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Autor Thema: Läuferstein Basalt (?)  (Gelesen 676 mal)
RockandRole
Erzherzog
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« am: 06. Dezember 2021, 15:22:59 pm »

Hallo Leute,

ein Landwirt, welche hier unendlich viel Acker hat, hat mir die Erlaubnis für seine Grünsaatäcker gegeben. Da wollte ich gleich mal eine schon vor längerer Zeit entdeckte Fundstelle ein wenig besser erforschen.

Über den Brocken habe ich nicht schlecht gestaunt, gerade weil er nahezu quadratisch ist. Evlt ist er aber auch genau so gebrochen, das kann man nicht ausschließen. Eine Seite wirkt etwas glatter als die andere.

Jedenfalls habe ich gerade mit Thomas und Nano eine Diskussion hinter mir, wo sich für mich jedenfalls, eine Basaltplatte aus dem Wege-/Terrassen-/Straßenbau ausgeschlossen hat. Gleich daneben fand ich eine mutmaßlich eisenzeitliche Scherbe.

liebe Grüße Daniel 
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gefährliches Drittelwissen
Fabulas
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« Antworten #1 am: 06. Dezember 2021, 18:17:58 pm »

Ein wunderschöner Läuferstein - sagt die Nichtauskennerin.
 winke winke
Anita
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Viele Grüße!
Fabulas
thovalo
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« Antworten #2 am: 06. Dezember 2021, 20:56:43 pm »



Lieber Daniel!


Mir macht ja das quadratische Format einen "Kopf"!
Tatsäclhich scheint zumindest eine Seite auch abgebrochen zu sein.


Mahlsteine aus Basalt datieren meist in die Eisenzeit. Die weisen dann als Unterlieger eine kielförmige Ausformung auf.
Nicht immer in der Art der "Napoleonhüte" sondern auch in Variationen.

Tatäschlich habe ich noch nie darüber nachgedacht aber auch noch nichts dazu gelesen, dass es eisenzeitliche Läufersteine aus Basalt gegeben hat.

Den Stein muss man sich direkt ansehen können da es sich bei Allem auch um ein Stück Baumaterial handeln kann, das jünger als urgeschichtlich datiert.


Liebe Grüße
Thomas
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Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
steinwanderer
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Lewer duad üs Slav


« Antworten #3 am: 06. Dezember 2021, 21:18:29 pm »

Moin Daniel,
auf Grund der konischen Bearbeitung halte ich das Stück für eine Bodenplatte.
Gruß Klaus
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Lewer duad üs Slav
Wiedehopf
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« Antworten #4 am: 06. Dezember 2021, 22:41:47 pm »

Hallo Daniel,

auch ich tendiere hier eher zu einem Pflasterstein oder Pflastersteinfragment. Ich habe tonnenweise solche Dinger im Garten verbaut, die wurden früher hier als Straßenrandsteine verwendet. Leicht konisch, die Oberseite glatt. Es wäre mal interessant zu erfahren, warum du das ausschließt.

Viele Grüße
Michael   
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RockandRole
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« Antworten #5 am: 07. Dezember 2021, 06:31:20 am »

Schönen guten Morgen,

danke für euere Beiträge Leute. Na dann will ich mal sagen, warum ich da keine Bodenplatte sehe.
Das Material ist schon einmal homogen und hat keine Lufteinschlüsse. Die Einschläge müssen also von Menschenhand da hin gekommen sein.

Also selbstständiger GaLaBauer habe ich auch schon ein wenig von dem Material verbaut. Da gibt es gebrauchtes Material, welches bei dem Jahrhunderte lang Eisen-beschlagene Räder die Oberfläche poliert hat. Die sind natürlich spiegelglatt. Sieht am bei dem Großsteinpflaster von Michael. Als sie frisch waren, waren sie aber maximal gebrochen/gespalten und mit wenigen Schlägen in Form gebracht. Das war Massenfertigung und man hat jeden Stein verbaut. Das macht man bei Segmentbögen heute noch so.

