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Autor Thema: Vorgeschichtliche Randstücke 1 + 2  (Gelesen 261 mal)
animus
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« am: 07. August 2018, 17:56:52 pm »

Hallo zusammen

Das sind die ersten beiden von einigen vorgeschichtlichen Randstücken, die ich euch gern zeigen würde.

Ich weiß das es meisten wieder zu unspezifisch sein wird, aber vielleicht könnt ihr mir ja etwas dazu sagen? Vielleicht erkennt ihr bestimmte Formen wieder? Bei Randstück 2 finde ich z.B. sehr auffällig, dass es oben eher flach ist, wo die meisten doch gerundet sind.

Gefunden sind diese wieder in der Mitte Sachsen-Anhalts auf meiner Fundstelle mit Siedlungen von wahrscheinlich mehreren vorgeschichtlichen Kulturen + einer Wüstung aus dem Hochmittelalter.

Daniel
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« Antworten #1 am: 07. August 2018, 18:39:06 pm »

Sieht sehr mittelalterlich aus.. aber ohne Gewähr. VG sind in der Regel nicht so klar profiliert. Gruss..
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thovalo
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« Antworten #2 am: 07. August 2018, 19:17:30 pm »



Hmm,

könnte das nicht slawische Irdenware sein?


Du brauchst Jemanden der sich in Sachsen-Anhaltinischer Keramikgeschichte auskennt.
Ich komme vom rechten Niederrhein, da sind die Traditionen in Formgebung und Magerung von Irdenwaren andere.

lG Thomas  winke winke
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Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
steinwanderer
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Lewer duad üs Slav


« Antworten #3 am: 07. August 2018, 20:02:19 pm »

Moin Daniel,
in Schleswig-Holstein gefunden würden sie dem Neolithikum angehören.
Gruß Klaus
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Lewer duad üs Slav
animus
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« Antworten #4 am: 07. August 2018, 20:12:05 pm »

Moin Daniel,
in Schleswig-Holstein gefunden würden sie dem Neolithikum angehören.
Gruß Klaus

Wieso würdest du die so einordnen?

Daniel
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Lewer duad üs Slav


« Antworten #5 am: 08. August 2018, 07:08:55 am »

Moin Daniel,
ich habe einen Platz auf dem ein plattgepflügter Grabhügel ist und dort habe ich schon einige Kilo an Scherben finden können. Dort sind die Randscherben mit den Deinigen vergleichbar. Auch die grobe Magerung ist identisch.
Gruß Klaus
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Lewer duad üs Slav
Herlitz
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« Antworten #6 am: 08. August 2018, 10:01:26 am »

Hallo Daniel,

täuscht mich der Eindruck, die Scherbe könnte hartgebrannt sein? Dann ist sie mittelalterlich.
  Ein Auge drauf werfen Sven
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Levante
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Wer suchtet der findet....


« Antworten #7 am: 08. August 2018, 10:22:45 am »

Moin,

ich verstehe wieso ihr anhand der Randformen an Mittelalter denkt, theoretisch ähnlich Kachelrändern des 12.bis 14.Jahrhudnerts.

Der Scherben, Wanddicke des Scherbens sowie die Magerung passen hier jedoch eher nicht.

Jedoch wenn ich meine Randformen im Kopf durchgehe habe ich nichts ähnliches in Vorgeschichtlicher Zeit.

LG

Patrick
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Nicht nur ein Scherben (Keramische Fragmente) Sucher sondern auch ein Scherben (Keramische Fragmente) Finder. grins
animus
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« Antworten #8 am: 08. August 2018, 10:30:17 am »

Also erstes sollte ich wohl nicht mehr 2 verschiedene Scherben aufeinmal posten, das verwirrt wohl eher.

Ich denke ihr redet von Randstück 1 also dem oberen, nicht der Schwarzen, richtig?

Die Obere ist ja zerbrochen, da sieht man innen die Magerung sehr gut, hab nochmal ein Bild gemacht.

