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Autor Thema: Bernstorf-Schatz in Bayern soll Fälschung sein  (Gelesen 60023 mal)
RonnyNisz
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Es gibt auch ein Leben ohne Sonde!


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« am: 24. Oktober 2014, 11:32:22 am »

Das Prunkstück der Aräologischen Staatssammlung in Bayern soll eine Fälschung sein, das Gold ist "zu rein" für die Antike.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bronzezeit-schatz-von-bernstorf-zu-sehr-gold-um-wahr-zu-sein-1.2188153
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Derfla
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« Antworten #1 am: 24. Oktober 2014, 13:39:27 pm »

Bin mal gespannt, wo das ganze hinführt. Gefunden wurde dieser Schatz von einem bekannten Arzt aus Dachau der auch dafür das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. Mir persönlich war das ganze" wie " gewissermaßen unheimlich und da hatte ich so im Hinterstübchen schon immer einen Verdacht. Nun muß man aber sagen, daß die Analysenmethoden, die angewandt wurden, das Material nur an der Oberfläche analysieren ( Bruchteile von mm), d.h. die Zusammensetzung im Inneren kann da ganz anderst sein. Daß Elemente wie z.B.Silber oder auch Kupfer von der Oberfläche durch Gewässer herausgelöst werden können, dadurch daß sie auch verschiedene Elemente mitführen und daß da sich im Boden auch Säuren bilden die zum Herauslösen prädestiniert sind, ist eine alte Tatsache ( Zementation). Jeder Sucher, der mal solche 5 -oder 10 Pfennigstücke aus dem Kaiserreich gefunden hat, kann dieses alles beobachten. Diese Münzen sind eigentlich durch ihren hohen Nickelgehalt mehr silbrig ( Zusammensetzung der Münzen ist Kupfer und Nickel) hell aussehen. Heraus kommen sie aber aus dem Boden in roter Kupferfarbe. D.h. aber, daß das Element Nickel an der Oberfläche herausgelöst wurde. Je länger so ein Vorgang geht, und das ist eine Frage der Zeit im Boden, je mehr Nickel wird von der Oberfläche entfernt bzw. herausgelöst, so daß gerade diese Oberfläche kupfern wirkt dem Aussehen nach.Man hat auch im Mittelalter schlechte, in ihrem Silbergehalt für das Nominal zu niedrig, da zu hoher Kupfergehalt, das Kupfer aus der Oberfläche der Münzschrötlinge herausgelöst, sozusagen mit Weinsteinsäure weißgesotten ( z.B Schinderlingzeit),um einen wahren Silbergehalt für die Bürger zu immitieren und da man damals eine Realwährung hatte, war das ein ganz großer Betrug an den Bürgern durch die Münzhersteller. Man sieht also, daß das Ganze gar nicht so einfach ist, wie man glaubt und hier müssen sich auch die Analytiker über ihre Fehlermöglichkeiten eingedenk sein. Wenn jemand so etwas fälscht, so sollte er doch genau wissen, was heute möglich ist und was nicht. Da muß man halt das Gold von römischen oder mittelalterlichen Münzen dazu nehmen, was dann sicherlich ein teures Unterfangen wird. Werde das  mal weiter verfolgen
Derfla  winke winke
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thovalo
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« Antworten #2 am: 24. Oktober 2014, 15:06:31 pm »


Pernicka ist ein sehr ernst zu nehmender Wissenschaftler und die naturwissenschaftliche Analyse ein äußerst starkes Argument.
Danach wäre das Troja Bayerns märchenhaft phantasievolle inszeniert worden!

Die Bernsteinstücke sind schon immer kritisch besprochen und gesehen worden!


lG Thomas  winke winke
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Darin besteht der Fortschritt der Welt, daß jede ältere Generation von der Jugend behauptet, sie tauge nichts mehr.
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« Antworten #3 am: 24. Oktober 2014, 16:15:52 pm »

 winke winke

Hatte da schon lange meine Zweifel. Aber eher auf die Bernsteinobjekte bezogen.
Alleine schon die Geschichte, wie die vermeintlichen Artefakte gefunden worden seien sollen, finde ich sehr zweifelhaft. Die Bernsteinobjekte in einem Lehmklumpen? Welcher Sucher nimmt so etwas denn bitte mit und bricht diese dann auseinander, um zu sehen, was drinnen ist?
Ferner sind Objekte mit der mykenischen Linear-B-Schrift außerhalb Kretas eine absolute Rarität - selbst auf dem griechischen Festland. Und dann im tiefsten Oberbayern? Seltsam. Und dann ist auf dem Bernstein auch noch o.g. Goldkrone abgebildet, und das Gesicht sieht aus, als hätte ein künstlerisch mittelmäßig begabter Grundschüler die berühmte "Maske des Priamos" imitieren wollen.
Ich habe auch gehört (weiß aber nicht mehr wo), dass Bachmeier sehr oft Kreta bereiste und sehr von der Mykenischen Kultur fasziniert war.
Alles sehr suspekt.

