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Autor Thema: Pingsdorf nun auch bei mir  (Gelesen 938 mal)
RockandRole
Erzherzog
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« am: 31. August 2017, 11:43:45 am »

Hallo Leute,

bei den letzten Begehungen konnte ich diese beiden Belege aufsammeln. Von welchem Pingsdorfer Gefäß könnte dieser Henkel stammen.
Bei der Wandscherbe sieht man gut den Wechsel zwischen hell und dunkel.

Liebe Grüße Daniel
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Nanoflitter
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« Antworten #1 am: 31. August 2017, 12:39:21 pm »

Warum sollte der Henkel Pingsdorf sein? Gruss...
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hargo
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« Antworten #2 am: 31. August 2017, 13:31:25 pm »

https://wikivisually.com/lang-de/wiki/Datei:Pingsdorferkruik,_eind_12e_eeuw_-_Heumen_-_20111645_-_RCE.jpg

Quelle: Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed

mfg

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Nanoflitter
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« Antworten #3 am: 31. August 2017, 13:42:38 pm »

Sieht passend aus, wär ich nur mit dem Henkel allein nicht draufgekommen. Super Gruss...
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thovalo
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« Antworten #4 am: 31. August 2017, 19:03:35 pm »




Hallo Daniel!

Man könnte ggf. von "Pingsdorfer Machart" sprechen!
Es gab Töpfereien von bemalter Keramik und in dieser Machart die Deiner Fundregion näher sind!

Ich hab meinen Literaturkram nicht hier am Start.
Vielleicht kann sich Levante noch dazu äußern, der kennt die Hessischen und "mittelrheinischen" Töpfereien aus dem ff.


lG Thomas  winke winke
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Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
RockandRole
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« Antworten #5 am: 31. August 2017, 19:44:47 pm »

Servusle ihr alle und danke für die Beiträge

Ich habe hier ja auch Eifelwahre als Import usw, deshalb würde mich die Pingsdorfer Wahre eigentlich nicht stören. Pingsdorfer Machart ist aber auch völlig in Ordnung und ich bin gespannt was der Patrick so zu berichten hat.

Kann man die eigentlich unterscheiden? Also Makroskopisch?

Liebe Grüße Daniel
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thovalo
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« Antworten #6 am: 01. September 2017, 19:43:34 pm »


Hin und Her!  Ich Engel


Der erste Beleg sieht im Bild für mich nicht nach Pingsdorf aus.

Da Pingsdorf 10 Minuten zu Fuß entfernt liegt, kenne ich Pingsdorf sehr gut .... aaaaaber eben nicht die Alternativen. Bei Mainz gibt es eine vergleichbare Produktion "Pingsdorfer Art" usw., die kennt Patrik aber vieeeel besser und aus eigener Ansicht. Und da er auch in Pingsdorf gewesen ist kann er direkt vergleichen.


Da sollte noch was kommen!


lG Thomas
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Ich bin Augensucher. Meine Funde werden gemeldet.


« Antworten #7 am: 01. September 2017, 20:45:30 pm »

Warum sollte der Henkel Pingsdorf sein? Gruss...

Sieht passend aus, wär ich nur mit dem Henkel allein nicht draufgekommen. Super Gruss...
Gut, dass ich zu dem Henkel nix gesagt habe  Unschuldig

 winke winke
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Was könnte wichtiger sein als das Wissen? fragt der Verstand.
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« Antworten #8 am: 01. September 2017, 21:23:11 pm »

Servusle,

10 Minuten Fußmarsch brauche ich zu uns ins Lager. Du hast Glück das du dort wohnst, da kommt auch noch sicher was  zwinker
Ich wollte dem Amt eigentlich nur den Henkel zeigen, da habe ich die Wandscherbe entdeckt und 1+1 zusammen gezählt.
Wichtig ist ja eigentlich fast gar nicht ob Original oder nicht Original. Datieren kann man es definitiv gut. Trotzdem lässt der Patrick ganz schön auf sich warten  grins

Liebe Grüße Daniel
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« Antworten #9 am: 01. September 2017, 21:26:50 pm »

Der hat die Kränk! zum Heulen Hoffe er wird wieder! Gruss..
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RockandRole
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« Antworten #10 am: 05. September 2017, 09:11:31 am »

 besorgt ich hoffe doch auch
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« Antworten #11 am: 12. September 2017, 15:46:15 pm »

Huhu,

ja wird wieder, dauert nur länger als gedacht.  Danke

Also beim ersten Fragment handelt es sich ganz klar um Pingsdorfer Art, 12./13. Jahrhundert.

