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Autor Thema: Kern Ufo Kieselschiefer  (Gelesen 771 mal)
Nanoflitter
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« am: 12. November 2019, 21:55:36 pm »

Dieses Ufo stammt aus einer Fundgegend in Westhessen, die inzwischen auch einige bestätigte Artefakte aus dem späten MP, frühes JP erbracht hat.
Es handelt sich scheinbar um einen Abschlag, auf dessen Ventralseite wiederum ein Abschlag erzeugt wurde. Die Schlagfläche für diesen ist auch einigermaßen präpariert worden. Auch hat man versucht, der Scheibe mit Zurichtungsschlägen von der Ventralseite weg eine nach unten abgeschrägte Form zu verpassen, dies allerdings dem Material geschuldet, so grob, das ein Ablichten schlicht unmöglich ist. Kann man sowas als Kern bezeichnen? Kieselschiefer kommt hier natürlich vor, allerdings in der Größe und Qualität nicht. Gruss...
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hargo
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« Antworten #1 am: 13. November 2019, 01:24:36 am »

Ein artifizieller Trümmer?

mfg
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RockandRole
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« Antworten #2 am: 13. November 2019, 07:07:42 am »

Guten Morgen  winke winke

ich würde hier einmal einen Kombewa-Kern in Erwägung ziehen. Diese Technik ist bei kleinen Rohmaterialstücken, zumindest bei meinen Fundstellen, relativ häufig angewendet worden.

Ist ja auch kein Wunder. Spaltet man einen kleineren Kiesel relativ mittig, erhält man ein Stück mit einer Dorsal- und einen mit einer Ventralseite, es sei denn, es ist eine natürliche Kluft im Spiel. Nutzt man die Stücke jetzt weiter zur Gewinnung von Grundformen, hat man schon mal einen Kombewa-Kern.

liebe Grüße Daniel
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gefährliches Drittelwissen
Nanoflitter
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« Antworten #3 am: 13. November 2019, 08:05:04 am »

Dank euch, Trümmer wäre sicher mangels anderer Alternativen treffend, Kombewa Kern muss ich erst mal nachlesen, Schäm klingt irgendwie afrikanisch grins Gruss..
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Nanoflitter
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« Antworten #4 am: 13. November 2019, 08:34:17 am »

Ja, Kombewa sind die Abschläge mit zwei Ventralseiten, sowas dürfte hier entstanden sein. Könnt passen. Gruss..

Hier ein anderes Stück was auch ein Produkt dieser Abbaufolge sein könnte.
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,66209.0.html

Fundstück 1 = Hier gezeigt
Fundstück 2 = Im Link

« Letzte Änderung: 13. November 2019, 09:23:11 am von Nanoflitter » Gespeichert
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« Antworten #5 am: 13. November 2019, 23:56:23 pm »

Ja, Kombewa sind die Abschläge mit zwei Ventralseiten, sowas dürfte hier entstanden sein. Könnt passen. Gruss..

Hier ein anderes Stück was auch ein Produkt dieser Abbaufolge sein könnte.
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,66209.0.html

Fundstück 1 = Hier gezeigt
Fundstück 2 = Im Link



Also wäre Fundstück 1 ein Kombewa-Abschlag mit 2 Ventralflächen und Fundstück 2 der Kombewa-Kern mit je einem Bulbusnegativ auf jeder Seite?

LG
Holger
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hargo
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« Antworten #6 am: 14. November 2019, 01:06:22 am »

Ich sehe auf 5955.jpg keine Ventralfläche.
Wenn doch, muss ich meine Zurechnungsfähigkeit, wie vielleicht von euch schon vermutet, nochmal überdenken.

mfg
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Nanoflitter
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« Antworten #7 am: 14. November 2019, 06:55:15 am »

5955 rechts wäre eine Ventralfläche mit dem Negativ vom Kombewaabschlag. Links ist unspezifisch. Das Stück aus dem Link dann ein Vorproduktionsabfall, praktisch das Gegenstück des Abschlags für den folgenden Kombewaabschlag, das ist aber schon etwas spekulativ. Gruss..
« Letzte Änderung: 14. November 2019, 07:27:29 am von Nanoflitter » Gespeichert
Steinkopf
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« Antworten #8 am: 14. November 2019, 07:49:17 am »

Das sehe ich auch so: "5955 rechts wäre eine Ventralfläche mit dem Negativ vom Kombewaabschlag" Zitat von Nano....

Auf 6215 ist die gewölbte Fläche ,
von der dieser bikonvexe Abschlag abgetrennt wurde,
in Großaufnahme zu sehen.


LG

Jan
« Letzte Änderung: 14. November 2019, 19:38:09 pm von Steinkopf » Gespeichert
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« Antworten #9 am: 15. November 2019, 00:34:32 am »

Also nach dem Konzept des ventralen Abbaus ein Abschlag, von dessen Ventralfläche wiederum ein Abschlag erzeugt wurde Ein Auge drauf werfen
Interessant!
mfg
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Nanoflitter
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« Antworten #10 am: 15. Dezember 2019, 10:19:30 am »

Auf dem AG Treffen wurde auch dieses Stück begutachtet. Im weiteren Sinne ein Kern, die Abschläge werden in diesem Fall als Janusabschläge bezeignet. Dienen zur weiteren Ausdünnung des Stücks. Kombewaabschläge dienen der Gewinnung von Vorprodukten für Faustkeile und sind deutlich grösser. Ab 6cm. Und da reden wir vom Abschlag, nicht vom Kern. Zeitlich ist hier spätes MP für das Teil anzunehmen. Gruss..
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« Antworten #11 am: 15. Dezember 2019, 13:54:49 pm »

 Super
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