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Autor Thema: Bronzeniet / -beschlag  (Gelesen 578 mal)
mike 81
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« am: 25. Februar 2019, 12:58:01 pm »

Servus Freunde  winke winke

dieser schön grün patinierte wollte heute auch noch mit.
Hab jedoch noch keine Ahnung wie ich den verorten soll, zeitlich und funktionell. Nixweiss
Scheint anhand der Patina schon älter zu sein. Ein Auge drauf werfen
Bronze mit einem Durchmesser von 20mm.
Der Stiftrest ist vierkantig 2mm x3mm

Gruß Mike

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« Antworten #1 am: 25. Februar 2019, 13:07:40 pm »

Ein sehr interessantes Stück. Mein erster Gedanken war Saxscheidenniet, habe ich aber so noch nicht gesehen.
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mike 81
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« Antworten #2 am: 25. Februar 2019, 18:01:18 pm »

Ein sehr interessantes Stück. Mein erster Gedanken war Saxscheidenniet, habe ich aber so noch nicht gesehen.

Servus,  winke winke

auch mein erster Gedanke ging in diese Richtung.
Hab mal etwas rumgegoogelt:

http://www.adalar.ch/rekonstruktionen/sax-und-scheide.php
https://www.replik-shop.de/Replikate/Merowingerzeit/Besonderes/Sax-Niete-Bronze::810.html

... ähnlich aber ...  Nixweiss
ohne diesen schraffierten Rand ( wie nennt man diesen doch gleich noch ...)

Mal sehen, ob da noch was kommt ...

Gruß Mike
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« Antworten #3 am: 25. Februar 2019, 18:51:30 pm »

Hallo Mike,

ja, der gefällt mir auch. Ohne eure Kommentare gelesen zu haben hätte ich auch mal spontan VWZ gesagt.

Liebe Grüße Daniel
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gefährliches Drittelwissen
Merowech
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« Antworten #4 am: 25. Februar 2019, 18:55:09 pm »

Ohne eure Kommentare gelesen zu haben hätte ich auch mal spontan VWZ gesagt.

Liebe Grüße Daniel

Das meinte ich auch.

Gruß Mero
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Grüße    MICHA   Und nutze den Tag - na ja ? - die Nacht auch !  zwinker
Merowech
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« Antworten #5 am: 25. Februar 2019, 18:56:02 pm »


ohne diesen schraffierten Rand ( wie nennt man diesen doch gleich noch ...)




Ahmt einen tordierten Draht nach. zwinker
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Grüße    MICHA   Und nutze den Tag - na ja ? - die Nacht auch !  zwinker
mike 81
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« Antworten #6 am: 25. Februar 2019, 19:02:12 pm »

Ahmt einen tordierten Draht nach. zwinker

 zwinker Danke  zwinker
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mike 81
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« Antworten #7 am: 25. Februar 2019, 19:06:28 pm »

@ Moderator:

anhand der vorherrschenden Meinung Bitte nach Mittelalter verschieben  Danke

Gruß Mike
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stratocaster
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« Antworten #8 am: 25. Februar 2019, 19:23:16 pm »

@ Moderator:

anhand der vorherrschenden Meinung Bitte nach Mittelalter verschieben  Danke

Gruß Mike

Warum?
Das Fundstück ist doch bei den Beschlägen (aller Epochen) gut aufgehoben.  Nixweiss

Gruß  winke winke

PS: Ich habe mal nachgesehen. Manche Saxscheidenniete stehen bei den Beschlägen
und manche beim Mittelalter. Soll mal "Beschlagsmoderator Merowech" entscheiden  zwinker
« Letzte Änderung: 25. Februar 2019, 19:29:02 pm von stratocaster » Gespeichert

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mike 81
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« Antworten #9 am: 25. Februar 2019, 19:55:21 pm »

Warum?
Das Fundstück ist doch bei den Beschlägen (aller Epochen) gut aufgehoben.  Nixweiss

Gruß  winke winke

PS: Ich habe mal nachgesehen. Manche Saxscheidenniete stehen bei den Beschlägen
und manche beim Mittelalter. Soll mal "Beschlagsmoderator Merowech" entscheiden  zwinker

War nur so ne Idee.  Schäm
Wo der Beitrag letztlich steht ist egal.
Bist du also auch für Saxscheidenniete ?

Somit erhärtet sich der Anfangsverdacht "Saxscheidenniete" !

Gruß Mike
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« Antworten #10 am: 26. Februar 2019, 10:10:00 am »

Soll mal "Beschlagsmoderator Merowech" entscheiden  zwinker

Bleibt hier !  zwinker
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Grüße    MICHA   Und nutze den Tag - na ja ? - die Nacht auch !  zwinker
stratocaster
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« Antworten #11 am: 26. Februar 2019, 10:45:29 am »


Bist du also auch für Saxscheidenniete ?

Somit erhärtet sich der Anfangsverdacht "Saxscheidenniete" !


Da bin ich leider kein Experte. Der Verdacht liegt nahe, aber:
Die von Wamers publizierten Saxscheidenniete sind viel einfacher gestaltet und nicht so aufwändig verziert.
Vielleicht schreibt noch jemand was.

