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Autor Thema: Symbol Ansprache auf der Schleensteinischen Karte  (Gelesen 341 mal)
Levante
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« am: 05. Dezember 2018, 10:02:37 am »

Hi,

auf der Karte befindet sich relativ häufig dieses Symbol.
Kann mir bitte jemand dessen Bedeutung mitteilen?

LG Patrick
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Mordar
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« Antworten #1 am: 05. Dezember 2018, 10:10:20 am »

 winke winke

Das müsste ein fest instalierter Galgen sein.

LG
Gerd
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« Antworten #2 am: 05. Dezember 2018, 10:10:30 am »

Wenn es häufig ist und daneben eine Kirche steht, könnte es ein Friedhofsymbol sein.
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archfraser
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« Antworten #3 am: 05. Dezember 2018, 10:21:39 am »

Galgen-Symbol, wie es sie auch bei der Ferraris-Karte gibt, müsste stimmen.

archfraser
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« Antworten #4 am: 05. Dezember 2018, 11:00:05 am »

Hi,

vielen Dank für die schnellen Antworten. Die „Schleensteinsche Karte der Landgrafschaft Hessen-Kassel (1705-1710)“ werde ich mir wohl  mal in Kopie besorgen müssen.

Im hier gezeigten Bildausschnitt befindet sich ja eine Kirchen (Kapelle) . Die dazugehörige Wüstung welche namentlich bekannt ist, wird bereits seit Jahrzehnten erfolglos gesucht, unter anderem von mir.  Dort wo sich auf der Karte der Schriftzug befindet habe ich die Flächen jedoch noch nicht flächig begangen.

LG

Patrick
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« Antworten #5 am: 05. Dezember 2018, 16:56:42 pm »

Moin Patrick,

kannst Du nicht auf alte Flurnamen zurückgreifen, die können manchmal auch weiter helfen. Z.B. " alte Dorfweide" kann auf eine in der Nähe befindliche untergegangene Ortschaft hindeuten. In meiner Gemarkung habe ich so einen Fall, den ich mir in der nächsten Zeit ansehen will.

Bei mir habe ich ein "Galgensymbol" zwischen zwei heutigen bestehenden Orten.

Gruß
Gabi
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« Antworten #6 am: 05. Dezember 2018, 17:23:04 pm »

kannst Du nicht auf alte Flurnamen zurückgreifen, die können manchmal auch weiter helfen. Z.B. " alte Dorfweide" kann auf eine in der Nähe befindliche untergegangene Ortschaft hindeuten.
Absolut richtig, Gabi! Flurnamen können sehr vieles erklären und auf Vergangenes hindeuten.

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« Antworten #7 am: 05. Dezember 2018, 18:48:45 pm »

 winke winke

Schau mal hier:
https://www.neuss.de/leben/stadtteile/rosellen/die-vergangenheit-1/bilder/Situationsplan-1586.jpg
Zwischen der Schanze und der Kirche von Grimlinghausen und VDESHEIM (Üdesheim) befindet sich so ein Zeichen. Bezeichnenderweise liegt genau dort der Reck(!)berg. Eine bekannte römische Wüstung/Trümmerstelle, die wahrscheinlich um 1586 noch deutlich im Gelände erkennbar war. Eine historische Quelle fand sich aber bislang nicht zu einem Galgen. Allerdings stand das Gelände unter einer geteilten Sondergerichtsbarkeit, die sich Kurköln und Jülich-Berg teilten vielleicht findet sich in dieser Richtung mal was...

 winke winke
Gerd
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« Antworten #8 am: 05. Dezember 2018, 20:42:59 pm »

Absolut richtig, Gabi! Flurnamen können sehr vieles erklären und auf Vergangenes hindeuten.

Pardon, aber das muß ich jetzt loswerden:

Mein Vater kam aus Burow an der Tollense.
Dort gab es ein Flurstück mit dem (inoffiziellen) Namen "Fullscheeten Emmer"  Unschuldig
Das erklärt vieles und deutet auf Vergangenes hin  Frieden?
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und dennoch geschwiegen haben !
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« Antworten #9 am: 05. Dezember 2018, 23:12:26 pm »

Pardon, aber das muß ich jetzt loswerden:

Mein Vater kam aus Burow an der Tollense.
Dort gab es ein Flurstück mit dem (inoffiziellen) Namen "Fullscheeten Emmer"  Unschuldig
Das erklärt vieles und deutet auf Vergangenes hin  Frieden?

 Big grinsing
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« Antworten #10 am: 06. Dezember 2018, 07:21:28 am »

Guten Morgen,

die Beachtung der Flur Namen gehört zum kleinen 1x1.  Die Andreaskapelle von Kleinvach und die dazugehörige Wüstung Wettingendorf, haben jedoch in unserer Region einen Sonderstatus was die Wüstungs Forschung angeht, hier sind schon Generationen von Forschern auf der Suche.
Die Andreaskapelle wurde noch im 30 jährigen Krieg als Siechenhaus verwendet und steht deshalb vermutlich noch heute. Auf dem Friedhof fand sich ende des 19. (Anfang des 20.) Jh. ein Münzschatz von dem heute nichts mehr vorhanden ist.  
Die zugehörige Siedlung ist trotz intensiver Suchen bis heute nicht gefunden. So ungewöhnlich es sein mag, möglicherweise befinden sich die Dorf Wüstung oberhalb der Kapelle in einem kleinen Wäldchen.  Oder auch in der Werra Aue und ist heute von Schwemmsanden überlagert.
Im näheren Umfeld der Kapelle finden sich immer mal wieder steinzeitliche Artefakte, jedoch keinerlei zeitspezifische Keramik zu der Wüstung Wettingendorf.

