recht hart und keinesfalls brüchig, beide Stücke lassen sich mit dem Fingernagel nicht ritzen.

Also, Holzkohle oder Steinkohle ist es sicher nicht, da färbt beim Reiben in der Hand nichts ab.

Was meint ihr?

LG
Holger
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hargo
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« Antworten #1 am: 10. April 2021, 00:35:04 am »

Hallo,

bei Gagat handelt es sich um eine bitumenhaltige Kohle.
Es hinterlässt keine Striche auf Papier.

Zu diesen Stücken habe ich noch keine Meinung.

mfg
« Letzte Änderung: 10. April 2021, 00:43:27 am von hargo » Gespeichert

queque
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« Antworten #2 am: 10. April 2021, 08:06:35 am »

Hallo Holger,

Ich habe gesicherte Gagatstücke von Ameland. Wenn das obere, wie Fred richtig sagt, keine Striche auf Papier hinterlässt, würde ich es für Gagat halten. Das untere ist etwas anderes.
Viele Grüße
Bastl
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Danske
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« Antworten #3 am: 10. April 2021, 09:30:37 am »

Hallo Ihr beiden,

danke  für Eure Einschätzungen.

Beide Stücke hinterlassen keine Striche auf Papier. Aber sie unterscheiden sich nicht nur vom Aussehen her, das glatte Teil ist so leicht, als wäre es hohl.

LG Holger


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steinwanderer
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Lewer duad üs Slav


« Antworten #4 am: 10. April 2021, 20:56:40 pm »

Moin Holger,
das 1. ist auf jeden fall Gagat. So, auch hier zu finden.
Gruß Klaus
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Lewer duad üs Slav
Danske
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« Antworten #5 am: 10. April 2021, 21:09:05 pm »

Moin Klaus,
danke für die Bestätigung.
Apropos finden: Könnten Gagatfunde im prähistorischen Kontext an der Fundstelle stehen bzw. gibt es nach deinen Kenntnissen dafür Belege?

LG
Holger
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Höhlenbär
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« Antworten #6 am: 10. April 2021, 22:20:45 pm »

Hallo,

mich wundert es, wie schnell ein Stück Steinkohle zu Gagat geadelt wird   mhh grübel mhh grübel mhh grübel

Grüße,
Michael
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hargo
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« Antworten #7 am: 11. April 2021, 00:12:18 am »

Hallo,

mich wundert es, wie schnell ein Stück Steinkohle zu Gagat geadelt wird   mhh grübel mhh grübel mhh grübel

Grüße,
Michael

Danke Höhlenbär,
das ist aus meiner Sicht in wichtiger Hinweis!
Du meinst, Steinkohle würde auf Papier auch keinen Strich hinterlassen?

mfg
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steinwanderer
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Lewer duad üs Slav


« Antworten #8 am: 11. April 2021, 09:43:19 am »

Hallo,

mich wundert es, wie schnell ein Stück Steinkohle zu Gagat geadelt wird   mhh grübel mhh grübel mhh grübel

Grüße,
Michael

Moin, moin,
googelt mal Gagat. Da ist eine schöne Abbildung zu sehen. darin wird auch beschrieben
, das es sich hierbei um ein fossiles Holz handelt, das sich in einem Übergansstadium von Braunkohle zu Steinkohle befindet.
Gruß Klaus
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Lewer duad üs Slav
Danske
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« Antworten #9 am: 11. April 2021, 09:52:39 am »

Hallo,

mich wundert es, wie schnell ein Stück Steinkohle zu Gagat geadelt wird   mhh grübel mhh grübel mhh grübel

Grüße,
Michael

Danke für den Einwand, Michael.
Aus Kindheitserinnerungen verbinde ich Steinkohle immer mit schwarzen Fingern. mhh grübel. Oder trifft das nur auf Fettkohle zu?
Das Stück färbt überhaupt nicht ab, weder an den Händen noch auf Papier. Ich könnte mir vorstellen, dass es beim Reiben über einen Betonstein Federn lässt, aber das will ich jetzt nicht unbedingt versuchen.

LG
Holger

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Danske
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« Antworten #10 am: 11. April 2021, 11:13:46 am »

Hallo zusammen,

zu der Thematik habe ich was im Internet gefunden https://core.ac.uk/download/pdf/79426774.pdf

Habe nun folgende Tests durchgeführt:

Strichfarbe: Beide Stücke hinterlassen auf unglasiertem Ton einen hellbraunen Strich

Elektrostatische Aufladung: Nach Reiben am Wollpullover zieht das schwarze Stück kleine Papierschnipsel kaum merklich und nur kurz, aber immerhin, an. Das glatte bräunliche Stück gar nicht.

Der Bruch (muschelig) wurde nicht getestet NoGo

Die Vielfalt dieser Kaustobiolithen ist schon interessant. Nicht alles, was wie Gold glänzt, ist auch Gold. In diesem Fall glaube ich aufgrund des Ergebnisses des elektrostratischen Tests, dass es sich bei dem größeren, schwarzen Stück tatsächlich um Gagat handelt.

LG
Holger
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