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Autor Thema: Restaurationsversuch Bleimarke  (Gelesen 1311 mal)
Schwabe
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« am: 05. September 2018, 18:54:33 pm »

Da ich im Besitz einer Bleimarke aus einem Bodenfund bin, die ich von Bleicarbonat befreien wollte, habe ich im Internet recherchiert, um zu erfahren welche Möglichkeiten es gibt. Bleicarbonat ist ja nun einmal grundsätzlich nicht wasserlöslich. So habe ich mich zu einem Versuch mit  Dinatrium-EDTA Dyhidrat entschlossen.
Das weiße Pulver konnte ich über das Internet innerhalb von 3 Tagen problemlos besorgen.

In 0,33 Liter warmes Wasser verrührte ich einen gestrichenen Teelöfel des Pulvers. Danach kam die Marke hinein. Es bilden sich auf der Oberfläche feine Gasbläschen, die ich mit einem Pinsel entfernte. Nach ca. 3,5 Stunden war die helle bzw. gelbliche Bleicarbonatschicht entfernt. Die Münze wurde entfernt als das Blei noch dunkel war, und anschließend mit einem Küchenpapier vorsichtig abgerieben, so dass die erhabene Struktur als blankes Metall hervortritt. Nach dem Trocknen wurde die Marke mit Wachs behandelt.

Ich kann es jedem empfehlen einmal zu probieren. Vielleicht erst einmal mit einem weniger wichtigen Objekt versuchen. Ich nahm auch erst einmal eine Bleikugel. Je wärmer das Wasser, desto schneller läuft die Reaktion ab. Man sollte den Prozess überwachen um das Objekt rechtzeitig entnehmen zu können.

Einseitig geprägte Bleimarke mit Doppeladler:
Bild 1: Nach der Reinigung mit Wasser
Bild 2: Nach der Entnahme aus der EDTA-Lösung
Bild 3: Nach der Behandlung mit Wachs
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Colobus
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« Antworten #1 am: 05. September 2018, 19:39:34 pm »

Das Resultat kann sich sehen lassen, alle Achtung, werde ich auch mal versuchen, nachdem ich weiß was Dinatrium-EDTA Dyhidrat ist und wo ich es her bekomme.

Gruß Colobus
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mike 81
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« Antworten #2 am: 05. September 2018, 19:50:28 pm »

Ist doch ein tolles Resultat  Super
Dankeschön für den Tipp  Danke

Gruß Mike
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Sich regen bringt Segen
RockandRole
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« Antworten #3 am: 05. September 2018, 19:50:38 pm »

Servus Schwabe,

ja das kann sich sehen lassen. Ich sehe Bleifunde immer als irgendwie giftig an. Wenn das Bleicarbonat weg ist, müsste man ja relativ sicher sein!?!
Hast du draußen gemacht, oder. Das Gas müsste ja auch eher nicht so bekömmlich sein.

Liebe Grüße Daniel
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gefährliches Drittelwissen
Schwabe
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« Antworten #4 am: 05. September 2018, 22:00:50 pm »

Ja, ist eigentlich ganz einfach. Man muß nur aufpassen, den richtigen Zeitpunkt zur Entnahme aus der Lösung nicht zu verpassen. Ich hatte den Hinweis in einem alten Buch gefunden.

100g Pulver bekommt man übrigens für weniger als 10,00 EUR (inkl. Versand). Da kann man einiges damit anfangen.

Blei ist natürlich nie gesund, auch wenn das giftige Bleicarbonat entfernt wurde.

Eine anschließende Behandlung mit Wachs ist auf jeden Fall zu empfehlen, damit eine "Versiegelung" zur Verringerung der Korrosion erfolgt. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Details noch ein klein wenig besser wurden, kann mich aber auch täuschen. Dei Farbe ändert sich vom leicht bläulichen in Richtung Anthrazit, was natürlicher wirkt.

Allen, die es probieren, wünsche ich viel Erfolg!


VG Daniel
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erhald
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« Antworten #5 am: 19. Oktober 2018, 20:51:29 pm »

Den gleichen Effekt erzielt man mit Essig.
Den Tip hatte ich, glaube ich, sogar von hier.
Ich versuchte es mit Musketenkugeln, bevor ich mich über vermeintlich interessantere Teile wagte. Klappt super.

Gruß
Ronald
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