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Autor Thema: löffelartiger Schaber  (Gelesen 499 mal)
Wiesenläufer
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« am: 10. Januar 2021, 20:20:36 pm »

Moin,

noch ein schönes Fundstück, was schon die Form eines Löffelschabers hat, allerdings sind die Lateralkanten zur Basis hin,
nicht wirklich retuschiert.

55mm lang würde von der durchschnittlichen Größe der Löffelschaber passen.

Gruß

Gabi
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« Antworten #1 am: 11. Januar 2021, 11:57:28 am »

Moin,

wat soll ik seggen  Danke

Praktisch, hilfreich und  prost

Gruß

Jürgen
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« Antworten #2 am: 11. Januar 2021, 20:15:45 pm »

Hallo Gabi,

der ähnelt frappierend einem Kratzer, welchen ich auf einer gemischten Fundstelle bei uns finden durfte. Bei uns ein Großer, bei euch nur untere Messlatte  grins

http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,68658.0.html

liebe Grüße Daniel
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« Antworten #3 am: 12. Januar 2021, 04:53:00 am »

Moin Daniel,

schon interessant, dass es diese Form auch bei euch gibt und schön ist er auch noch.  Super

Hätte ich ihn hier gefunden, wäre schon mal eine ungefähre Zeitstellung möglich.

Gruß

Gabi

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« Antworten #4 am: 12. Januar 2021, 09:27:52 am »

Moin,

Kann es vielleicht auch sein, dass der Abschlag, der hier genommen wurde,
diese Form schon vorgab? 

Jan
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Wiesenläufer
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« Antworten #5 am: 12. Januar 2021, 19:24:09 pm »

Moin Jan,

vermutlich schon, da er zur Basis hin (wie bei meinen anderen "Löffelartigen") nicht bearbeitet ist.
Demnach wird er die Grundform schon gehabt haben.

Gruß

Gabi
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hargo
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« Antworten #6 am: 13. Januar 2021, 01:33:51 am »

Nicht zielführender Kommentar meinerseits:

Im Rest der Welt ist Schaber dem Paläolithikum vorbehalten.
Aber was soll's!
Halt eine norddeutsche Eigenart.

mfg

Öffne ggf. pdf und siehe Seite 51 Kratzer
https://www.jna.uni-kiel.de/index.php/jna/article/view/94
« Letzte Änderung: 13. Januar 2021, 01:43:19 am von hargo » Gespeichert

Wiesenläufer
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« Antworten #7 am: 13. Januar 2021, 05:57:19 am »


Halt eine norddeutsche Eigenart.



Moin,

wir wollen diese Diskussion nicht wieder aufleben lassen.  zwinker  Frieden?

Wenn ich hier im Forum die dänischen Bezeichnungen Skeskraber, Skraber, Skiveskraber verwende, ist es vermutlich einfacher.
Die Norddeutschen wissen was gemeint ist und der Rest der Republik kann Paläolithikum ausschließen und ich muss auf meinen Fundzetteln nicht dauernd umdenken.  Unschuldig
Dort wird halt notiert: Löffelschaber, Halbrundschaber. Kann jeder was im Amt mit anfangen und ist bei uns halt so gebräuchlich.
Selbst in den neusten Jahrbüchern wird in der Abteilung Jungsteinzeit; die Bezeichnung "Schaber" verwendet.

Die PDF habe ich.  Danke nochmals für den Hinweis. Manchmal vergisst man nachzuschlagen.

Gruß

Gabi


 

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hargo
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« Antworten #8 am: 14. Januar 2021, 00:48:32 am »

...

wir wollen diese Diskussion nicht wieder aufleben lassen.  zwinker  Frieden?

...

Nee, wollen wir nicht.
Mich wundert nur, dass es sich so hartnäckig hält.

mfg
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Lewer duad üs Slav


« Antworten #9 am: 14. Januar 2021, 06:46:02 am »

Nee, wollen wir nicht.
Mich wundert nur, dass es sich so hartnäckig hält.

mfg

Mich auch
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Lewer duad üs Slav
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« Antworten #10 am: 14. Januar 2021, 11:25:25 am »

Nee, wollen wir nicht.
Mich wundert nur, dass es sich so hartnäckig hält.

mfg
Moin,

mich wundert das weniger.

Sind doch Joachim Hahn mit, Einführung in die Artefaktmorphologie und Harald Floss, Steinartefakte vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit,
die in den Foren meist empfohlenen "Steinzeit-Bibeln" und einfach die bekannteren Werke.

Erst dann kommt Fiedler und wer kennt schon SDS?

Wann immer ein Anfänger hier nach einer guten Steinzeit-Publikation fragt, wird der Floss empfohlen.