Bei Platten war es ähnlich. Niemand hätte eine Oberfläche mit einem Zweispitz so bearbeitet. Das sind ja über 100 Schläge. Überlegt euch das mal, wenn das 100 m2 wären, was für ein Aufwand. Und dann müssten ja die Räder über die grobe Oberfläche gerumpelt sein, um das so plan zu machen. Um eine Oberfläche Plan zu bekommen, da nimmt man dann einen Stockhammer. Bei Platten war die Oberfläche durch das Spalten auch nahezu plan und man hat mit wenigen Schlägen evtl. nachgeholfen.

Hier war die Fläche schon plan und man hat aufgeraut.  Ein Auge drauf werfen die Einschläge sind ja alle relativ gleich tief.

Liebe Grüße Daniel
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2021, 06:40:13 am von RockandRole » Gespeichert

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Wiedehopf
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« Antworten #6 am: 07. Dezember 2021, 21:41:11 pm »

Hallo Daniel,

o.k., das ist nachvollziehbar. Ich habe heute noch mal die glatten Oberseiten meiner ca. 300 im Garten verbauten Pflastersteine gecheckt (soweit sichtbar). Alle völlig plan, bis auf einen, bei diesem aber ein ganz anderes, viel unregelmäßigeres Bild als bei deinem Fund.

Viele Grüße
Michael     
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Nanoflitter
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« Antworten #7 am: 07. Dezember 2021, 22:58:08 pm »

Langsam wird mir aber auch mulmig... Unschuldig
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RockandRole
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« Antworten #8 am: 08. Dezember 2021, 00:00:15 am »

Hallo Michael,

danke für dein Beispiel der Basaltoberfläche mit Gasblasen. Das bestärkt mich noch in meiner Annahme. So müsste dann der ganze Stein aussehen, auch auf der Rückseite, außer es ist der Rand einer ,Schicht‘. Hier sind die Innenseiten der Löcher ja recht glatt. Manchmal gibt es auch Drusen mit Olivin. Ich habe sogar eine kugelförmige Ausbildung in einem Pflasterstein.

Ich mache morgen noch einmal Bilder von den Innenseiten meiner Löcher, die sind wie gesprengt und nur auf der Vorderseite.

Liebe Grüße Daniel
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RockandRole
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« Antworten #9 am: 08. Dezember 2021, 09:13:01 am »

 winke winke

hier noch einmal die Bilder im Detail. Man sieht, das es nur auf der glatten Oberfläche Löcher gibt, die Löcher alle nahezu gleich tief sind, teilweise relativ breit und die Oberfläche der Löcher getrümmert ist. Das sind keine Gasblasen und auch kein ausgewittertes Olivin. Der Ausschnitt ist von einer x-beliebigen Stelle.

Ein Zweispitz sollte vielleicht auch eher kegelförmige Löcher machen nicht wie hier eher muldenförmig. Das kann ich bei Zeiten auch mal probieren, falls noch Zweifel bestehen, hab ja alles da.

Vielleicht ist er doch nicht gebrochen  Unschuldig

lieb Grüße Daniel 
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Nanoflitter
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« Antworten #10 am: 08. Dezember 2021, 09:25:58 am »

Bei Pflasterstein sollte man annehmen, das die Oberfläche jahrelang der Witterung ausgesetzt war, der Rest steckte im Boden. So kann weicheres Material auswittern. Ich bin mir nicht mehr sicher, auch die Rückseiten meiner Läufer sind alle in eine handliche Form gebracht oder irgendwie abgenutzt, weich gestaltet, nicht so steinbruchbelassen. Gruss..
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hargo
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« Antworten #11 am: 09. Dezember 2021, 00:15:32 am »

Die sind mir zu regelmäßig.
Eher natürlichen Ursprungs.

Nur ein Beispiel:
https://skan-kristallin.de/schweden/gesteine/gesteinsdarstellung/basalte/mandelstein/l/l_m6_det.JPG

mfg
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thovalo
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« Antworten #12 am: 09. Dezember 2021, 11:54:24 am »




Guten Tag!


