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Autor Thema: Brandbestattung wohl BZ - UFK  (Gelesen 455 mal)
RockandRole
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« am: 11. Januar 2019, 10:57:28 am »

Servus Leute,

auf einer Fläche, wo ich letztes Jahr schon einige Fundkonzentrationen mit vorgeschichtlichen Scherben feststellen konnte, konnte ich kürzlich einige hochgepflügte Teile einer Brandbestattung dokumentieren. Wäre der Acker vorher mit Mais bestellt gewesen, wären mir die calcinierten Knochen wohl gar nicht aufgefallen. Die Stelle war nicht den Hauch verfärbt. Diesmal ist sogar ein aussagekräfiger Rand mit dabei, der wohl in die Bronzezeit oder Urnenfelderkultur datiert.
Mir hat mal jemand erklärt, mit solchen scharfen Knicks versuchte man Bronzegefäße nachzuahmen. Desweiteren haben wir bei uns in der Grabung von Mainaschaff einige Schalen mit solch ausgeprägten Rändern.

Das kleine Metallstück hat eine beachtliche Dicke und ist verbrannt und vollkommen durchpatiniert. Ich habe es mal mit dem Pinpointer getestet, es gibt nicht den Hauch eines Signals. Die Stelle ist bereits gemeldet und das restliche Material liegt dem Amt vor. Ich denke nicht, dass jetzt ein Grabungstechniker geschickt wird. Mal schauen wie die Reaktion ist.

Liebe Grüße Daniel
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« Antworten #1 am: 11. Januar 2019, 15:30:18 pm »

Moin Daniel,

muss nicht unbedingt eine Verfärbung zu sehen sein. Ich war letztes Jahr bei einer Notbergung von angepflügten Urnen, die sich nur durch Keramikfragmente und Knochenbrand abzeichneten. Und sich auch nur bei bewölktem Himmel bemerkbar machten.

Ich würde an Deiner Stelle, nochmal ganz intensiv die Fläche abgehen. Es liegt bestimmt nicht nur eine da und wenn mehrere auftauchen sollten, wird ein Grabungstechniker bestimmt raus kommen, wenigstens ist es bei uns so. Ob sie dann geborgen werden, ist eine andere Sache.  Unschuldig

Gruß
Gabi
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« Antworten #2 am: 11. Januar 2019, 16:26:14 pm »

Guten,

wie ich bereits gesagt habe, Absprache mit dem Amt treffen, ob du bis auf die Sohle des Pflughorizontes grabend darfst, in Pflugrichtung etwa 1 x 1 Meter graben, dann bekommst du mit etwas Glück den Befund in der Fläche, wenn noch etwas da sein sollte.  Mit etwas Glück zeigt sich im Planum ein schöner Befund mit mehreren Gefäßen und Metallfundnen, dann kommt bestimmt jemand vom Amt raus und unterstützt dich.
In der Regel kommt keiner und man darf selber eine Bergung (Blockbergung) durchführen. Gut dokumentieren ist hier das wichtigste, Schichtweise Fotos, und Zeichnen….

Wir durften dies in der Vergangenheit in Absprache mit dem Amt regelmäßig durchführen.
Hier noch mal der Beitrag dazu…

http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,61958.0.html

LG
Patrick
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« Antworten #3 am: 11. Januar 2019, 17:01:09 pm »

Moin Patrick,

wie unterschiedlich doch das in den Bundesländern ist !  zum Heulen

Gruß
Gabi

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« Antworten #4 am: 11. Januar 2019, 18:36:43 pm »

Servusle  winke winke

da gibt es noch mehr Scherben und auch Konzentrationen. Ich hab dieses Jahr auch schon wieder einige Fragmente finden können.

Da heute kurzer Tag im Amt war, bekomme ich Anfang nächster Woche eine Nachricht ob und wann jemand kommt. Meldung ist raus. Muss man mal abwarten wie die Kapazitäten sind. Ich würde mich freuen und dann auch sicher alte Bekannte sehen.

Ich glaube leider nicht, dass ich solche Aktionen selbst machen darf. Manchmal durchwühle ich aber die Oberfläche bis 10 cm um den Befund kleinflächig, um noch etwas zu erwischen was im Pflughorizont herumgeistert. Auch beim nächsten mal ist manchmal noch etwas abgeregnet. Das war bisher jedenfalls nicht verpönt und hat schon zu Anpassungen geführt. Erfahrungsgemäß kommt auf der gleichen Stelle im Nächsten Jahr nie so viel, wie wenn es frisch ausgepflügt ist. Wenn überhaupt was kommt. Teifer gehe ich ohne Erlaubis aber sicher nicht  Alarm !!!

Ich halte euch auf dem Laufenden

Liebe Grüße Daniel
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