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Autor Thema: Schnalle oder Verschluß  (Gelesen 1189 mal)
Robert
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« am: 26. September 2017, 14:15:19 pm »

Servus,

bei diesem Teil bin ich mir nicht sicher was es ist. Ich denke, daß es ein Teil ist, welches
zu einem Gürtel gehört hat. Man kann an einigen Stellen noch die Vergoldung sehen.
An der Eisenniete ist ein weißer Punkt der nach Emaille oder Glas aussieht. Ich meine, daß
es dem Mittelalter zugeordnet werden kann. Den Rest der Vergoldung kann ich leider foto-
technisch nicht besser darstellen.

Bronze; 51x24 mm.

Grüße
Robert



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Sigillata
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« Antworten #1 am: 26. September 2017, 16:29:23 pm »

Ein Durchzug, und mit SIcherheit keine SChnalle. Datierung wohl 14./15. Jh.
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Derfla
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« Antworten #2 am: 26. September 2017, 19:58:47 pm »

Hallo Sigillata!
Ich widersprecher Dir ungern laß mich aber auch eines Besseren belehren wenn ich daneben liege. Ich selber gehe von einer Schnalle aus. Das Loch hinter dem Schlitz im Schnallenramen hat sicher einen Sinn und war auch nicht für die Vernietung mit dem Leder gedacht, sondern hat sicherlich einen Dorn getragen. Man sieht auf dem letztem vergrößertem Bild deutlich Abnützungsspuren in dem Loch auf der Seite die zum Schnallenramen hinzeigt, die sicherlich von einem Dorn stammen. Auch der breite Schlitz auf der vom Schnallenramen nach hinten geht hat da sicherlich seine Funktion zur Führung des Dornes weil das Loch selber ein wenig zurückliegt. Anschließend werde ich mal 9 mittelalterliche Schnallen auch Spornschnallen darstellen, die ähnlichen Aufbau haben.
Derfla  winke winke
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Sigillata
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« Antworten #3 am: 26. September 2017, 21:09:41 pm »

Für mich ist der Abstand zwischen erstem Loch und dem eigentlichen Rahmen zu groß, um hier einen Dorn aufzunehmen, der ja dann einen enormen Spielraum gehabt haben müsste um beweglich zu sein. DAher meine Ansprache als Durchzug.
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Robert
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« Antworten #4 am: 27. September 2017, 07:50:19 am »

Sevus Derfla,

erst mal danke für Deine umfangreiche Darstellung. Ich habe mir auch Gedanken über den
eigenartigen Rahmen gemacht, tendire aber trotzdem mehr zu einer Schnalle als zu einem
Durchzug. Die Ausformung am Loch weist jedenfalls darauf hin. Für einen Niet bräuchte man
keine Versenkung an der Bohrung. Ausserdem hat "eine" Niete zum befestigen des Teils sicher
ausgereicht, man kann es auch an einigen Deiner Schnallen sehen.
Was denkst Du über die Vergoldung, sie wurde bisher nicht arwähnt ??? Bei Deinen Schnallen
kann ich weder etwas vergoldetes sehen und davon auch nichts darüber lesen.

Grüße
Robert
« Letzte Änderung: 27. September 2017, 08:02:40 am von Robert » Gespeichert

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Derfla
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« Antworten #5 am: 27. September 2017, 10:39:39 am »

Hallo Robert!
Zuerst zu der Vergoldung. Das ist bei diesen Schnallen aus dem Mittelalter immer möglich. Bei meinen ist die 4.Schnalle in der 1.Reihe auch vergoldet und dann auch mit Rechtecken verziert, das kommt aber nicht so zur Geltung. Habe sie auch noch nicht präpariert. Präpariert sind nur die Eisenschnallen. Dann zu Deiner Schnalle. Selbst wenn das Loch weiter vom Schnallenrahmen entfernt ist,ist es sicherlich möglich hier einen Dorn einzubauen, so daß der Riemen durgezogen werden konnte. Dieser Dorn mußte eigentlich auch gar nicht ganz zum aufmachen sein (senkrechte Stellung) sondern es reichte sehr wohl aus, wenn er so weit auf ging, daß er ins Loch gesteckt werden konnte. Ist eigentlich im Grunde genommen Ansichtssache und es lohnt sich nicht darum zu streiten. Mir selber ist nicht klar wie dieses Teil als Riemendurchzug funktionieren sollte, ohne für den Riemen ein Widerlager zu haben. Von meiner vergoldeten Schnalle mache ich noch ein Foto so daß man die Vergoldung besser sieht. Auf dem Scanner kam das nicht gut raus.
Derfla  winke winke
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Derfla
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« Antworten #6 am: 27. September 2017, 11:12:23 am »

In Anschluß noch die Bilder dieser vergoldeten Schnalle. Maße:  L = 5,5 cm, größte Breite 1,75 cm
Derfla  winke winke
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Robert
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« Antworten #7 am: 27. September 2017, 12:47:03 pm »

Servus Derfla,

eine sehr interessant Schnalle zu der kann man Dir nur gratulieren.
Ich hab in einem früheren Beitrag auch zwei alte Schnallen eingestell,
die hab ich an einer Stelle, zusammen gefunden.

Siehe Foto

Grüße mit Dank

Robert
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Sigillata
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« Antworten #8 am: 23. November 2017, 13:19:49 pm »

Die zuletzt gezeigen Schnallen von Robert sind spätantik, 4.-5. Jh. Schnallen mit festem, dreieckigem Beschläg.
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