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Autor Thema: Hufeisen  (Gelesen 677 mal)
Schwabe
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« am: 07. April 2019, 19:27:12 pm »

Ich habe hier zwei Hufeisen vom gleichen Typus, wobei das kleine älter scheint. Leider finde ich in der Literatur nichts eindeutiges über genau den Stollentyp. Kann mir jemand bitte bei der zeitlichen Einordnung helfen, und/oder mir evtl. ein Beispiel als Bestimmungshilfe liefern?!

Stempeleisen mit Stollen, die sehr markant sind; ein Stollen ist massiv und eckig (beim großen quaderförmig, beim kleinen kegelstumpfförmig), der andere sehr dünn und keilförmig.

Stempeleisen klein:
Breite des Hufeisens: 9 cm
Länge des Hufeisens: 10 cm
Breite am Schuss: 2 cm
Dicke der Ruten: 3 mm
schwach ausgeprägter Griff/ohne Kappe
Keine Hufnägel vorhanden
Masse: 105 g

Stempeleisen groß:
Breite des Hufeisens: 9,2 cm
Länge des Hufeisens: 11,0 cm
Breite am Schuss: 3 cm
Dicke der Ruten: 6 mm
Kein Griff/ohne Kappe
Es sind noch 2 Hufnägel (Kreuzkopftyp) mit gerollten Enden vorhanden.
Masse: 221 g
Ich vermute 16. Jahrhundert?

Vielen Dank im Voraus und VG

Daniel
« Letzte Änderung: 08. April 2019, 12:20:17 pm von Schwabe » Gespeichert
crapseeker
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« Antworten #1 am: 09. Oktober 2019, 18:16:43 pm »

das obere erinnert mich an ein Wellenrandeisen (11. jhdt... eventuell), das untere ist ebenfalls schon sehr alt, in meinem öst. Heimforum wurde mir mal gesagt, dass jene, die nur drei Löcher haben, schon sehr alt sind. Ob das stimmt, weiß ich leider auch nicht.

lg,

Crapi
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cyper
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« Antworten #2 am: 09. Oktober 2019, 21:06:08 pm »

Für mich sind das die Stempeleisen die den Wellenrandeisen folgten. Bezeichnend das eine Rutenende mit dem flossenähnlichen Abschluss.
Datierung nach Urs Imhof 2.Hälfte 13. Jh.

Gruß cyper
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Schwabe
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« Antworten #3 am: 19. November 2019, 22:45:27 pm »

Vielen Dank Cyper; das entspricht auch meiner ersten Einschätzung, zumindest für das obere Hufeisen.

Jedoch wurde im 16. Jahrhundert diese Form wieder aufgegriffen (Quelle: Fruchart). Das macht mich unschlüssig in Bezug auf das untere Hufeisen, das ungewöhnlich gut erhalten wäre, deutlich dicker ist.
Kann anhand der Art wie das andere Ende umgeschlagen ist oder der Nagellöcher eine Bestätigung der Zeitstellung erfolgen?
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cyper
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« Antworten #4 am: 19. November 2019, 23:05:09 pm »

Hast du da nen Link zu deiner Quelle mit "Fruchart"

Gruß cyper
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Robert
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« Antworten #5 am: 21. November 2019, 11:06:24 am »

Servus Daniel,

sind diese Eisen aus dem besagten Fundus? Wenn ja, sind sehr schön geworden. Super

Grüße
Robert
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wer alles weiß, bekommt keine Überraschung mehr
Schwabe
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« Antworten #6 am: 03. Dezember 2019, 22:43:55 pm »

Servus Robert,

ja, sie sind von Dir. Die meisten sind allerdings noch im "Entsalzungsbad" oder noch gar nicht behandelt.

Viele Grüße

Daniel
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Schwabe
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« Antworten #7 am: 03. Dezember 2019, 23:00:08 pm »

Hallo Cyper,

die Internetquelle finde ich nicht mehr. Doch hier die zwei Möglichkeiten: Einmal Quelle Imhof mit 2. Hälfte des 13. Jh. (wie von Dir vorgeschlagen) und einmal 16. Jahrhundert.
Ich bin auf Deine Einschätzung und Begründung von Dir (oder anderen) sehr gespannt.

VG Daniel
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cyper
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« Antworten #8 am: 04. Dezember 2019, 03:11:14 am »

Die Datierungen von Imhof stützen sich ja auf viele Grabungen in nachweislichen Schichten auf Burgen oder Gräbern. Der hat sich ja Jahrzehnte den Hufeisen gewidmet.

Bei der englischen Datierung des Hufeisen kann ich natürlich nicht sagen wie sicher die Quelle ist und wie es zu dieser Einschätzung kam. Vom Typ her ist dieses Hufeisen sicher mit den anderen gleich zu setzen.
Kannst du bei deinem Fund den Nageltyp fotografieren.

Gruß cyper
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