Daniel
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thovalo
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« Antworten #9 am: 08. August 2018, 19:46:54 pm »


 winke winke

Die slawische Keramik hat durchaus auch die Tendenz auch urgeschichtlich zu wirken, aber ohne weitere Zusammenhänge bringt die Ansicht solcher weitgehend unspezifischen Keramikfragmente nicht weit, wenn man selber nicht aus der Region kommt und die üblichen Variaetäten kennt


lG Thomas
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Levante
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« Antworten #10 am: 08. August 2018, 20:39:29 pm »

winke winke

Die slawische Keramik hat durchaus auch die Tendenz auch urgeschichtlich zu wirken, aber ohne weitere Zusammenhänge bringt die Ansicht solcher weitgehend unspezifischen Keramikfragmente nicht weit, wenn man selber nicht aus der Region kommt und die üblichen Variaetäten kennt


lG Thomas

So ist es leider, Daniel du musst zum Archäologen und uns mit Hintergrundinformationen versorgen.  winke winke It's cool man
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animus
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« Antworten #11 am: 09. August 2018, 08:42:06 am »

So ist es leider, Daniel du musst zum Archäologen und uns mit Hintergrundinformationen versorgen.  winke winke It's cool man

Ja, das muss alles definitiv einem Archäologen vorgelegt werden. Hab dem Gebietsreferenten für meinen Bereich schon geschrieben, wobei es da erstmal um die Sache mit dem gefundenen Urnengrabfeld geht. Er scheint aber im Urlaub zu sein.

Generell ist es auch so, das mir hier wirklich alles irgendwie weiterhilft, da ich ja noch am Anfang stehe. Auch so simple Sachen, z.B. das sehr dickwandige Scherben vermutlich zu Vorratsbehältern gehörten. Wenn ich dann später mal schaue, wo kommen genau diese dickwandigen Scherben vor, lässt sich vielleicht sogar ein Wirtschaftsbereich erkennen etc. alles hilft irgendwie weiter, auch wenn keine klare Ansprache möglich ist.

Nochmal kurz allgemein zu meinen Fundstücken. Bin ja dabei die alle zu katalogisieren. Und das ist eine Menge Arbeit, weil es nicht um ein paar dutzend, oder ein paar hundert, sondern um insgesamt über 1000 geht (alles zusammengenommen). Und genau deswegen ist es auch nötig das erstmal einigermaßen aufzuarbeiten, bevor ich das abgeben kann.

Denn wenn man mal realistisch ist, im Landesamt wird nicht die Zeit da sein, sich eingehend und umfangreich mit der Sache und den Funden zu beschäftigen. Einfach weil die Zeit dafür nicht da ist. Ich denke daher, dass es wichtig ist, dass ich das alles so gut es mir als Laie möglich ist, aufarbeite, dokumentiere und meine „Ergebnisse“ vorlege. Ich denke ich habe hier ein nicht ganz unbedeutendes Fundgebiet. Nicht nur weil es so groß ist (bisher 35ha und ich hab die Ausdehnung nach Süden und Westen noch nicht bestimmt), sondern auch weil es verschiedene Epochen sind. Nur ein paar hundert Meter entfernt dann wahrscheinlich 2 Urnengrabfelder aus der Eisenzeit mit einem Bereich zwischen den Feldern, wo ich Gruben und auch Einzelgräber erkennen würde. Auch nur ein paar hundert Meter entfernt befindet sich vermutlich eine Kreisgrabenanlage (die schon bekannt ist, aber nicht sicher meiner Meinung nach, konnte sie auch nicht nachweisen anhand von Luftbildaufnahmen bisher. Gibt da nur ein Google Earth Bild).

Lange Rede kurzer Sinn. Ich möchte bei Abgabe aufzeigen, dass es sich um eine bedeutende Fundstelle handelt, die bis auf die eventuelle Kreisgrabenanlage, bisher nicht bekannt ist.

Und ihr helft mir da doch ganz enorm weiter, eben auch wenn es nicht immer klare Ansprachen gibt 

Daniel
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