Wir arbeiten da gerade an einem Vortrag für Innsbruck. Nach aktuellem Forschungsstand gab es etwa alle 40 bis 60 km mindestens eine Töpferei die unter anderem nach Pingsdorfer Art, oder wie wir es heute nenne "mit roten Eisenoxid Bemalung" arbeitete.

Das 2te Fragment könnte augenscheinlich tatsächlich Rheinischer Import sein, können wir jedoch nur über eine Spurenelement Analyse klären.

Dieses stammt  vermutlich von einer "Amphore" sprich Henkelansatz einer Tüllenkanne oder einer Doppelhenkel Flasche.

Etwa wie in diesem Link: https://www.nord-sued-stadtbahn.de/fotogalerie/1160_1_gr.html


LG

Patrick
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« Antworten #12 am: 13. September 2017, 18:52:16 pm »

Hallo Patrick

schön wieder was von dir zu hören. Das ist wirklich interessant und ein eigenes kleines Wissensuniversum.
Im Prinzip hätte dann ja fast jede größere Stadt ihre eigenen rot bemalten Gefäße produziert.

Danke und liebe Grüße Daniel
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Sucher und Finder


« Antworten #13 am: 14. September 2017, 17:53:03 pm »

Hallo Patrick

schön wieder was von dir zu hören. Das ist wirklich interessant und ein eigenes kleines Wissensuniversum.
Im Prinzip hätte dann ja fast jede größere Stadt ihre eigenen rot bemalten Gefäße produziert.

Danke und liebe Grüße Daniel

Huhu,

So einfach ist es leider nicht, da die Produktionsstätten sprich Töpfereien nur selten zentral gelegen haben. Diese bestanden meist in der Nähe von entsprechenden Ton-Vorkommen.

Jedoch ist davon auszugehen, dass im Fundmaterial den meisten größeren Ansiedlung; Klöstern oder Burgen, in dem zeitlichen Rahmen entsprechende Keramik vertreten sein sollte.

LG
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« Antworten #14 am: 13. November 2017, 20:16:01 pm »

Also ich glaube ich habe die Produktionsstätte gefunden. Bei der Grabung habe ich sogar mitgeholfen  grins

http://www.spessartprojekt.de/?page_id=14261

Liebe Grüße Daniel
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« Antworten #15 am: 14. November 2017, 20:28:14 pm »

Also ich glaube ich habe die Produktionsstätte gefunden. Bei der Grabung habe ich sogar mitgeholfen  grins

http://www.spessartprojekt.de/?page_id=14261

Liebe Grüße Daniel


So geht´s und so kommt´s!

Wenn Du möchtest kann ich Dir mal was an originalen Pingsdorfkeramikfragmenten direlkt aus Pingsdorf schicken!
Es macht was aus einen direkten Vergleich zu haben!


lG Thomas   winke winke
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« Antworten #16 am: 14. November 2017, 20:48:16 pm »

Hey Großer,

sehr gerne  grins wie wird die Originale denn datiert?

Liebe Grüße Daniel
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« Antworten #17 am: 14. November 2017, 22:07:51 pm »

Hey Großer,

sehr gerne  grins wie wird die Originale denn datiert?

Liebe Grüße Daniel


Die bemalten frühestens ausgehendes 10./11. - 13. Jh. Teils datiert durch das Vorkommen bemalter Pingsdorfer Keramik in Münzschatzfunden und in Kirchengrabungen. Keramik in der "Pingsdorfer Machart" kommt auch aus Langerwehe usw.


Es gab auch in der Römerzeit rot bemalte Keramik. Alles schon mal da gewesen!


lG Thomas  winke winke
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