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Autor Thema: Bleiplombe groß und weich und unbekannt  (Gelesen 1631 mal)
Fabulas
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« am: 17. Dezember 2021, 10:59:13 am »

 winke winke Hallo in die Runde!

Das war DER Fund gestern. Viel feuchte Erde und insgesamt sehr weich und biegbar. Erst zuhause nach dem Abwaschen erkannt, dass es absolut kein Müll ist. Ein Auge drauf werfen

Könnte das auf der Rückseite ein Bergwerkzeichen sein? Es ist nicht so gut zu erkennen. Nixweiss

Auf der Vorderseite sieht man ein Tor und zwei Türme. Im Tor steht ein großer Vogel, für mich ein Reiher. Ich habe extra noch ein Foto auf dunklem Hintergrund gemacht, da sieht man es besser. (Mmmh wurde doch hier schon tausendfach geschrieben: dunkel auf dunkel.... ) Super

Die Größe der Plombe (denke, es wird wohl eine sein) ist enorm - die bisher größte von mir gefundene Plombe.

Bin schon etliche Seiten (inklusive Bleiplombenforschung grins) einigermaßen durch - kann aber nichts Vergleichbares finden.

Vielleicht hat jemand noch ein paar Anhaltspunkte oder sogar die Auflösung. Mein Dank ist Euch gewiss.

Liebe Grüße
Anita




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Viele Grüße!
Fabulas
Daniel
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« Antworten #1 am: 17. Dezember 2021, 14:05:56 pm »

Ist mit Sicherheit eine Tuchplombe.
Aber keine Ahnung woher.  Schäm
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Spalttabletten, meine Dame, sind bekömmlich und gesund.
Doch verwirrend ist der Name, sie gehören in den Mund.
steinfos
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« Antworten #2 am: 17. Dezember 2021, 14:34:07 pm »

Moin,

ja, die Tuchplomben sind immer so eine Sache und nie ganz leicht zu bestimmen.
Für die Tuchplomben kann ich aber auf jeden Fall das Buch "Dieter Hittinger: Tuchplomben. Warenzeichen des späten Mittelalters und der Neuzeit aus dem norddeutschen Küstengebiet" empfehlen.
Tuchplomben mit Burgen/Torbögen gibt es auf jeden Fall aus unterschiedlichen Städten, die müsste man dan wirklich einzeln durchgehen und viel Glück haben...

Viele Grüße
Peter
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Fabulas
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« Antworten #3 am: 17. Dezember 2021, 16:53:07 pm »

Hi Daniel und Peter,

vielen Dank - das hätte ich nicht gedacht. Das von mir vermutete Bergmannszeichen sind dann vielleicht eher Stoffballen/rollen.

Ihr habt mir sehr geholfen!

Das Buch versuche ich mal irgendwie zu bekommen. Vielleicht finde ich ja sogar ein pdf im Netz.

Sollte ich es herausfinden, ergänze ich hier.

Ein schönes Wochenende Euch!

Anita
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Fabulas
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« Antworten #4 am: 17. Dezember 2021, 16:59:33 pm »

Moin Anita,

wie ein Reiher sieht es mir nicht aus, eher wie ein Geier.  Big grinsing

Ist die Stadt Rosenheim eine Option ?

Da gibt es ein Wappen mit Turm und Vogel  Nixweiss

https://www.bing.com/images/search?q=Firmenwappen%20in%20Rosenheim&qs=n&form=QBIR&sp=-1&pq=firmenwappen%20in%20rosenheim&sc=0-25&cvid=3D8E969BF16D4462ACB2C59820BEDA2D&first=1&tsc=ImageBasicHover

Vielleicht eine Tuchplombe aus dieser Gegend.  mhh grübel

Lieben Gruß

Gabi
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(Nicht auf meinem Mist gewachsen)
Fabulas
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« Antworten #5 am: 17. Dezember 2021, 17:20:27 pm »

Moin Anita,

wie ein Reiher sieht es mir nicht aus, eher wie ein Geier.  Big grinsing

Ist die Stadt Rosenheim eine Option ?