Dass kein Interesse besteht anhand moderner Materialanalysen die Zweifel zu beseitigen, liegt auf der Hand.
Nicht umsonst werden diese Objekte außerhalb Bayerns sehr kritisch gesehen.
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Furchenhäschen
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« Antworten #4 am: 24. Oktober 2014, 16:36:08 pm »

Bildzeitungsniveaugefasel!!!

Der Professor der Metallkunde Pernicka sagt selbst, ich zitiere Ihn :


"Es wird deshalb die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es sich um modernes Gold und damit um eine Fälschung handeln könnte."Zitat aus dem Bericht und Ende.

Was heißt das, Wort für Wort?
Also bewiesen ist doch noch überhaupt nichts!
Ich habe den Originalbericht gelesen.
Da werden weitere, gründlichere, mehr in die Tiefe gehende metallurgische Untersuchungen folgen müssen und solange gilt die Unschuldsvermutung!
Mit bestimmten unseriösen Äußerungen würde ich mich an dieser Stelle zum jetztigen Zeitpunkt aber sehr zurückhalten.
Man kann da sehr schnell in einen Bereich abtriften, der von betroffenen Personen nicht mehr still und leise hingenommen wird.
« Letzte Änderung: 24. Oktober 2014, 16:44:26 pm von Furchenhäschen » Gespeichert

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« Antworten #5 am: 24. Oktober 2014, 17:02:15 pm »

Das scheint mit der Herkunft von Gold schon eine recht schwierige Angelegenheit zu sein.
Bei der Himmelsscheibe hatte die BAM in Berlin damals herausgefunden, dass das Gold
mit grosser Wahrscheinlichkeit aus Siebenbürgen stammt.
Heute steht in der Zeitung, dass das Gold mit grosser Sicherheit aus Cornwall stammt,
was man mit einer neuartigen Analysemethode herausgefunden hätte.
Bin gespannt, wie das weitergeht.

Grüsse  winke winke
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« Antworten #6 am: 24. Oktober 2014, 17:06:21 pm »

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"[...] mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" zu dem Schluss: Der Bernstorfer Goldschmuck, eine der Attraktionen in der Archäologischen Staatssammlung in München, ist gefälscht. " Zitat aus dem Bericht (aber warum Ende?)

Zweifel und kritische Überlegungen dürfen und sollten wohl erlaubt sein und sind die Grundlage jeder Wissenschaft.

Ob das Gold jetzt echt ist oder nicht, müssen weiter Analysen zeigen.




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« Antworten #7 am: 24. Oktober 2014, 17:16:57 pm »

Das scheint mit der Herkunft von Gold schon eine recht schwierige Angelegenheit zu sein.
Bei der Himmelsscheibe hatte die BAM in Berlin damals herausgefunden, dass das Gold
mit grosser Wahrscheinlichkeit aus Siebenbürgen stammt.
Heute steht in der Zeitung, dass das Gold mit grosser Sicherheit aus Cornwall stammt,
was man mit einer neuartigen Analysemethode herausgefunden hätte.
Bin gespannt, wie das weitergeht.

Grüsse  winke winke

ja, in diesem Geschäft,
sofern man die Archäologie als solches bezeichnen darf gibt es viele Neider, welche mit solchen Aktionen sofort auf den Plan gerufen werden!
Da spielen evtl. auch fachliche Eitelkeiten mit rein von denen ihr nicht zu träumen wagt, mitunter Personen die in der Vergangenheit bei Begutachtungen unberücksichtigt blieben usw.!
Die Statisten in der Folge springen sofort auf den anrollenden Zug auf und pusten in das gleiche Horn!

Abwarten und Geduld beweisen,
jetzt schon von Fälschungen usw. zu reden ist in keinster Weise angebracht.
Personen die Fälschungen jetzt schon hieb und stichfest behaupten werden bei einer möglichen Richtigstellung noch sehr blöde aus der Wäsche schauen.
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« Antworten #8 am: 24. Oktober 2014, 18:09:09 pm »

