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Autor Thema: Stadtkerngrabung  (Gelesen 3711 mal)
Ruebezahl
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« am: 26. Mai 2003, 09:16:13 am »

Hier mal Bilder von einer Stadtkerngrabung. Am Wochenende war die Öffentlichkeit eingeladen. Hier mal ein paar Bilder dazu:

1. Das Grabungszelt und der Container für den Erdaushub

2. Im Grabungszelt war die Mittelalterliche (12. Jh) Laufhorizont mit Kloaken zu sehen.

3. ein Brunnen aus dem MA
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« Antworten #1 am: 26. Mai 2003, 09:26:39 am »

An Funden waren vor allem schöne vollständig erhaltene MA-Kugeltöpfe und Keramik zu bestaunen. Auch Fragmente von verzierten mittelalterlichen Gläsern wurden gefunden. Metallfunde waren dagegen eher selten und auch in schlechter Erhaltung.

4. Das Grabungsareal mit Mauerresten einer Kemenate (festes mittelalterliches Haus)

5. Eine Kloake mit den Resten einer Spaltbohlenauskleidung. Die mittelalterlichen Kloaken wurden nicht gelehrt ! Waren sie voll, wurde eine neue gegraben.

6. Eine aktuelle Grabung in einer Kloake mit einem Kugeltopf
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« Antworten #2 am: 26. Mai 2003, 10:52:39 am »

Hallo Rübezahl,

bei den mir bekannten Grabungen war es auch oft das gleiche Bild: viel Keramik, wenig Metall. Wenn Münzen, dann meist Taler aus Hortfunden, aber kaum Kleinteile. Ich werde nie verstehen, warum bei solchen Grabungen keine Metalldetektoren eingesetzt werden, in dem alten Siedlungsschutt liegen wirklich die Münzen dutzendweis. Ein aufmerksamer Bauherr (Bekannter) hat bei der Sanierung seines Hauses aus dem 18. Jhdt. allein 15-20 Münzen des 17-19. Jhdts. nur mit den Augen gefunden. Was da so alles auf der Erdstoffdeponie verschwindet...

Adios Bert
« Letzte Änderung: 23. Mai 2006, 19:56:25 pm von Bert » Gespeichert
Ruebezahl
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« Antworten #3 am: 26. Mai 2003, 14:11:22 pm »

Hi Bert,
daß hat wohl mit den heutigen Grabungstechniken zu tun. Dabei wird nicht mehr schichtenweise großflächig gegraben. Vielmehr richtet man sich wohl heute nach den zu erkennenden oft unregelmäßigen Schichtungen und gräbt entlang dieser. Wenn man dann nach einem Signal von einer Sonde graben würde, käme unter Umständen alles durcheinander.
Und auf Funde aus dem Aushub sind die Archäologen überhaupt nicht scharf. Zum einen sind die Stücke ja eh aus dem Zusammenhang gerissen, zu anderen würden sie sich wohl ärgern, was sie alles so übersehen haben !
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« Antworten #4 am: 26. Mai 2003, 16:14:33 pm »

Mit der heutigen Grabungsmethode hast du sicher recht. Wenn da einer auf dem Planum rumhäckelt, implodiert der Grabungstechniker sicher.

Das Missachten der Funde aus dem Aushub ist aber nicht so recht nachzuvollziehen, Archeologen freuen sich ja nun auch über gute Metallfunde. Manche Funde (besonders personifizierbare, wie z.B. Siegel) können auch nur in Verbindung mit dem Fundort schon eine ganze Menge aussagen. Vermutlich wird es am Ende am Personal und der Technik hängen, schließlich müsste einer dauerhaft nur zum Sondeln abgestellt werden, wenn der Aushub halbwegs vollständig kontrolliert werden soll. Und um das durchzusetzen, fehlen dann wahrscheinlich einfach die Leute.

Adios Bert
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