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Autor Thema: Abschlag mit Spitze  (Gelesen 258 mal)
feldspat
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« am: 06. Dezember 2018, 20:38:27 pm »

Hallo,
diesen Abschlag fand ich auf einem bandkeramischen Acker der schwäb. Ostalb.
Ist die Spitze eher zufälliger Natur oder könnte dies ein feiner Bohrer oder ähnliches sein?  Ein Auge drauf werfen
Beste Grüße
Christian
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StoneMan
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« Antworten #1 am: 06. Dezember 2018, 21:18:14 pm »

Moin,

diese Spitze ist durch einen sogenannten Angelbruch (PDF Seite 18  Ein Auge drauf werfen) entstanden.

Per Definition wäre es eine Klinge (mindestens doppelt so lang wie breit) - wenn es denn ein Artefakt wäre.
Es spricht aber nichts für ein Artefakt.

Gruß

Jürgen
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« Antworten #2 am: 06. Dezember 2018, 23:38:55 pm »

Was spricht denn dagegen? Gruss..
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StoneMan
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« Antworten #3 am: 07. Dezember 2018, 00:10:08 am »

Was spricht denn dagegen? Gruss..
Moin,

dass man mit einem natürlichen Stück Stein bohren kann nichts...

Nur wenn man weder Zurichtungs- noch Gebrauchsmerkmale vorfindet können wir es nicht als Artefakt bezeichnen.

Siehst Du denn mehr als ich? Ich bin nicht beratungsresistent.

Gruß

Jürgen
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« Antworten #4 am: 07. Dezember 2018, 00:59:00 am »

Eindeutige Merkmale einer menschlichen Bearbeitung kann ich zwar anhand der Fotos auch nicht erkennen, aber es könnte das Mittelstück einer Klinge sein. Ein Dorsalgrat ist doch vorhanden.

Gruß
Holger
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« Antworten #5 am: 07. Dezember 2018, 07:40:33 am »

Hallo Leute,

wenn die Fundstelle passt und es sich um eingetragenes Material handelt, würde ich da auch ein mediales Klingenfragment sehen.

Liebe Grüße Daniel
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Nanoflitter
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« Antworten #6 am: 07. Dezember 2018, 07:56:27 am »

Genau, ihr beiden, den Artefaktcharakter möchte ich dem Teil nicht absprechen, das dies kein Bohrer ist, ist ja klar. Mediales Klingenfragment. Gruss..
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psearch
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« Antworten #7 am: 07. Dezember 2018, 08:37:28 am »

Hallo,

ich würde auch sagen ein Klingenfragment ... eine Seitenansicht wäre noch gut.

MFG PSearch
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feldspat
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« Antworten #8 am: 07. Dezember 2018, 13:54:36 pm »

Servus,
anbei Bilder der Seitenansichten grins
Beste Grüße
Christian
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« Antworten #9 am: 07. Dezember 2018, 14:26:14 pm »

Moin,

...Ich bin nicht beratungsresistent.

dennoch bleibt es dabei, dass


man weder Zurichtungs- noch Gebrauchsmerkmale vorfindet...

und somit können wir es nicht als Artefakt bezeichnen.

Auch die neuen Bilder ändern daran nichts.

Es sind, wenn ich das recht sehe, auch keine Wallnerlinien vorhanden woran man Schlagrichtungen
erkennen könnte - das mag am Material liegen(?).

Man kann es sehr wohl als "mediales Klingenfragment" bezeichnen - nur fehlen an einem medialen Fragment naturgemäß beide Enden.
Somit sind weder Schlagflächenrest noch Bulbus vorhanden an denen man ein Artefakt festmachen könnte.

Klingenartige Abschläge, mit und ohne Bulbus, können auch auf natürliche Weise entstehen.

Liebe Leute, ich gehöre doch nicht zu denen, die ständig Mutter Natur oder John Deere ins Spiel bringen,
aber hier sehe ich kein Artefakt.

Dem Christian gönne ich natürlich Artefakte - ich lenke gerne ein.

Gruß

Jürgen
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Antoine de Saint-Exupéry
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« Antworten #10 am: 10. Dezember 2018, 18:42:01 pm »

Hallo Christian,

mir fiel ein Klingenfragment mit 'Bruch-Spitze' aus dem lokalen (baltischen) Feuerstein in die Hand.

Es hat von dieser Ausstattung her eine gewisse Ähnlichkeit mit dem von Dir hier gezeigten Fundstück,
welches hier diskutiert wurde.

Durch die feinere Textur des Materials sind hier Wallnerlinien und Radialstrahlen als Merkmal eines
Abschlags zumindest schwach zu erkennen.

Ich finde es spannend, welche Feuersteinarten bei Euch im Süden vorkommen.

LG

Jan
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« Antworten #11 am: 10. Dezember 2018, 23:40:40 pm »

Klingenartige Abschläge, mit und ohne Bulbus, können auch auf natürliche Weise entstehen.

Und auch Angelbrüche. Und fast das gesamte Spektrum an Ditsches.

Wobei man dann mal  darüber nachdenken kann, was der Unterschied zwischen "natürlich", "menschlich" oder geologisch überhaupt bedeutet. Ist doch eigentlich alles eins?
Egal, hier schliesse ich mich Jürgen an.

Mir sind jetzt die Böden auf der schwäbischen Ostalb nicht vertraut. Ich denke aber mal dass dort nicht unbedingt Lösböden oder sandige Böden ohne viele Steineinlagerungen vorherrschen. Die Böden mit Steinen sind erst ziemlich spät beackert worden (Holzpflug gegen Stein war eben unfair). Da hatte man dann vielleicht schon Metallwerkzeuge. Damit sind dann auch die Steine im Boden "bearbeitet" worden und dabei kamen sicher auch die oben gezeigten Produkte zustande.

Frohes 2019 allen, Fritz.
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