Die Mahlsteine aus Mayender Basalt, das ist das Material der Napolenhüte und anderer Formen aus dem Rheinland, besteht aus BasaltLAVA. Die Mahlsteine aus Basallava mussten im Gebrauch nicht nachgeschärft werden, weil die Sturktur des Materials von sich aus durch die Gaseinschlüsse porig gewesen ist und sich durch den Mahlvorgang von selber mit nachgeschärft haben. Gut für den Gebrauch und sehr schlecht für die Zähne Es gibt daran nicht solche großen Abstände der Negative.

ich denke der gezeigte Stein ist keine vormals schaumige Lavamasse sondern massiv erstarrter verdichteter Basalt. Der verdichtete Basalt (wenige eingeschossene Gase, geringes ausfließen aus dem Vulkan usw. ist im Gegensatz zu den Lavabrocken fast unverwüstlich und verwittert kaum. Blöcke solcher Basalte finden sich z.B. in der Baustruktur der Kaiserpfalz in Kaiserswerth und eben auch als Bodenbeläge/Pflasterungen.

Hier muss man wohl klar diesen Unterschied sehen. Die Platte besteht nicht aus der durchgaster blasiger Lava mit ihrer besonderen Eigenschaft porig und als Mahlstein nutzbar zu sein, sondern aus einem massiven Basaltstück. Das sollte eben besonders widerständig gegen Verwitterung und Abnutung sein. Wie die Negative der Poren dann drin glagert sind, ob in gewisser gleichmäßigkeit oder "wild", wie bei dem Bildbeispiel weiter oben, ist der reine Zufall. Ich finde das Vergleichsbild des Pflastersteins absolut klärend.


In der Tendenz sollte man den Gedanken an ein Bauteil/Bodenplatte/Pflasterstein für den Fundbeleg der Thema ist eher nach Vorne stellen.


liebe Grüße
Thomas           winke winke


zur Mayener Baslatlava

https://materialarchiv.ch/de/ma:material_2107
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2021, 12:49:02 pm von thovalo » Gespeichert

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RockandRole
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« Antworten #13 am: 09. Dezember 2021, 15:05:15 pm »

Servus Leute,

richtig, das ist nicht die Struktur wie Mayener Basalt. Und ja Poren können auch im normalen Basalt sein, ich habe das Zeug hier auch Tonnen-weise auf Lager, als Platten, Mauersteine, Pflaster neu und gebraucht groß, klein, Schotter usw.
Daher kann ich sagen, wenn Poren, dann von allen Seiten sichtbar. Das IST das Totschlagargument gegen eine natürliche Entstehung, bleibt die menschliche.
Die Poren vom oben gezeigten Großsteinpflaster sind 100% Natur! Es gibt aber auch Poren mit rauer Struktur, da wo ein Mineral ausgewittert ist!

Zur menschlichen Entstehung habe ich aber oben schon genug geschrieben. Aber vielleicht war einem sein Plattenbelag ja zu glatt und er hat das samstags mal (natürlich nur bis 22 Uhr) aufgeraut.  Unschuldig  Das kann ich dann natürlich auch nicht mehr ausschließen.

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thovalo
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« Antworten #14 am: 09. Dezember 2021, 17:09:45 pm »

 

  narr



  gar nicht so schlecht diese Idee!



Es gibt doch eine dicke Dr. - Arbeit u.a. zu Mahlsteinen in Hessen frei erfügbar im Netz!





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RockandRole
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« Antworten #15 am: 09. Dezember 2021, 20:05:33 pm »

Ja, die kenne ich. Hab die gute Frau bereits angeschrieben  zwinker
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thovalo
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« Antworten #16 am: 10. Dezember 2021, 12:37:34 pm »

Ja, die kenne ich. Hab die gute Frau bereits angeschrieben  zwinker



Du WILLST es WIRKLICH WISSEN!   winke winke


Klasse wenn man dran bleibt!
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