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Autor Thema: Numismata: Fünf Festnahmen durch Kunstfahnder in München  (Gelesen 1983 mal)
woodl
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« am: 14. März 2017, 13:20:46 pm »

Die Antikenhändler auf der Numismata waren mir immer schon etwas verdächtig.
Gruß woodl
http://www.polizei.bayern.de/lka/news/presse/aktuell/index.html/257307
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Daniel
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« Antworten #1 am: 14. März 2017, 14:39:43 pm »

Find ich gut!  Super
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mike 81
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« Antworten #2 am: 14. März 2017, 18:22:12 pm »

Absolut richtig so.
Nur fürchte ich, dass dabei nur Bewährungsstrafen folgen  besorgt

Gruss Mike
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Gratian
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Allwissend bin ich nicht doch viel ist mir bewusst


« Antworten #3 am: 03. April 2017, 17:05:44 pm »

ich finde es nicht gut weil's nichts bringt und die Falschen trifft da haben sich mal wieder einige Herren schön blamiert und den Rechtsstaat ganz tief gebeugt....ein kritischer Bericht im aktuellen NBB 4/2017 lesenswert!  

Da wir hier ja leider immer nur Minibilder und Dateien mit max 110 KB einstellen können sende ich eine PDF gerne bei Interesse per mail zu....
« Letzte Änderung: 03. April 2017, 17:11:07 pm von Gratian » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 03. April 2017, 18:28:20 pm »

ich finde es nicht gut weil's nichts bringt und die Falschen trifft da haben sich mal wieder einige Herren schön blamiert und den Rechtsstaat ganz tief gebeugt....ein kritischer Bericht im aktuellen NBB 4/2017 lesenswert!  

Da wir hier ja leider immer nur Minibilder und Dateien mit max 110 KB einstellen können sende ich eine PDF gerne bei Interesse per mail zu....

Ganz deiner Meinung  Super
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Daniel
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« Antworten #5 am: 03. April 2017, 18:59:48 pm »

Warum trifft es da die Falschen?  mhh grübel
Zitat:
"Der Verdacht bestätigte sich sehr schnell, als im Außenbereich der Veranstaltung ein 49-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger
und drei serbische Staatsangehörige im Alter von 30 bis 47 Jahren kontrolliert wurden,
die für ihre mitgeführten altertümlichen Münzen keine Herkunftsbelege vorweisen konnten und diese zum Teil versteckt mit sich führten."
Oder
Zitat:
"Für die ca. 6000 Münzen und über 1000 anderen Objekte konnte der 54-Jährige, in Afghanistan geborene und aus Dänemark kommende Händler
keinerlei Dokumente vorweisen, die einen legalen Besitz bzw. die legale Einfuhr nach Deutschland belegen."


Was ist daran jetzt falsch, dass sie die hops genommen haben?
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« Antworten #6 am: 03. April 2017, 23:42:40 pm »

Weils eben nicht die Hintermänner des Handels trifft die verdienen sich weiter eine goldene Nase. Das ist wie beim Drogenhandel wenn ein Dealer hops genommen wird...die wahren Täter und Anstifter bleiben unbehelligt. Nicht das ich falsch verstanden werde ich lehne auch Raubgrabungen nicht nur in Afghanistan sondern in allen Ländern der Erde ab...aber durch solche Aktionen ändert sich nichts. Reiner Populismus.

Bedenklich finde ich vor allem, dass hier die Rechtsstaatlichkeit auf der Strecke bleibt...immer ein kleines Stück mehr...wo kommen wir den hin wenn man in Haft genommen werden kann, nur weil man keinen Herkunftsnachweis vorlegen kann? Das KGSG schreibt die Vorlage von Dokumenten nur für die Einfuhr unmittelbar aus einem nicht EU Land vor...der Vorfall ereignete sich aber in München nicht an der Grenze zur EU bei der Einfuhr...

Jetzt geschieht genau das wovor viele Kritiker des KGSG schon früh gewarnt haben: Die Verfolgungsbehörden legen das Gesetz so aus wie sie es für angebracht halten und die Juristen, Staatsanwaltschaft und Richter die eigentlich kontrollieren sollten, sind überfordert und lassen es mal laufen...mal sehen wann der erste Sammler eine Hausdurchsuchung erlebt und das KGSG dafür herhalten muss...

Wenn einer Augenzeuge der Aktion in München war eine Frage: wie viele deutsche Händler wurden denn überprüft und nach einem Herkunftsnachweis gefragt...?


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Gratian

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« Antworten #7 am: 04. April 2017, 06:32:39 am »

Weils eben nicht die Hintermänner des Handels trifft die verdienen sich weiter eine goldene Nase. Das ist wie beim Drogenhandel wenn ein Dealer hops genommen wird...die wahren Täter und Anstifter bleiben unbehelligt.

Schon klar aber irgendwo muss die Justiz ja damit anfangen, wenn sie das Gesetz umsetzen wollen.
Und es waren ja nicht nur einzelne Objekte, die da verkauft werden sollten.
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« Antworten #8 am: 04. April 2017, 18:05:12 pm »

Grüßt Euch,

wenn der Gesetzgeber anfängt, dann sollte er an den Grenzen anfangen! Im Land ist das schwierig. Denn die Dinge könnten tatsächlich schon 20 Jahre in Deutschland sein. Wie will die Polizei das nachweisen? Wie könnten die Eigentümer/Besitzer das nachweisen? Allein schon der Hinweis, dass der übereifrige hessische Polizist bei der Beschlagnahmung dabei war, spricht schon Bände. Hier wird zu Recht hoffentlich nichts rauskommen. 3 antike Münzen sind kein 1 kg Hasisch oder drei Kalaschnikows! Wer den Artikel gelesen hat, merkt schnell dass das reine Beschäftigungstherapie war. Sinnlos und kontraproduktiv!

