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Autor Thema: Meteorit!  (Gelesen 671 mal)
Holgerich
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« am: 27. April 2018, 22:47:55 pm »

Grüß Gott, meine lieben Freunde!

Jetzt möchte ich euch gern den Meteoriten zeigen den ich vor einiger Zeit in meiner Heimat  in Mittelschwaben auf einem Acker gefunden habe!
Der Stein wiegt gute 40 g und ist leicht magnetisch (siehe 3. Bild ). Es handelt sich um einen Lesefund ( Welch ein Glück! Hab mir immer schon einen Meteorit gewünscht! ).
Hab auch schon echte Meteoriten gesehen und glaube daß er echt ist. Viele Anzeichen sprechen dafür und fände es schade wenn man ihn erst ansägen und äzen müsste um den Beweis
dafür zu erbringen. Jedenfalls glaube ich daran das der Meteorit echt ist und will euch gern an meiner Freude teilhaben lassen!
Für Zuschriften bin ich offen und freue mich darauf zu antworten, ( wenn ich es beantworten kann zwinker ). Danke herzlichst fürs Anschauen! Bis dann!!
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StoneMan
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« Antworten #1 am: 27. April 2018, 23:46:22 pm »

Moin,

Du solltest wenigstens die Dichte Deines Fundstückes ermitteln.

Es ist wirklich nicht sehr schwer.

# http://www.gold-test.de/pruefung.html

## http://www.karrer-edelsteine.de/Lexikon/Experte_Eisenmeteorit_Chemie.htm#1.3

Als Test, ob Deine Vorgehensweise korrekt ist, kannst Du einen gepunzten Goldring nehmen,
dann bist du sicher, dass alles richtig ist.

Gruß

Jürgen
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hargo
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« Antworten #2 am: 28. April 2018, 00:23:53 am »

Cool!
Welche Anzeichen/Merkmale sprechen deiner Meinung nach dafuer?
Ich habe noch keine! (Meinung)

mfg
« Letzte Änderung: 28. April 2018, 12:13:12 pm von hargo » Gespeichert

JaH073
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« Antworten #3 am: 28. April 2018, 21:57:13 pm »

Hallo Holgerich,

Danke für das Zeigen von deinem Fund.
Für einen Laien hat dieses Stück sicherlich Ähnlichkeiten mit einem Meteoriten.
Da ich seit über 20 Jahren Meteorite sammle, muß ich dir leider mitteilen, daß dieses Stücke definitv KEIN Meteorit ist.
Was dagegen spricht ist alleine bereits die Form. Diese kleinen rundlichen Vertiefungen sind Zeichen daß es sich voraussichtlich um eine Art Schlacke handeln kann.
Diese wurde u.a. oft zum schottern von Feld- und Waldwegen benutzt.
Bei Meteoriten kommen solche Löcher nicht vor. Diese Löcher werden meistens mit sog. Regmaglypten verwechselt welche eher "Dellen" sind, auch Thumbprints gennant welche beim Flug durch die Atmosphäre entstehen.

Ein Meteorit an welchem man diese perfekt erkennen kann, ist der von Krähenberg. Einer der schönsten weltweit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Krähenberg_(Meteorit)

Beste Grüße

JaH073



übrigens ist JaH073 ein Meteotitenstreufeld im mittleren Oman.
Es war der 73te Meteoritenfund welcher im Gebiet Jiddat al Harasis gemacht wurde.

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Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man noch ein schönes Muster errichten.      Konfuzius
hargo
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« Antworten #4 am: 29. April 2018, 00:39:28 am »

Die tiefen Löcher irritieren mich auch.
So könnte es aussehen:

mfg
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StoneMan
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« Antworten #5 am: 29. April 2018, 13:16:48 pm »

Moin,

anlässlich einer Laboruntersuchung zu einem Tektiten war ich 2012 zu einer "Privataudienz" im Museum für Naturkunde Berlin.

Dort konnte ich im Archiv mehrere Meteoriten in Augenschein nehmen. Der Habitus war sehr vielfältig.

Aufgrund dessen stelle ich es mir für einen Laien als fast unmöglich vor, Meteoriten lediglich aufgrund
ihrer äußeren Erscheinungen als solche zu bestimmen.