Da gibt es ein Wappen mit Turm und Vogel  Nixweiss

https://www.bing.com/images/search?q=Firmenwappen%20in%20Rosenheim&qs=n&form=QBIR&sp=-1&pq=firmenwappen%20in%20rosenheim&sc=0-25&cvid=3D8E969BF16D4462ACB2C59820BEDA2D&first=1&tsc=ImageBasicHover

Vielleicht eine Tuchplombe aus dieser Gegend.  mhh grübel

Lieben Gruß

Gabi

Hi Gabi,

das könnte schon sein. Aber 1:1 fündig bin ich nicht geworden. Ich habe es mir jetzt mal ein bisschen erleichtert und einfach den Autor des Buchtipps von Peter angeschrieben. Mal sehen, ob was kommt.
Falls meine Familie zu Weihnachten nicht kommen kann, habe ich ja Zeit weiter zu "forschen".

Wir telefonieren unbedingt nochmal vor Weihnachten!

Liebe Grüße
Anita
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Fabulas
Gratian
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Allwissend bin ich nicht doch viel ist mir bewusst


« Antworten #6 am: 18. Dezember 2021, 16:58:03 pm »

Das "Bergwerkszeichen" könnte auch die mittelalterliche Glyphe für die Zahl 4 , eine halbe acht sein...

Heraldisch würde ich den Vogel im Torbogen als Adler ansprechen und zwar vermutlich den brandenburgischen Adler den man auch den roten Adler nennt.

Es gibt im brandenburgischen die Tore mit Adlern haben aber hier stechen auch noch der Dreiecksgiebel und die beiden Wellen unterhalb des Tores hervor...da musst du ansetzen und auch die Städte der ehemaligen deutschen Gebiete in Pommern ins Kalkül ziehen. Es sollte auch eine Stadt sein die für ihre Tuchwaren bekannt ist z.B Meseritz (Międzyrzecz) im heutigen Polen aber da sind die Türme andere....natürlich musst du nach den alten Wappen schauen die ab 1500 aktuell waren, denn die Wappen haben sich im Laufe der Jahrhunderte auch geändert.

Viel Erfolg!
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Gut Fund!   Ich Engel
Gratian

ANTE ROMAM TREVERIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS
PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR. AMEN.
Fabulas
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« Antworten #7 am: 20. Dezember 2021, 08:46:49 am »

Das "Bergwerkszeichen" könnte auch die mittelalterliche Glyphe für die Zahl 4 , eine halbe acht sein...

Heraldisch würde ich den Vogel im Torbogen als Adler ansprechen und zwar vermutlich den brandenburgischen Adler den man auch den roten Adler nennt.

Es gibt im brandenburgischen die Tore mit Adlern haben aber hier stechen auch noch der Dreiecksgiebel und die beiden Wellen unterhalb des Tores hervor...da musst du ansetzen und auch die Städte der ehemaligen deutschen Gebiete in Pommern ins Kalkül ziehen. Es sollte auch eine Stadt sein die für ihre Tuchwaren bekannt ist z.B Meseritz (Międzyrzecz) im heutigen Polen aber da sind die Türme andere....natürlich musst du nach den alten Wappen schauen die ab 1500 aktuell waren, denn die Wappen haben sich im Laufe der Jahrhunderte auch geändert.

Viel Erfolg!

Hallo Gratian,

vielen Dank für Deine wertvollen Tipps. Das mit der halben 4 kannte ich noch gar nicht - Bildungslücke! Ich werde natürlich weiter recherchieren und die Suche genauso angehen. Es wäre wirklich erstaunlich, wenn die Plombe aus Brandenburg oder einer Stadt im heutigen Polen wäre. Es gab ja auch hier im Süden viele Tuchmacher. Aber nichts ist unmöglich - Waren gingen ja schon damals um die (halbe?) Welt. Die Wiese werde ich auch nochmal besuchen und schauen, ob sich noch weitere Anhaltspunkte ergeben. Die Lage bietet sich an für eine ehemalige Straße oder Verbindung.

Habe mich sehr über Deine Antwort gefreut.

Viele Grüße!
Anita
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Viele Grüße!
Fabulas
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