Hallo Furchenhäschen!
Es ging mir nicht darum, irgendwelche Personen zu dikriminieren, sondern ich wollte einerseits nur darauf aufmerksam machen, welche Schwierigkeiten hier dahinter stecken. Andererseits darf ein Wissenschaftler, wenn es nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit,d.h. mit über 99% bewiesen ist, an die Öffentlichkeit gehen und Vermutungen die schnell als Behauptungen aufgefaßt werden, aufstellen. Hier sollte man sensibler vorgehen. Zu Deinen Ausführungen über Wissenschaftler untereinander kenne ich ganz gut. War lange genug an einer Universität um das mit zu bekommen. Das war für mich auch der Hauptgrund sie zu verlassen, denn da passt der eine auf den anderen auf, daß er ja nicht weiterkommt. Das ist aber ein anderes Kapittel das hier eigentlich nicht hingehört. Warten wir mal ab, wie es weitergeht, denn errare humanum est, trotz Hightech, das gilt übrigens für alle Seiten. Im Übrigen sind Metalle, die sehr lange im Boden gelegen haben und vielen physikalischen und chemischen Beinflussungen ausgesetzt waren nicht mit Metallen aus Gräbern, hier speziell der Gräber aus Ägypten, zu vergleichen um hieraus Schlüsse zu ziehen. Analysen von mir aus ja aber Schlüsse daraus nur mit Vorsicht.
Derfla  winke winke
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« Antworten #9 am: 24. Oktober 2014, 18:29:01 pm »

Hallo Furchenhäschen!
Es ging mir nicht darum, irgendwelche Personen zu dikriminieren, sondern ich wollte einerseits nur darauf aufmerksam machen, welche Schwierigkeiten hier dahinter stecken. Andererseits darf ein Wissenschaftler, wenn es nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit,d.h. mit über 99% bewiesen ist, an die Öffentlichkeit gehen und Vermutungen die schnell als Behauptungen aufgefaßt werden, aufstellen. Hier sollte man sensibler vorgehen. Zu Deinen Ausführungen über Wissenschaftler untereinander kenne ich ganz gut. War lange genug an einer Universität um das mit zu bekommen. Das war für mich auch der Hauptgrund sie zu verlassen, denn da passt der eine auf den anderen auf, daß er ja nicht weiterkommt. Das ist aber ein anderes Kapittel das hier eigentlich nicht hingehört. Warten wir mal ab, wie es weitergeht, denn errare humanum est, trotz Hightech, das gilt übrigens für alle Seiten. Im Übrigen sind Metalle, die sehr lange im Boden gelegen haben und vielen physikalischen und chemischen Beinflussungen ausgesetzt waren nicht mit Metallen aus Gräbern, hier speziell der Gräber aus Ägypten, zu vergleichen um hieraus Schlüsse zu ziehen. Analysen von mir aus ja aber Schlüsse daraus nur mit Vorsicht.
Derfla  winke winke

ja, genau so ist es.
Gruß
Peter winke winke
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« Antworten #10 am: 24. Oktober 2014, 22:10:09 pm »

Ich habe eben mal im Buch "Antike Metallurgie und Münzprägung" geblättert:
Griechische Goldstatere von Philipp II und Alexander dem Großen hatte Goldgehalte
von 99% - 100 % bei Silber- und Kupfergehalten teilweise < 0,01 %
Das basiert auf spektralanalytischen Untersuchungen von Hartmann 1985
Keltische Nachprägungen dieser Münzen hatten Goldgehalte von nur noch 95-98%
Inwieweit das alles vergleichbar und belastbar ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Nebenbei noch etwas metallkundliche Grundlagen:
Wenn eine Legierung mit sagen wir 98% Au und 2 % Ag aus der Schmelze erstarrt,
werden zuerst an der kältesten Stelle (Oberfläche) Kristalle ausgeschieden, die fast 100% Gold haben.
Im Inneren sieht das dann anders aus. Wenn die Analysemethode nur die Oberfläche erfasst,
sehen wir dann "nur" die 100% Au.

Gruß  winke winke
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« Antworten #11 am: 25. Oktober 2014, 09:03:35 am »

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"[...] mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" zu dem Schluss: Der Bernstorfer Goldschmuck, eine der Attraktionen in der Archäologischen Staatssammlung in München, ist gefälscht. " Zitat aus dem Bericht (aber warum Ende?)
Zweifel und kritische Überlegungen dürfen und sollten wohl erlaubt sein und sind die Grundlage jeder Wissenschaft.

Ob das Gold jetzt echt ist oder nicht, müssen weiter Analysen zeigen.


damit war lediglich das Zitatende gemeint, sonst nix!
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« Antworten #12 am: 25. Oktober 2014, 17:22:31 pm »

Hallo,
da hat wohl wieder einmal jemand einen unseriösen, wenig wissenschaftlichen  Schnellschuss gewagt, auch Professor Pernicka hat wohl etwas vorschnell etwas verlauten lassen und dies obwohl die Untersuchungen noch lange nicht abgeschlossen sind.