Historische Namensformen:
•   Wetigindorf (1297) [Schmidt Urkundenbuch Eichsfeld Nr. 764]
•   Wecyndorf, zu (1354)
•   Wetyndorf, zu (1357)
•   Wetchendorff (um 1377)
•   Wettigendorf [Reimer]

Grundherrschaft und Grundbesitzer:
•   1338: Berthold genannt Eselskopf verpfändet dem Hermann von Netra genannt von Vach sein Gut zu Wettingendorf.
•   1354: Die von Eselskopf verkaufen ihre 2 Teile zweier Fischweiden zu Wettingendorf an die von Netra.
•   1357: Die von Eselskopf verkaufen an Otto von Netra ihr gesamtes Gut und Recht zu Wettingendorf.
•   1596: Tobias Homberg zu Vach mit den heimgefallenen Lehen der von Netra nach deren Aussterben durch Hessen belehnt



Lage und Verkehrslage:
4 km südlich von (Bad Sooden-) Allendorf gelegen
1 km südlich von Kleinvach gelegen, oberhalb der Werra am Wettigenstein
Flurname: "Vorm Wetzsteine, "Vor, bei der Kirche"

Ersterwähnung:
1297


Obwohl der Lagis Eintrag den Eindruck vermittelt, dass die Wüstung lokalisiert sei, ist dies nicht der Fall. Denn die Flurnamen helfen hier nicht weiter.  mhh grübel



LG

Patrick
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2018, 07:27:02 am von Levante » Gespeichert

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« Antworten #11 am: 06. Dezember 2018, 13:41:26 pm »

Moin Patrick,

 Frieden? "..die Beachtung der Flur Namen gehört zum kleinen 1x1." 

Ist mir schon klar, dass Du das weißt!

 Ich habe hier ein ähnliches Problem mit einer "ziemlich" genauen Lagebeschreibung eines im 13. Jh. verkauften Gehöftes/Dorfes zur Gebietserweiterung einer anderen Gemeinde. Nur mit dem Unterschied, hier habe ich keine historischen Flurnamen dazu. Nur Ansatzweise ein paar Funde die in die Zeit passen können. Und in meiner eigenen Gemeinde ist eine Dorfwüstung mit der Bezeichnung "Oldendörp" vermerkt, deren Lage Richtungsmäßig bekannt ist. In der Nähe gibt es den Begriff "Weide", der vor 1760 noch Dorfweide genannt wurde und inzwischen im Wald liegt. Das könnte durchaus damit im Zusammenhang stehen und daher mein (nicht anmaßend) gemeinter Hinweis auf die Flurnamen.

Gruß
Gabi
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« Antworten #12 am: 07. Dezember 2018, 07:57:52 am »

Moin Patrick,

 Frieden? "..die Beachtung der Flur Namen gehört zum kleinen 1x1." 

Ist mir schon klar, dass Du das weißt!

 Ich habe hier ein ähnliches Problem mit einer "ziemlich" genauen Lagebeschreibung eines im 13. Jh. verkauften Gehöftes/Dorfes zur Gebietserweiterung einer anderen Gemeinde. Nur mit dem Unterschied, hier habe ich keine historischen Flurnamen dazu. Nur Ansatzweise ein paar Funde die in die Zeit passen können. Und in meiner eigenen Gemeinde ist eine Dorfwüstung mit der Bezeichnung "Oldendörp" vermerkt, deren Lage Richtungsmäßig bekannt ist. In der Nähe gibt es den Begriff "Weide", der vor 1760 noch Dorfweide genannt wurde und inzwischen im Wald liegt. Das könnte durchaus damit im Zusammenhang stehen und daher mein (nicht anmaßend) gemeinter Hinweis auf die Flurnamen.

Gruß
Gabi


Guten Morgen Gabi,

so habe ich es auch nicht aufgefasst. Die Wüstungs-Forschung ist ein nicht ganz so einfaches Thema. Nach meinen bisherigen Erfahrungen findet man die gesuchten Wüstungen meist nicht da wo sie sein sollten. Oder man findet andere Wüstungen welche man aber keinem Namen zuordnen kann. Bei gesuchten Hofstellen gestaltet sich die Suche meist noch schwieriger. Meist begehe ich gerade im Wald oder am Waldrand die Bäche um den Wüstungen auf die Spur zu kommen. Aber wenn es keine Bäche gibt…..

Wenn man jedoch auf Mittelalterliche Keramik abfährt, so wie meine Frau und Ich, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Wüstungen und deren Töpfereien zu untersuchen.

LG

Patrick  winke winke
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