Gruß

Jürgen

Sorry Gabi  Frieden?  Danke
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« Antworten #11 am: 14. Januar 2021, 18:33:49 pm »

@ hargo:

        Zitat:   "Im Rest der Welt ist Schaber dem Paläolithikum vorbehalten."

Mit dem 'Rest der Welt' meinst Du sicher den deutschsprachigen Raum?

Würdest Du tatsächlich den Überblick über den Rest der Welt haben, hättest
Du die Typologie von P. V. Petersen (FLINT) im Visus, der eben diese 'skeskraber' beschreibt.
In der von Dir verlinkten Typologie hab ich ihn nicht finden können.

Dein Zitat:  "Halt eine norddeutsche Eigenart." hat auch einen geologischen Hintergrund:
Die letzte Eiszeit überprägte die Mittelpaläolithische Landschaft bis etwa zur Elbe.
Von der Osthälfte Jütlands bis weit über Polen hinaus.
Dabei wurde die MP Landschaft umgeräumt und überdeckt. MP Funde sind selten im Fundbericht.

Qualitativ guter Flint, großformatig und in enormen Mengen wurde im Ostseeraum abgelagert.
Das und anderes mehr prägt und unterscheidet den Ostseeraum 'vom Rest der Welt',
wie Du es gesagt hast.

LG

Jan             
« Letzte Änderung: 14. Januar 2021, 21:07:05 pm von Steinkopf » Gespeichert
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« Antworten #12 am: 14. Januar 2021, 21:48:47 pm »

Die Dänen unterscheiden nicht zwischen Schaber und Kratzer, sie bezeichnen diese Geräteformen als skraber.

Ich würde die Unterscheidung in erster Linie an der Gestaltung der Arbeitskante und an der Funktion festmachen und folge da den Ausführungen von Lutz Fiedler: "In der Theorie sind Schaber für drei Funktionen bestimmt und gestaltet: 1. das Schneiden, mit einem Winkel der Arbeitskante zwischen 15 und 40 Grad; 2. das spanabhebende Schnitzen, mit einem Schneidenwinkel zwischen 20 und 50 Grad; 3. das Wegkratzen (von Fett und Bindegewebe, mit einem Winkel der Arbeitskante zwischen 40 und 90 Grad.... In der Praxis ist es allerdings so, dass mit allen Schneidenwinkeln ad hoc geschnitten, geschnitzt oder Häute beschabt werden können - nur mit unterschiedlicher Effizienz".

Und weiter: "Kratzer sind Geräte mit relativ kurzer und kräftig retuschierter Arbeitskante....mit halbsteiler oder steiler, meist bogenförmiger Retusche an einem Ende oder einer Seite". In seinem Buch "Altsteinzeit von A-Z" zeigt Fiedler auch alt- und mittelpaläolithische Kratzer. Aufgrund der steilen Retusche dürften Kratzer weitgehend keine schneidende Funktion gehabt haben und wohl überwiegend zum beschaben von Häuten bzw. wegkratzen von Fett und Bindegewebe gedient haben.

Im Übrigen sehe ich es wie hargo: Für mich sind Schaber Geräte aus dem (Mittel)paläolithikum, ich würde einen neolithischen Kratzer nie als Schaber bezeichnen.

LG
Holger

 
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« Antworten #13 am: 14. Januar 2021, 22:01:25 pm »

.
« Letzte Änderung: 14. Januar 2021, 22:16:08 pm von Steinkopf » Gespeichert
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« Antworten #14 am: 14. Januar 2021, 22:11:16 pm »

Moin,

Zitat
Jürgen Richter Kapitel 29
Schaber
Schaber kommen vom Altpaläolithikum bis ins Neolithikum vor.
Im gesamten Mittelpaläolithikum gehören sie zu den häufigsten Werkzeugformen.

Quelle: Steinartefakte vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit, Harald Floss Herausgeber,
© Kerns Verlag 2012
Zitat Ende

Joachim Hahn, Einführung in die Artefaktmorphologie.
Zitat
9.5 Alt- und mittelpaläolithische Abschlagwerkzeuge
9.5.1 Schaber
Schaber (side scraper, racloir) gehören zu den einfachen Steinwerkzeugen. Der Name
stammt von der angenommenen Funktion und hat zur Verwechslung mit den Kratzern
geführt. Häufig werden als Schaber nur mittelpaläolithische Werkzeuge bezeichnet,
jedoch kommen gleiche Formen bis in das Neolithikum vor.
Zitat Ende


Schaber kategorisch in einen bestimmen Zeithorizont zu stellen ist zumindest schwierig.

Gruß

Jürgen
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« Antworten #15 am: 14. Januar 2021, 22:18:50 pm »

 Teufel Engel
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« Antworten #16 am: 15. Januar 2021, 09:36:51 am »

Teufel Engel

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