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Autor Thema: Sind das Gewichte?  (Gelesen 5264 mal)
neolithi
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« am: 15. Dezember 2017, 18:36:40 pm »

Hallo Forum, 

ich habe vor Jahren diese hübschen, ornamentierten Teile bei einem orientalischen Händler gekauft, würde aber gern zwei Dinge wissen:

Was sind das für Teile?
Welches Material liegt hier vor: Messing, Kupfer?

Ich würde mich freuen, wenn mir hier jemand weiterhelfen kann.

Danke und schöne Grüße
neolithi
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Schalk23
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« Antworten #1 am: 15. Dezember 2017, 19:30:59 pm »

Grüß Dich,

wenn man etwas passend zurechtfeilt/-schneidet kann man es als Gewicht benutzen. Typische Gewichte sind das aber nicht.
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Viele Grüße

Schalk23
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neolithi
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« Antworten #2 am: 15. Dezember 2017, 19:48:43 pm »

Hallo Schalk,

danke für die schnelle Antwort. Ja, typisch finde ich sie auch nicht, wenn ich sie mit den hier vorgestellten Gewichten vergleiche.
Was kann es denn sein? Die hübschen Verzierungen deuten für mich darauf hin, dass die Teile zu irgend etwas Nutze waren.
Vielleicht habe andere hier noch Ideen.

Schöne Grüße
neolithi
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slowfood
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« Antworten #3 am: 16. Dezember 2017, 10:29:47 am »

Ehe ihr weiter grübelt. Tatsächlich sind das prinzipiell Gewicht der Ashanti (Ghana). Die wurden zum Abwiegen von Goldstaub benutzt.
Messing/Bronze ich muss mal in meine Bücher schauen. Welche Masse haben denn die einzelnen Stücke?

Fälschungen solcher Stücke gibt es nämlich auch, weil phasenweise Sammler hohe Preise für aufwändige Stücke zahlen.

slowfood
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Schalk23
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« Antworten #4 am: 16. Dezember 2017, 11:13:45 am »

Aha! Ring-, Salz-, Teegeld, usw. ist mir bekannt. Ashantigewichte habe ich auch schon gehört, dachte die sehen anders aus.
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Viele Grüße

Schalk23
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stratocaster
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« Antworten #5 am: 16. Dezember 2017, 15:01:22 pm »

Mal etwas mehr Licht ins Dunkle  Ein Auge drauf werfen

Gruß  winke winke
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neolithi
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« Antworten #6 am: 16. Dezember 2017, 15:25:28 pm »

Vielen Dank bisher für eure Bemühungen! Den Begriff Ashantigewicht und die damit verbundene Funktion habe ich dazugelernt.Fein!

Danke auch für die neue Beleuchtung, allerdings geht der Messing-und Bronze/oder Kupfercharakter etwas verloren. Die Farbigkeit auf meinen alten Bildern ist ziemlich unverfälscht.

Ich weiß nicht, wie ich die Masse bestimmen soll. Ich habe auch leider keine Waage, die diese kleinen Gewichte exakt messen würde. Meine Küchenwaage misst für die beiden dickeren Stücke je 4 gr und die dünne messingfarbene Platte 2 gr.
Ich weiß ja nicht, wie gut die heutigen Nachbildungen sind, aber von der Patina und den Bearbeitungsspuren tippe ich eigentlich auf Originale.

Schöne Grüße
neolithi
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Gratian
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Allwissend bin ich nicht doch viel ist mir bewusst


« Antworten #7 am: 16. Dezember 2017, 18:04:47 pm »

bei Ebay gibts Feinwaagen für unter 10 EUR kann man immer gebrauchen  Big grinsing gerade als Sondler....
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Gut Fund!   Ich Engel
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mike 81
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« Antworten #8 am: 17. Dezember 2017, 09:59:12 am »

Hy Neolithi,

hatte mal vor einiger Zeit ein Ufo, an welches mich dein mittleres Gewicht erinnert.
Wie schwer ist das Teil ?
Mein Ufo konnte seinerzeit nicht identifiziert werden.

http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,70594.0.html


Gruss Mike
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Sich regen bringt Segen
slowfood
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« Antworten #9 am: 17. Dezember 2017, 11:01:48 am »

Wobei dieses UFO und die Ashantigewichte nichts miteinander zu tun haben.
Ich habe keine Idee, was dieses UFO sein könnte.

slowfood
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neolithi
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« Antworten #10 am: 17. Dezember 2017, 11:12:58 am »

Das sehe ich auch wie slowfood, obwohl schon eine große Ähnlichkeit besteht. Aber deine Fundsituation schließt ein Ashantigewicht schon mal aus. Ich würde da an ein Stück Metallbeschlag denken.
Meine Stücke sind mit Ashanti sicher richtig diagnostiziert. Mir war ja der Name kein Begriff, aber durch eure Beiträge und weiteres Googeln habe ich festgestellt, dass ich damals im Völkerkundemuseum in Hamburg bei dem Händler auch eine Reihe Ashanti Perlen gekauft habe. Das passt gut zusammen.
Gern würde ich noch wissen, ob man Originale und Repliken dieser Gewichte unterscheiden kann.