Es gilt die Situation in den möglichen Herkunftsländern zu verbessern und echte Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Rumänien, Bulgarien, usw. sind mit die ärmsten Länder in Europa. Ohne echte Lebensmöglichkeit in den armen Ländern dieser Erde, wird es trotz vieler Gesetze das Problem von Rauschgift-, Menschen-, Tier-, Elfenbeinhandel, usw. geben. Darunter fällt zu einem kleinen Prozentsatz auch der Kunst- und Antiquitätenhandel mit nicht legal "erworbenen" Gütern. Aber ist das wirklich ein ernsthaftes Problem? Wer tut auch in Deutschland etwas gegen tausende von Hektar zerstörten Flächen, die nur Minutenlang einen Archäologen gesehen haben? Wer fährt die Zuschüsse/Etats für die Archäologie herunter? Das ist alles ganz schön verlogen. Mir bleibt dabei leider nur Verachtung für die politischen Entscheidungsträger. (Für alle die meinen ich gehöre einer bestimmten Partei oder Organisation an, die Rechts steht: falsch! Weder A.. noch Reichsb..... Ich versuche einfach zu denken).
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Viele Grüße

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« Antworten #9 am: 04. April 2017, 18:27:11 pm »

3 antike Münzen sind kein 1 kg Hasisch oder drei Kalaschnikows! Wer den Artikel gelesen hat, merkt schnell dass das reine Beschäftigungstherapie war. Sinnlos und kontraproduktiv!

Anscheinend hast Du ihn nicht gelesen.  mhh grübel
6000 Münzen und über 1000 anderen Objekte im Wert von min. 50000 Euro von dem Händler aus Dänemark sind ja wohl etwas mehr als 3 Münzen.
Und der Rumäne und die 3 Serben haben wohl nicht nur 3 Münzen dabei gehabt. narr
Wie kommst Du also auf diese Zahl?  mhh grübel
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« Antworten #10 am: 04. April 2017, 19:10:20 pm »

 Alarm !!!
1. Komisch, dass die Polizei noch drei beschlagnahmte römische Münzen abbildet - auf die beziehe ich mich bei den Personen vom Balkan. Die brauchen keine Einfuhrbestätigung und man dürfte die Münzen gar nicht konfiszieren. Es fehlt der Beweis, wenn sie es nicht zugaben, dass sie die Münzen "eben erst" eingeführt haben. Die abgebildeten Münzen sind auch keine "einmaligen" Kulturgüter, die unter Schutz stehen.
2. Offensichtlich sind die anderen Gegenstände, die auf einem Bild zu sehen sind, von dem sog. Afghanen, der in Dänemark lebt. Kann die Polizei beweisen, dass sie tatsächlich illegal aus Afghanistan stammen? NEIN!

Wird hier Recht gebeugt? Meiner Meinung nach JA!
Ist diese Aktion sinnvoll? Meiner Meinung nach NEIN!

Der Artikel liegt vor mir ... Ich wollte mir allerdings nicht die Arbeit machen ihn verbotswidrig abzutippen ...   winke winke
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Viele Grüße

Schalk23
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... hab keine andere Mütze.


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« Antworten #11 am: 08. April 2017, 19:47:32 pm »

Du brauchst den Bericht ja auch nicht "rechtswidrig" abzutippen - er ist doch in Beitrag 1 verlinkt!  winke winke  zwinker


Da doch nun aber jeder wieder seine Rechtsauffassung zum besten gibt, etliche häufig auch
dazu neigen, die ihreige als Alleinverbindlich und Zutreffend anzusehen, sei doch aber der
kleine Hinweis gegeben:

=> KEINER hat Einblick in die Ermittlungsakten  Ein Auge drauf werfen

folglich dürften nicht nur mir vertiefende Hintergrundinfos NICHT bekannt sein.  Nixweiss



Und nur am Rande:
... wenn ein Afghane in Dänemark lebt, in einem anderen EU-Land in eine Kontrolle gerät,
dann unterliegt er natürlich den EU-Gesetzen. Und wenn er keine EU-Staatsbürgerschaft
hat, "nur" die Afghanische, dann wird er wohl auch gem. EU-Recht als NICHT-EU-Mitglied
behandelt ...
Folglich darf man ihn nach div. Papieren und Bescheinigungen fragen.
Als Händler auf ner Messe wohlgemerkt.
(Nicht unbedingt als Freizeitsammler ... (??) )


ein kleiner Teil meiner Rechtsauffassung - die aber natürlich (!!) nicht stimmen muß ...


die Serbischen Kollegen sind übrigens keine EU-Bürger.
Der Bulgare schon - aber sein Land ist nicht Mitglied des Schengen-Raums ...
Hatte das auch Einfluß?? ich weiß es nicht ...


und die Begründung mit den "kleinen Fischen" ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.
Es gibt da wohl weitaus lohnendere Ziele/"Opfer" ... (!!)

Aber das ist KEINE Begründung, wenn die einen (scheinbar) seltener (oder weniger) auffliegen,
den anderen dafür die Absolution zu erteilen.

=> überspitzter Vergleich zum Drogenhandel:
Kleindealer dürfen vor der Schule den Scheiß eifrig weiter verticken, weil der große Boss in
Bogota ein Leben in Saus und Braus unbehelligt im goldenen Palast führt??  narr Frieden?
ich denke nicht ...  Danke

ich könnte noch weiter - aber zügele mich besser mal ...  narr prost zwinker



Gruß
Jörg
« Letzte Änderung: 08. April 2017, 19:54:21 pm von Sorgnix » Gespeichert
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