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Autor Thema: Lochstein / Kern  (Gelesen 215 mal)
Steinkopf
König
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Beiträge: 2124


« am: 08. November 2018, 10:18:09 am »

Hallo,

schon vor längerer Zeit hob ich diesen Stein wegen der sichtbaren Abschlagnegative
in Jütland auf. Zeitlich ist er wohl der Erteböllekultur zuzurechnen. Die Schlagflächhe
ist nicht präpariert - auch die Rückseite ist natürlich entstanden.

Typologisch ein Kernstein - mit einem natürlich entstandenen Loch in der Mitte.

Als Abschlag- oder Klingenkern hatte dieses Objekt kein großes Potential zumal
Flint als Rohstoff in besserer Qualität dort reichlich vorhanden war.

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass die Abschläge diesem Lochstein die gewünschte Form
geben sollten - aus welchen Gründen auch immer.

Von einem mesolithischen Fundplatz im Elbe-Weser-Dreieck stammt ein zweiter 'Kern'.
Auch bei diesem Stück mag es wohl eher um die Formgebung als um den Abbau von
Klingen oder Abschlägen gegangen sein.
Dieser Lochstein/Kern ist auf dem letzten Bild zu sehen.

Mir ist klar, dass diese Sichtweise spekulativ ist - aber es spricht mehr dafür als dagegen.

LG

Jan
 
« Letzte Änderung: 08. November 2018, 16:47:34 pm von Steinkopf » Gespeichert
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« Antworten #1 am: 10. November 2018, 01:01:48 am »


Ich halte es für wahrscheinlicher, dass die Abschläge diesem Lochstein die gewünschte Form
geben sollten - aus welchen Gründen auch immer.
 

Hallo Jan, hallo Forum,

kann ja sein, dass die Erteböllekultur schon starke Raucher gepflegt hat.  winke winke

Aber ich bin davon überzeugt, dass neben den großen Superwerkzeugen auch jeder brauchbare Abschlag von Wert war. Wenigstens für die, die vielleicht nicht zur Elite gehörten. Und die soll es ja auch im Norden gegeben haben. Der Zugriff zu den guten Rohstoffen war bestimmt nicht allen gewährt. Dafür sind und waren wir ja alle Primaten. Nur so ein paar Gedanken.

Schönes Wochenende. Fritz.
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Marienbad
Moderator
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Beiträge: 2586



« Antworten #2 am: 10. November 2018, 15:16:23 pm »



Als Abschlag- oder Klingenkern hatte dieses Objekt kein großes Potential zumal
Flint als Rohstoff in besserer Qualität dort reichlich vorhanden war.

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass die Abschläge diesem Lochstein die gewünschte Form
geben sollten - aus welchen Gründen auch immer.

Von einem mesolithischen Fundplatz im Elbe-Weser-Dreieck stammt ein zweiter 'Kern'.
Auch bei diesem Stück mag es wohl eher um die Formgebung als um den Abbau von
Klingen oder Abschlägen gegangen sein.
Dieser Lochstein/Kern ist auf dem letzten Bild zu sehen.

Mir ist klar, dass diese Sichtweise spekulativ ist - aber es spricht mehr dafür als dagegen.

LG

Jan
 

Moin Jan,

ich bin deiner Meinung bei diesem Fundstück.
Bei einigen Versuchen habe ich fast identische Stücke hergestellt, wollte die natürlichen Löcher nutzen um
Schmuckanhänger daraus zu fertigen.
Die größeren Flintknollen mit diesen Löchern eignen sich teilweise recht gut dafür. Selbst kleine Hühnergötter sind dafür geeignet.
Aus Oldenburg OH kenne ich zwei Kugelkeulen aus Flint von einer Grabung, eine davon war noch geschäftet.
Die Abmessungen von deinem Fund könnten passen um eine "Vorarbeit" für so eine Geröllkeule zu vermuten.

Herzlichen Gruß von der Ostseeküste.  winke winke
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