Gruß  winke winke
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thovalo
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« Antworten #12 am: 26. Februar 2019, 11:45:48 am »

War nur so ne Idee.  Schäm
Wo der Beitrag letztlich steht ist egal.
Bist du also auch für Saxscheidenniete ?

Somit erhärtet sich der Anfangsverdacht "Saxscheidenniete" !

Gruß Mike


Hallo Mike!

Das ist ein Zierbeschlag.

Aus welchem Bundesland stammt das Stück überhaupt, damit man die Identifizierung und nähere Datierung ein wenig eingrenzen kann! (s. Schema zu einer Ansprache im angehangenen link S. 680)

Als "Niet" (s. Wikipedia) in technologischen Sinn kann man das Stück im vorliegenden Zustand nicht sicher identifizieren.

Warum fragst Du nicht einfach den zuständigen Archäologen und lässt uns die Antwort wissen?
Solche Fundbelege sind eh sehr sensibel zu behandeln und der Fundbeleg weist auf jeden Fall in eine früh datierende Richtung.

Sieht eindeutig nach stilisierten Tierstil aus: jeweils Korpus und Kopf von insgesamt drei Tieren im Kreis in derselben Ausrichtung (nach rechts). In der Kreismitte drei Vogelköpfe nach rechts. Fur das kleine Format hat der Handwerker das hervorragend gelöst!  Super

lG Thomas  winke winke


Literatur zum Tierstil/Tierornamentik:

https://www.academia.edu/11231260/Fallstricke_und_Glatteis_Die_germanische_Tierornamentik

« Letzte Änderung: 26. Februar 2019, 12:33:07 pm von thovalo » Gespeichert

Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
mike 81
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« Antworten #13 am: 26. Februar 2019, 12:53:55 pm »


Hallo Mike!

Das ist ein Zierbeschlag.

Aus welchem Bundesland stammt das Stück überhaupt, damit man die Identifizierung und nähere Datierung ein wenig eingrenzen kann! (s. Schema zu einer Ansprache im angehangenen link S. 680)

Als "Niet" (s. Wikipedia) in technologischen Sinn kann man das Stück im vorliegenden Zustand nicht sicher identifizieren.

Warum fragst Du nicht einfach den zuständigen Archäologen und lässt uns die Antwort wissen?
Solche Fundbelege sind eh sehr sensibel zu behandeln und der Fundbeleg weist auf jeden Fall in eine früh datierende Richtung.

Sieht eindeutig nach stilisierten Tierstil aus: jeweils Korpus und Kopf von insgesamt drei Tieren im Kreis in derselben Ausrichtung (nach rechts). In der Kreismitte drei Vogelköpfe nach rechts. Fur das kleine Format hat der Handwerker das hervorragend gelöst!  Super

lG Thomas  winke winke


Literatur zum Tierstil/Tierornamentik:

https://www.academia.edu/11231260/Fallstricke_und_Glatteis_Die_germanische_Tierornamentik



Servus Thomas,

Bundesland ist Bayern.  Und vom Archäologen habe ich gerade Antwort bekommen.
Er datiert den Saxscheidenniet ins 6. bis 7. Jhdt.  Bei der Darstellung ist er noch am grübeln.

Gruß Mike
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thovalo
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« Antworten #14 am: 26. Februar 2019, 13:07:34 pm »


Hallo Mike!

Auch ein SaxscheidenNIET hat einen Zierteil und den hat Du gefunden.

Ein NIET ist ein techologischer Terminus, etwas wird "vernietet", da beruft sich Dein Archäologe auf eine archäologische Terminologie, die  an dem Stück nicht (mehr) belegbar ist weil der entscheidende Teil, der die Funktion als NIET dokumentiert, fehlt. Aber der Fundbeleg wird schon in eine längere Reihe bekannter und vollständig erhaltener Vergleichsexemplare passen. Deshalb ist der Vergleich mit Funden aus einer Region von Bedeutung.
 
Leg ihm doch mal meinen Vorschlag der Bilderlesung vor! Kompliziert erscheint mir das nicht, sondern eher miniaturisiert vereinfacht fein umgesetzt.  It's cool man

Danke für die Rückmeldung!

Thomas  winke winke
« Letzte Änderung: 26. Februar 2019, 13:17:59 pm von thovalo » Gespeichert

Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
mike 81
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« Antworten #15 am: 26. Februar 2019, 15:25:17 pm »


Leg ihm doch mal meinen Vorschlag der Bilderlesung vor! Kompliziert erscheint mir das nicht, sondern eher miniaturisiert vereinfacht fein umgesetzt.  It's cool man

Thomas  winke winke

Servus Thomas,

 Ich Engel hab ich bei meiner Rückmail schon gemacht. Hoffe das war nicht zu forsch  Ich Engel ohne auf dein Einverständniss zu warten.
Bin gespannt, was er dazu Antwortet. Wenn ich deinen Vorschlag dem Bild gegenüberstelle, kann ich mir das gut vorstellen.
Dankeschön für deinen Vorschlag  Danke

Gruß Mike
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« Antworten #16 am: 26. Februar 2019, 16:11:31 pm »


Auch ein SaxscheidenNIET hat einen Zierteil und den hat Du gefunden.


