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Autor Thema: Anhänger der orthodoxen Glaubensrichtung?  (Gelesen 1788 mal)
Quellbrunn
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Grüße von QB


« am: 04. Juli 2014, 00:22:15 am »

Der Anhänger in der Anlage gehört vermutlich zur orthodoxen Kirche. Seltsamer Weise lagen unmittelbar daneben 2 Anhänger die recht eindeutig polnisch katholischen Hintergrund haben (stelle ich nach dem Reinigen vor, hoffe, dass da was zu retten ist) und ein deutscher Silbergroschen von 1830. die Funde lagen so dicht beieinander, dass zu vermuten ist, dass sie zusammen verloren oder ganz hastig versteckt wurden. Sie lagen  keine 20cm tief.

Kann jemand was zum Alter/Ursprung dieses Anhängers sagen?
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Grüße von QB
Quellbrunn
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Grüße von QB


« Antworten #1 am: 04. Juli 2014, 09:57:00 am »

So, hier nun die leider kaum noch zu rettenden anderen beiden Medaillons. Habe Sie grob gereinigt und über Nacht in Kriechöl gelegt. Leider sind die Ausblühungen an einigen Stellen so stark, dass Löcher beim Entfernen entstehen.

Das Material ist sehr leicht, irgend eine Alulegierung(?)*und die Anhänger waren ursprünglich versilbert, wie ich an einigen Stellen noch zu erkennen glaube.
Sehr sehr Schade, dass da nicht mehr viel zu retten ist.

"Immerwährende Hilfe 61"** ist der Teil den ich übersetzt habe - zu 1961 passt das Fundbild nicht, zu 1861 das Material nicht.
Die 61 entpuppte sich als SI, nach dem ich mit dem Glasfaserstift gekratzt habe.
einen schönen Tag wünscht QB

*edit, könnte auch eine Zinklegierung sein, das Schadbild hat eine sehr große Ähnlichkeit mit Zinkpest.
« Letzte Änderung: 04. Juli 2014, 12:41:34 pm von Quellbrunn » Gespeichert

Grüße von QB
Gratian
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Allwissend bin ich nicht doch viel ist mir bewusst


« Antworten #2 am: 11. Juli 2014, 21:52:47 pm »

Die Beiden Aluanhänger kommen aus Polen und zeigen zum einen die  Ikone "Die schwarze Madonna von Tschenstochau" im Kloster Jasna-Gora in Polen/Oberschlesien. Diese Ikone "Maria mit dem Kind" folgt der byzantinischen Ikonographie. Das Original stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die "Schwarze Madonna von Tschenstochau" ist die Schutzpatronin Polens. Jährlich pilgern Millionen Menschen zum Gnadenaltar mit diesem wohl berühmtesten Marienbild der Welt.Rückseite Kreuzigungsgruppe.

Der andere Anhänger zeigt das Gnadenbild der "Mutter der immerwährenden Hilfe"auch ein weit verbreitetes Ikonenbild. Dazu mehr in diesem Beitrag:

http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,61124.0.html

Rückseite Monstranz mit adorierenden engeln. Beide Anhänger dürften um 1910 entstanden sein +/- 20 Jahre.

Der Messinganhänger dürfte aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Er zeigt die Anbetung der Könige (Hl. drei Könige, Maria und Kind). und zwei Heilige mit einem Kirchengebäude. Welcher Ort das ist ergibt sich sicher aus der Schrift die ich aber nicht lesen kann.Sicher Ostkirche.

Herkunftvermutung geht von Kriegsgefangene / Zwangsarbeiter über Mitbringsel eines Soldaten bis Flüchtlinge oder Erntehelfer. 
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Gut Fund!   Ich Engel
Gratian

ANTE ROMAM TREVERIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS
PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR. AMEN.
Quellbrunn
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Grüße von QB


« Antworten #3 am: 12. Juli 2014, 15:05:33 pm »

Vielen Dank für die Einschätzung. Kriegsgefangene/Zwangsarbeiter  war als Herkunft auch meine Vermutung.
Danke und eine schönes WE

QB
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Grüße von QB
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