Gruß

Jürgen
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Antoine de Saint-Exupéry
JaH073
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« Antworten #6 am: 29. April 2018, 14:24:47 pm »

Hallo StoneMan,

dann warst du wohl voraussichtlich in Berlin beim Dr. A.G. den ich persönlich auch gut kenne.
Dort ist eine Menge an meteoritischem Material zu sehen, jedoch sind nach dem Umbau viele Stücke nur noch im Treppenhaus in dunklen "Löchern" zu schwach beleuchtet ausgestellt. Die besten leider im Moment nicht für die Öffentlichkeit zu sehen.

Bei einem possiblen Meteoritenfund ist der Wunsch nach so einem raren Stück der Vater des Gedankens.
In unserer momentanen Zeit mit Internet etc. kann man sich ja zu fast jedem Gebiet hier die Informationen in Text und Fotos abrufen.
Auf den Mineralienbörsen kommen Leute mit ihren Fundstücken zu mir und ich erklären ihnen an richtigen Meteoriten den Unterschied zu ihren gefundenen Meteowrongs.
Englisch von Meteo(right) Mete(wrong).
Die meisten sind enttäuscht wenn sich herausstellt, daß es kein Meteorit ist.

Die Chancen auf einen Meteoritenfund in Deutschland ist auf Grund der Landschaft unwahrscheinlicher als ein 6er im Lotto.
Wurde eine Feuerkugel beobachtet und das vermutliche Fallgebiet errechnet hat man jedoch eine kleine Chance etwas zu finden.
Vor gar nicht langer Zeit mit dem Stubenberg Meteoriten aus Bayern so gewesen.

Ich sage den Findern von meteoritenverdächtigem Material daß sie immer weiter die Augen aufhalten sollen.
Lieber einmal mehr fragen, als ein Stück beachtungslos liegen lassen, das vielleicht doch etwas hätte sein können.
Fragen kostet nix und man lernt dazu.

Beste Grüße

JaH073

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StoneMan
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« Antworten #7 am: 29. April 2018, 15:41:59 pm »

Hallo StoneMan,

dann warst du wohl voraussichtlich in Berlin beim Dr. A.G. den ich persönlich auch gut kenne.
Dort ist eine Menge an meteoritischem Material zu sehen, jedoch sind nach dem Umbau viele Stücke nur noch im
Treppenhaus in dunklen "Löchern" zu schwach beleuchtet ausgestellt. Die besten leider im Moment nicht für die Öffentlichkeit zu sehen...

Moin JaH073,

so ist es. Ich war an einem Tag dort, als das Museum geschlossen war.

Dr. A. G. führte mich auch durch Teile des Museums die für die Öffentlichkeit gar nicht zugänglich sind.

Neben der Untersuchung des Tektiten im Labor war das Archiv / Depot besonders interessant.
Somit habe ich wohl das Beste vom Besten gesehen.
Enorm die Menge der verschiedenen Tektiten und Meteoriten die dort lagern.

Der Stolz auf die Sammlung und auch auf die historischen Treppenhäuser war ihm anzumerken.

Gruß

Jürgen


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Holgerich
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« Antworten #8 am: 08. Mai 2018, 23:41:17 pm »

Grüß euch Gott!

Herzlichen Dank ,für eure Beiträge, hab mich sehr darüber gefreut!!
Auch ich räume ein, das es sich auch durchaus um etwas anderes als einen Meteoriten handeln kann, würde ihn aber gerne noch wenn sich die Gelegenheit bietet
den Stein von einem Spezialisten prüfen lassen.
In Laupheim im Eingangsbereich des Planetariums das ich mal besuchen durfte ( Mars in 3D Schau) ,stand eine Vitriene mit echten Exemlaren die aber auch soweit ich mich noch erinnern kann
genauso wie der Stein oben, mit diesen tiefen Löchern beschaffen waren.
Auf meinen Feldbegehungen hab ich schon mehrere Eisenverhüttungs Schlacken gefunden, die aber ganz anders aussahen und irgendwie Schaumige Blasenhafte Strukturen aufwiesen,
also ganz anders als dieser Stein ,sonst hätte ich ihn villeicht schon weggeworfen. Mich wundert auch das mein Objekt kaum rostet ,das er nur leicht magnetisch ist und dadurch einen hohen Anteil von warscheinlich Nickel enthält. Auf zB. Widmannsche Struckturen würde ich mich allei nicht verlassen ( gelesen weil die Betreffenden auch in bestimmten Eisen und Stahllegierungen und Härteverfahren auch auftreten können) Werde wohl in Zukunft lieber meine Mineralien austellen , hab ich gemerkt ,denn das mit den Meteoriten ist ja so eine Sache  zwinker! Also machts gut! Danke nochmal für alles! Bis demnächst.
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