Schöne Grüße
neolithi
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slowfood
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« Antworten #11 am: 17. Dezember 2017, 15:39:34 pm »

Doch, sollte man können. Es gibt einen Artikel zu dem Thema in der Zeitschrift "Maß und Gewicht" Nr. 123 09/17.

https://www.ebay.de/itm/Zeitschrift-Waage-Mas-Gewicht-Scales-Measure-Weight-Balance-Mesure-Poids-123/142626048357?hash=item21352cc965:g:WqYAAOSwX3FaM7Uh

Der Verein bietet zufällig genau diese Ausgabe, als Werbemaßnahme ziemlich günstig an.

slowfood
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neolithi
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« Antworten #12 am: 17. Dezember 2017, 18:53:36 pm »

Toll, vielen Dank für den Hinweis! Ich bin erstaunt, dass es eine solche Zeitschrift und so einen dahinter stehenden Verein gibt. Es war mir gar nicht klar, dass Gewichte und Waagen von so großem Interesse sind.

Schöne Grüße
neolithi
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« Antworten #13 am: 17. Dezember 2017, 19:06:23 pm »

...... und andere können sich nicht vorstellen dass
es Leute gibt die alte Steine vom Boden aufheben  Big grinsing Unschuldig Frieden?
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« Antworten #14 am: 17. Dezember 2017, 20:47:14 pm »

Der Verein hat mehr als 300 Mitglieder aus Deutschland und Nachbarländern. Ist schon etwas speziell, aber wenn man sich für das Thema interessiert attraktiv. Zur Zeit gibt es auch Vereine in NL, BE, F und UK/US.
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Die Sucht ist größer als der Acker


« Antworten #15 am: 18. Dezember 2017, 00:08:58 am »

"Aber deine Fundsituation schließt ein Ashantigewicht schon mal aus"

und wo kommen die ganzen ausländischen Münzen her die wir so finden, oder die vielen Indianischen Pfeilspitzen von niedersächsischen Ackern

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neolithi
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« Antworten #16 am: 18. Dezember 2017, 11:32:22 am »


" die vielen Indianischen Pfeilspitzen von niedersächsischen Ackern"

Ist das so??  Bei Münzen als Handelsware wundert es mich nicht, bei indianischen Pfeilspitzen wäre ich schon irritiert - jedenfalls wenn sie nicht als Ausnahme, sondern häufig gefunden werden. Ich würde erst mal denken, dass sie zwar als Tausch- oder Raubware aus Kolonialzeiten zu uns gekommen sind (könnte ich mir bei afrikanischen Gewichten auch vorstellen), aber warum sollten sie im Erdreich landen?  Wären sie nicht eher in Kellern, Archiven, Stadtsammlungen zu erwarten?

Schöne Grüße
neolithi
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Die Sucht ist größer als der Acker


« Antworten #17 am: 18. Dezember 2017, 20:39:00 pm »

Moin,

das wahrscheinlichste: Mitbringsel von Seeleuten
Es gibt auch ne Abhandlung darüber von Herr Kosack (ehemaliger Landesarchaeologe Niedersachsen)

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Die Sucht ist größer als der Acker


« Antworten #18 am: 18. Dezember 2017, 21:41:24 pm »

oder die hier, auch super

sind bei der Flurbereinigung beim Grabenanlegen gefunden worden.

Laut Völkerwanderungsmuseum Hamburg    Mittelamerika  ca. 1900

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« Antworten #19 am: 18. Dezember 2017, 22:43:10 pm »

Moin,

das wahrscheinlichste: Mitbringsel von Seeleuten
Es gibt auch ne Abhandlung darüber von Herr Kosack (ehemaliger Landesarchaeologe Niedersachsen)

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Genau wie solche Münzen  winke winke
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« Antworten #20 am: 18. Dezember 2017, 23:56:43 pm »

Eine Käsch-Münze des Kaisers Kao Tsung 1736-1795
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« Antworten #21 am: 19. Dezember 2017, 12:46:18 pm »

Eine Käsch-Münze des Kaisers Kao Tsung 1736-1795

Danke  winke winke und gefunden im süd-östlichen Schleswig Holstein. Vermutlich auch ein Mitbringsel von Seeleuten oder den Kolonialtruppen.
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« Antworten #22 am: 19. Dezember 2017, 19:44:36 pm »

Moin,

bei Käsch Münzen können es auch die mit dem Kontrabass gewesen sein.

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