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Autor Thema: wallfahrtsanhänger reinigen  (Gelesen 1326 mal)
solaire
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« am: 11. Dezember 2018, 09:09:51 am »

guten morgen zusammen,
vor einigen wochen habe ich diesen barocken wallfahrtsanhänger
(gnadenbild kevelaer) gefunden; alter vermutl. um 1660 und er
scheint zu einer der ersten wallfahrtsanhängerausgaben zu gehören,
welche dort ausgegeben wurden.
den fund habe ich bisher nur mit wasser gereinigt und nun überlege
ich, ob durch weiteres reinigen/versiegeln nicht noch etwas mehr
herauszuholen ist ...
da ich den anhänger aber nicht "verschlimmbessern" will, wollte ich vorher
kurz nachfragen, ob der weg mit "andres reinigungsstiften" und
"treborius wachsbalsam" der richtige ist?

oder besser finger weg und so belassen?

vlt. wurde soetwas hier im forum auch schon oft durchgekaut,
aber würde mich über den ein oder anderen tipp trotzdem
sehr freuen ... viele grüße!

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Wallfahrtsort Kevelaer um 1656 (verkürzt)

In der Weihnachtszeit des Jahres 1641, hörte der holländische Krämer
Hendrick Busman an einem Wegkreuz in der Kevelaerer Heide die
Stimme der Gottesmutter Maria, die ihm befahl: "An dieser Stelle sollst du mir ein Kapellchen bauen!".

Der Krämer ließ an der Stelle, direkt neben dem Kreuz, tatsächlich eine kleine Kapelle bauen.

Am 1. Juni 1642 wurde in der kleinen Kapelle ein Bild der Gottesmutter
"Trösterin der Betrübten" eingesetzt. Darauhin pilgerten viele Menschen aus
Geldern und anderen umliegenden Orten zum Heiligenhäuschen, um das Bild zu ehren
und zur Gottesmutter zu beten.

Es ereigneten sich dort Wunderheilungen, die von der katholischen Kirche als solche
anerkannt wurden; gegenwärtig werden jährlich etwa eine Million Pilger gezählt, die
sich zu einer Wallfahrt nach Kevelaer aufmachen.

quelle:http://www.kevelaer-wallfahrt.de

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Gratian
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Allwissend bin ich nicht doch viel ist mir bewusst


« Antworten #1 am: 11. Dezember 2018, 23:12:39 pm »

Zur Reinigung sage ich mal nichts dafür zum Anhänger selbst:

Das Stück ist beschrieben und abgebildet bei Ursula Hagen, Die Wallfahrtsmedaillen des Rheinlandes in Geschichte und Volksleben, Köln 1973

Unter Kaevelaer Nr. 2 Wallfahrtspfennig ohne Jahr (18. Jahrhundert) dort in Silber, es gibt das Stück aber auch in Messing in der Peus Sammlung  und in Museen in Brüssel und Den Haag.

Die Umschrioft lautet: ONS LIF VROV - WETO - KEVELAR Rückseite: IESVS MARIA IOSEPH Dargestellt der Heilige Wandel (zur Erläuterung Suchfunktion nutzen)

Wir haben hier also tatsächlich eine sehr frühe Medaille aus Kaevelaer vor uns deren Reinigung sicher lohnt...

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Gut Fund!   Ich Engel
Gratian

ANTE ROMAM TREVERIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS
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solaire
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« Antworten #2 am: 12. Dezember 2018, 10:43:57 am »

hallo und guten morgen gratian,
besten dank für deine informative antwort; ich hatte selbst auch schon etwas recherchiert,
bin da aber nicht ganz so fündig geworden ... interessant ist, dass die anhänger in versch.
materialausführungen hergestellt wurden, somit war für jede pilgergeldbörse etwas
passendes dabei; die stückzahl/auflage sollte dann für die damalige zeit entsprechend hoch gewesen sein ...

der anhänger war ein ackerfund; paßt jetzt zwar nicht ganz hier her, aber interessant finde ich,
dass der ein oder andere schutzpatronanhänger bewußt auf ackerflächen vergraben wurde,
um die felder vor dürre/missernten zu bewahren. somit ist dann nicht jeder medaillen-/anhängerfund
automatisch ein verlustfund. zur reinigung: ich denke ich werde mir mal die stifte bestellen
und vorher etwas testen, bevor ich an dem stück alles glatt schrubbe  Unschuldig
viele grüße!
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stratocaster
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« Antworten #3 am: 12. Dezember 2018, 11:57:23 am »

Was das Reinigen betrifft, ist die Frage, wie hartnäckig die Verkrustung ist?
Braucht man ein Skalpell oder reicht eine Bürste aus?

Hol Dir am besten im Baumarkt ein paar Pinselbürsten aus Stahl und aus Messing.
Eine Zahnbürste mit harten Borsten brauchst Du auch.
Dann Ausprobieren, ob die Verkrustung nass oder trocken besser weg geht.

Vor allem würde ich an einem wertlosen Fundstück mit vergleichbarer Verkrustung erst mal üben. belehr
Das erscheint mir am Wichtigsten.

Gruß  winke winke
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Das Sucherforum dankt all denen,
die zum Thema nichts beitragen konnten
und dennoch geschwiegen haben !
solaire
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« Antworten #4 am: 12. Dezember 2018, 12:12:06 pm »

hallo stratocaster,
prima und besten dank für deinen tipp,
ich werde heute am spätnachmittag direkt einmal
im baumarkt in meiner nähe vorbeischauen;
und ja, logo, ich werde natürlich erstmal an
anderen funden testen. soweit ich mich jetzt
erinnere, waren die verkrustungen nicht sonderlich
hartnäckig ...
werde beizeiten berichten, was daraus wurde.
grüße zurück  winke winke
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solaire
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« Antworten #5 am: 13. Dezember 2018, 08:28:11 am »

guten morgen zusammen,
mit dem feinen drahtpinselchen hat es ganz
gut gepasst; ein paar kleinigkeiten
werde ich noch nacharbeiten, aber
ein klein wenig mehr ist nun schon zu erkennen  Ein Auge drauf werfen
nochmals dank für die hinweise und tipps, viele grüße!
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Wiesenläufer
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« Antworten #6 am: 13. Dezember 2018, 15:27:14 pm »

Moin,

ist schon ein deutlicher Unterschied.   Ein Auge drauf werfen Den Tip werde ich mir auch mal merken.

 winke winke Gabi
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Allwissend bin ich nicht doch viel ist mir bewusst


« Antworten #7 am: 14. Dezember 2018, 00:20:45 am »

Da der Anhänger keine Patina hat kann man die hellen Stellen mit etwas Grafitstaub (Bleistift) wieder schön nachdunkeln...
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Gratian

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solaire
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« Antworten #8 am: 14. Dezember 2018, 07:46:24 am »

hallo gabi/gratian,
danke euch, gestern noch minimal nachgearbeitet
und ich sollte es jetzt wohl so belasssen ...
besonders erfreulich ist, dass nun feine details wie
faltenwürfe erkennbar sind. hätte gern noch ein
bild angehängt, aber meine kamera ist für diese
nahaufnahmen leider nicht gut genug.
jetzt überlege ich mir kaevelaer beizeiten mal anzusehen,
aber wohl nicht als pilger zu fuss, das ist mir dann doch echt
ne ecke zu weit  Unschuldig
gehabt euch wohl!
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