Der Niet IST ein Zierteil, möglicherweise hat er auch Bestandteile der Scheide verbunden. Die Nietfunktion dürfte durch "Aufpilzen" des Dorns hergestellt worden sein. Mir sind auch keine zweiteiligen SSN bekannt. Natürlich ist er auch ein Beschlag.
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« Antworten #17 am: 26. Februar 2019, 16:35:19 pm »


Warum fragst Du nicht einfach den zuständigen Archäologen und lässt uns die Antwort wissen?


Hallo Thomas,

ich halte Bemerkungen dieser Art mittlerweile für überflüssig.  Nixweiss

Nachdem ich mir kürzlich Fundberichte aus BaWü angesehen habe, siehe hier
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,75645.msg471589.html#msg471589
kamen bei mir doch erhebliche Zweifel an der "Allwissenheit" mancher Archäologen auf.  zwinker

Meine für mich anfangs zuständige Archäologin war entwaffnend ehrlich zu mir,
als sie mir genau sagte, wovon sie Ahnung hat und wovon überhaupt nicht.
Das hilft bei der Zusammenarbeit und schafft Vertrauen.
Ist übrigens im gesamten Berufs- oder Privatleben ganz genauso.

Ich bin nachwievor von der "gesammelten" Sachkenntnis hier im Sucherforum begeistert. Super
Und dazu gehört auch die Zusammenarbeit und Rückmeldung von der Archäologie
einschließlich kritischen Hinterfragens.

Gruß  winke winke
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« Antworten #18 am: 26. Februar 2019, 19:58:24 pm »

Hallo Thomas,

ich halte Bemerkungen dieser Art mittlerweile für überflüssig.  Nixweiss

Nachdem ich mir kürzlich Fundberichte aus BaWü angesehen habe, siehe hier
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,75645.msg471589.html#msg471589
kamen bei mir doch erhebliche Zweifel an der "Allwissenheit" mancher Archäologen auf.  zwinker

Meine für mich anfangs zuständige Archäologin war entwaffnend ehrlich zu mir,
als sie mir genau sagte, wovon sie Ahnung hat und wovon überhaupt nicht.
Das hilft bei der Zusammenarbeit und schafft Vertrauen.
Ist übrigens im gesamten Berufs- oder Privatleben ganz genauso.

Ich bin nachwievor von der "gesammelten" Sachkenntnis hier im Sucherforum begeistert. Super
Und dazu gehört auch die Zusammenarbeit und Rückmeldung von der Archäologie
einschließlich kritischen Hinterfragens.

Gruß  winke winke

Ich finde das Du recht hast!

Aber manchmal verkürzt es auch das Rätselraten.
Es gibt immer Licht und Schatten, so und oder so.

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Derfla
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« Antworten #19 am: 04. März 2019, 01:33:48 am »

Hallo Strato!
Diese Fundberichte aus BW habe ich mal ganz durchgeschaut, sind ja insgesammt sehr interessant aber trotzdem mit nicht wenigen Fehlern behaftet bei der Bestimmung einzelner Fundstücke. Gerade dieser Beschlag, der eindeutig zu einem Gliedergürtel gehört, wurde explizit wegen seiner filigranen Bauweise nicht den Gliedergürteln zugeodnet. Aber gerade diese hatten zur Verstärkung auf der Rückseite ein Gegenblech das Vernietet wurde zur Verstärkung. Das zeigt aber, daß der Bestimmer sich mit diesen Gürteln nicht auskennt. Was mich dann aber verwundert hat, daß da noch Fingerlin dahinter stand, die sich damit aber besonders auskennen sollte. Wie heißt es doch so schön " errare humanum est" und das gilt auch für die Spezialisten. Man muß auch davon augehen, daß erst in den letzten Jahren viele Teile gefunden wurden, speziel von Suchen, die den Archäologen nicht zur Kenntnis kamen.
Derfla  winke winke
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« Antworten #20 am: 04. März 2019, 10:23:21 am »

Hallo Derfla

Damit keine Missverständnisse aufkommen:
Du meinst, dass der Beschlag aus diesem Beitrag (Bilder.ganz am Anfang) eindeutig
von einem Gliedergürtel stammt?
Ich mag das irgendwie nicht glauben.
Vielmehr sehe ich auch den Tierstil, so wie es Tovalo geschrieben hatte.

Gruß  winke winke
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« Antworten #21 am: 04. März 2019, 22:59:10 pm »

Nein, das meine ich nicht, sondern dem stimme ich auch bei. Ich meine bei dem PDF über die Funde in BW, daß hier so manches bestimmte Fundstück von der Einordnung her nicht stimmt und daß halt auch Spezielisten Fehler machen.
Derfla  winke winke
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« Antworten #22 am: 04. März 2019, 23:20:29 pm »

Dann ist alles klar.
Ich hatte Deinen Beitrag irgendwie missverstanden.  prost

Gruß  winke winke
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