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Autor Thema: Fundplatz fast ganz oben auf dem Berg, Artefakte mit Patina  (Gelesen 220 mal)
Levante
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Sucher und Finder


« am: 16. April 2018, 20:38:35 pm »

Guten Abend,

anbei ein erstes Artefakt von einer heute neu entdeckten Fundstelle, welche sich fast ganz oben auf einem Berg (Hügel) befindet.

Die meisten Artefakte (Werkzeuge, Kernreste, Abschläge, oder Drisch) zeichnen sich dadurch aus, dass sie größtenteils eine scheinbar alte Patina aufweisen.

Die Fundfläche hat eine Größe von ca. 40 x 80 Metern, aktuell konnte ich nur einen kleinen Teil begehen.

Zunächst einmal das Objekt, welches ich am klarsten als Werkzeug ansprechen würde. Zur Materialfrage habe ich noch keine Idee.

Weitere Begehungen und Bilder folgen die Tage.

Habt ihr  ggf. eine Ansprache oder Datierung zu dem Artefakt?


Das Fundgebiet ist noch immer das Amöneburger Becken (Mittel-Hessen).

Wenn ich mehr Material geborgen habe werde ich mal bei einem Steinzeitler aus der Schwalm vorbeifahren und hoffentlich etwas Wissen abgreifen können.

Auch bin ich mir noch nicht sicher, ob die dort herumliegenden Quarzitbrocken ggf. auch Werkzeuge darstellen könnten. Der Quarzit muss zumindest auch auf den Berg geschleppt worden sein, dort liegt er nun in recht großer Zahl. Aber da habe ich leider noch weniger Ahnung was ein Werkzeug sein könnte, da diese irgendwie wie Faustkeile anmuten.


Was ich schon mal mit Sicherheit sagen kann ist, dass es sich hier um einen bislang nicht bekannten (gemeldeten) Fundplatz handelt.


LG

Patrick

« Letzte Änderung: 16. April 2018, 20:44:38 pm von Levante » Gespeichert

"Errare humanum est, in errore perseverare stultum"
Levante
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Sucher und Finder


« Antworten #1 am: 16. April 2018, 20:39:06 pm »

weiter....
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"Errare humanum est, in errore perseverare stultum"
Nanoflitter
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« Antworten #2 am: 16. April 2018, 21:42:54 pm »

..hatte ne Menge geschrieben, aber ich kann ein Naturstück nicht ausschliessen. Eine Grundform ist nicht deutlich(Frostsprung?), rezente, unpatinierte Retuschen "lateral???" Evtl. eine alte Kratzerkappe, aber eigentlich eher nicht. Gruss..
« Letzte Änderung: 16. April 2018, 21:49:41 pm von Nanoflitter » Gespeichert
Levante
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« Antworten #3 am: 16. April 2018, 22:22:24 pm »

Ich danke dir für die vielen Gedanken. Ich sehe da aktuell kein Problem. Es handelt sich möglicherweise um  einen Chalzedon , der flächig eine Kruste oder patiniering aufweist, während die eigentlichen bearbeiteten Flächen sauber sind bzw. nicht diese Patinuering aufweisen. Ich habe auch gänzlich saubere sowie gänzlich patinierte Fragmente. Ich würde diese aktuell eher mit der Lagerung im Boden versuchen zu erklären.
« Letzte Änderung: 17. April 2018, 06:28:56 am von Levante » Gespeichert

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RockandRole
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« Antworten #4 am: 17. April 2018, 06:11:06 am »

Guten Morgen Leute,

ich glaube, solange man nichts eindeutiges von einer Stelle hat, sollte man vorerst nicht so viel per Fotos hineininterpretieren. Ich würde hier gerne helfen, kann es aber nicht.
Der Patina nach, müssten die Stücke ja mindestens Mittelpaläolithikum sein. Da gibt es ja nur ganz wenige, welche das erkennen und kennen.
Deshalb kann ich auch nicht mehr sagen, denn etwas richtig eindeutig ansprechbares sehe ich leider nicht.  besorgt

Liebe Grüße Daniel
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gefährliches Drittelwissen
Levante
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Sucher und Finder


« Antworten #5 am: 17. April 2018, 06:33:02 am »

Guten Morgen,

ich habe es befürchtet, dann muss ich wohl demnächst mal in die Schwalm fahren oder bis November zum Treffen der AG Altsteinzeit warten. Die meisten Fragmente sehen noch viel Wilder aus als das gezeigte. Und wie gesagt, beim Quarzit wird es ganz eigenartig….
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thovalo
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« Antworten #6 am: 17. April 2018, 19:50:37 pm »


 grins

Der Kantenumlauf wirkt frischer als die Patinierung und die gereihten Negative bilden dem Eindruck nach keine gleichmäßig ausgeführte "Retuschierung". Es liegt eher nahe anzunehmen, dass es sich um eine "Beschädigung" im weitesten Sinne und um keine intentionell ausgeführte Retuschierung handelt.

Wenn hätte es typologisch ein Schaber sein "können" aber der Zustand und die Lage der Veränderungen an dem dünnen  Kantenverlauf sprechen nciht dafür.


Bleibt das interessante Material und die Frage ob es sich um eine mögliche Rohmaterialquelle handeln kann.


lG Thomas  winke winke
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Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
Levante
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« Antworten #7 am: 17. April 2018, 20:12:39 pm »

Guten Abend,

ich habe heute noch mal auf ganzer Fläche, aktuell etwa 80 x 80 Meter Material aufgesammelt. Zum waschen bin ich noch nicht gekommen.  In Seitental sind etwa 6 Hektar an Feldflächen. Aktuell bin ich alles grob abgelaufen.

Als weitere Fundstellen fanden sich in dem Seitental eine wohl Eisenzeitliche Siedlungsstelle und eine Karolingische Siedlungsstelle. Bislang war hier nichts bekannt. also durchaus schon mal erfolgreich.

Es scheint sich zumindest oberflächlich nur in diesem begrenzten Bereich, nämlich auf der schon erwähnten leichten Terrasse eine Trümmerstelle zu befinden, aus Basalt, Quarzit und anderen Materialien. Darunter noch etliche Brocken Roh Material. ich habe nun auch einige für mich auffällige Quarzit Brocken aufgelesen.

Bilder folgen.


Die Materialflut erschlägt mich gerade etwas.  It's cool man

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Levante
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Sucher und Finder


« Antworten #8 am: Heute um 09:46:08 »

Hi,
heute Abend haben wir einen Termin bei Professor Lutz Fiedler. Ich erhoffe mir viel mit der neuen Fundstelle…hoffentlich werde ich nicht enttäuscht.  NoGo

LG

Patrick
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