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Autor Thema: Hohlweg-Strukturen im Pfälzerwald  (Gelesen 333 mal)
stratocaster
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« am: 03. Dezember 2019, 19:29:02 pm »

Es handelt sich nicht um "echte" Hohlwege, sondern um schräg bergablaufende
parallele Bodensenken mit steilen Flanken, die Hohlwegen ähneln.
Diese hatte ich mit unserem Hund mehrfach erwandert und darüber berichtet.

http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,55527.0.html
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,66423.0.html
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,63322.0.html

In diesen "Hohlwegen" wurde offensichtlich Sandstein abgebaut und transportiert;
es liegt auch alles voll von roten Sandsteinresten.
Mit ausdrücklicher Erlaubnis der ehemals für mich zuständigen Archäologin war ich
auch mit der Sonde dort, hatte aber überhaupt nichts bunt- oder edelmetallisches gefunden.

Nun habe ich kürzlich im geoportal-rlp die Schummerungskarten entdeckt.
Die Auflösung ist mit 10 m pro pixel eher lausig; kein Vergleich mit dem Bayernviewer  zum Heulen

Aber "meine" Hohlwege zeichnen sich ganz gut ab, siehe z.B. der rot eingekreiste Bereich
und andere Stellen auch. Mal sehen, ob irgendwann bessere Schummerungskarten öffentlich
zugänglich sind.

Gruß  winke winke
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hargo
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« Antworten #1 am: 04. Dezember 2019, 00:33:38 am »

Handelt es sich dann nicht eher um eine Art Tagebau?

mfg
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stratocaster
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« Antworten #2 am: 04. Dezember 2019, 09:10:25 am »

Handelt es sich dann nicht eher um eine Art Tagebau?

mfg

Sicherlich!
Hatte ich vergessen zu schreiben.
Sandsteinabbau war und ist nie unterirdisch.
Am Rand des Pfälzerwaldes bei Bad Dürkheim ist einer der größten antiken Steinbrüche
nördlich der Alpen (Kriemhildenstuhl).
https://de.wikipedia.org/wiki/Kriemhildenstuhl
Man kennt auch andere Reste römischen Sandsteinabbaus, wie z.B den Krummholzer Stuhl (Bild 1)
Meine Hypothese ist, dass man für den Abbau kleinerer Sandsteinbrocken diese Hohlwege gegraben hat
und diese auch für den Abtransport abwärts genutzt hat.
Einige dieser Hohlwege haben ja auch die römischen Wagenspuren (Bild 2).
Unterhalb des Krummholzer Stuhls ist ein ganz ausgeprägter langer Hohlweg,
sicherlich zum Abtransport genutzt (Bild 3).

Gruß  winke winke
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2019, 09:45:32 am von stratocaster » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 04. Dezember 2019, 10:20:15 am »

Hallo,
der Denkmalatlas Bayern sagt an dieser Stelle z.B.
Schürffelder Latenezeitlich!
Eine Besichtigung vor Ort sagt mir mehrfach gewechselte alte Hohlwege entlang der Donau.

Gruß
Peter
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stratocaster
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« Antworten #4 am: 04. Dezember 2019, 10:46:33 am »

Danke für das Beispiel  winke winke
Entlang der Donau dürfte es sicher eher flach sein (Raum Ingolstadt?)
Meine Beispiele sind aus dem nördlichen Teil des Pfälzerwaldes.
Dort ist es eher steil und schroff. Meine Bilder geben das nicht so her.
"Meine Hohlwege" sind nie eben sondern gehen immer bergab/bergauf.
Der Weg im Bild oben mit meinem Hund geht ziemlich steil bergauf.
Insurgent kann das bestätigen ; er war einmal mit dabei  winke winke

Gruß  winke winke
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« Antworten #5 am: 04. Dezember 2019, 10:52:02 am »

Danke für das Beispiel  winke winke
Entlang der Donau dürfte es sicher eher flach sein (Raum Ingolstadt?)
Meine Beispiele sind aus dem nördlichen Teil des Pfälzerwaldes.
Dort ist es eher steil und schroff. Meine Bilder geben das nicht so her.
"Meine Hohlwege" sind nie eben sondern gehen immer bergab.

Gruß  winke winke

nein Flach ist es hier nicht!
Es handelt sich um das linksseitige Ufer Richtung Kelheim und dort ist es ordentlich hügelig mit teils schroffen Felsen wobei genau dieser Bereich noch gemäßigt ist.

Gruß
Peter
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