Wer sich mit der Materie Bernstorf, die Nähe zu Freising, die Funde, die Fundumstände, die ganze Geschichte, die Region  und und und beschäftigt weiß auch wo die Gegner zu  suchen sind.


http://www.sueddeutsche.de/muenchen/archaeologen-streit-am-gold-scheiden-sich-die-geister-1.2189425

Gruß
Peter
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« Antworten #13 am: 26. Oktober 2014, 16:15:13 pm »

Mehr zu den Fundumständen.

Gruß

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« Antworten #14 am: 29. Oktober 2014, 20:00:40 pm »


http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/gold-bernstorf-zweifel-100.html

Heute um 21:00
Kontrovers im Bayerischen Fernsehen

"Goldschatz Bernstorf
Zu rein, um wahr zu sein?"
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« Antworten #15 am: 17. November 2014, 19:53:06 pm »

in der Haut derer,
die möglicherweise einem Anderen einen schwerer Imageschaden zufügen wollten mochte ich nun nicht mehr stecken!


http://www.merkur-online.de/lokales/freising/landkreis/vorwuerfe-rund-goldfund-moosauer-schlaegt-zurueck-4456055.html


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« Antworten #16 am: 17. November 2014, 21:46:27 pm »

 winke winke

Hmmm...ich weiß ja nicht, ob diese Scharmützel nicht eher kontraproduktiv sind, die Echtheit der Goldteile Funde beweisen zu wollen.  Nixweiss  Sieht eher nach einer Revanche wegen persönlichen Animositäten aus, bei denen es um Sachen geht, die 16 Jahre her sind.

Wie auch immer: Danke für den Link.
Es bleibt spannend.
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« Antworten #17 am: 17. November 2014, 22:40:58 pm »

winke winke

Hmmm...ich weiß ja nicht, ob diese Scharmützel nicht eher kontraproduktiv sind, die Echtheit der Goldteile Funde beweisen zu wollen.  Nixweiss  Sieht eher nach einer Revanche wegen persönlichen Animositäten aus, bei denen es um Sachen geht, die 16 Jahre her sind.

Wie auch immer: Danke für den Link.
Es bleibt spannend.

 winke winke
klar ist das ganze zwischen den beiden Herren eine intensiv gepflegte "innige Freundschaft", jedenfalls kann ich die eine Seite sehr gut verstehen.

Fakt ist, dass die letzte Untersuchung des Goldes nachgewiesenermaßen auch nicht das Gelbe vom Ei ist und wichtige, weitere Untersuchungen schlichtweg fehlen, viell. aus Geldmangel?
Jedenfalls kann so keine Fälschung nachgewiesen werden und je länger das dauert umso unerfreulicher wird's.
Die einzige Spezies die sich die Hände reibt ist die örtl. (Klamauk)-Presse.

 winke winke

PS:
der war aber wirklich gut"Gold" Funde..............................
  Super
« Letzte Änderung: 17. November 2014, 22:55:04 pm von Furchenhäschen » Gespeichert

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« Antworten #18 am: 18. November 2014, 00:27:19 am »


Fakt ist, dass die letzte Untersuchung des Goldes nachgewiesenermaßen auch nicht das Gelbe vom Ei ist und wichtige, weitere Untersuchungen schlichtweg fehlen, viell. aus Geldmangel?
Jedenfalls kann so keine Fälschung nachgewiesen werden und je länger das dauert umso unerfreulicher wird's.
Die einzige Spezies die sich die Hände reibt ist die örtl. (Klamauk)-Presse.

Was ist denn das für ein unsäglicher Kommentar? Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung von metallurgischen Analysemethoden weshalb Du besser geschwiegen hättest.

Dem Prof. Pernicka reichst Du jedenfalls nicht das Wasser mein Freund.

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« Antworten #19 am: 18. November 2014, 09:38:17 am »

Was ist denn das für ein unsäglicher Kommentar? Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung von metallurgischen Analysemethoden weshalb Du besser geschwiegen hättest.

Dem Prof. Pernicka reichst Du jedenfalls nicht das Wasser mein Freund.



ja Jason,
ich wüsste nicht,
dass wir schon zusammen Säue gehütet haben!

Jedenfalls den Mund lasse ich mir von Dir bestimmt nicht verbieten!
Das Du aus der Goldsucherfraktion kommst ändert aber nichts an den nachfolgend aufgezählten Pkt.

Es mag sein, dass Prof. Pernicka von metallurgischen Analysen deutlich mehr Ahnung hat als ich!
Allerdings wäre es ihm besser zu Gesicht gestanden, hätte er aufgeführt, dass die Untersuchung des Goldes in einer Art "reduziertem, schnellen, kostensparenden Sparprogramm" durchgeführt wurden!
Er hat das Gold lediglich oberflächig angedampft.
Diese Art der Analyse alleine aufgeführt ist aber als Beweis nicht ausreichend!!!
Um dies aufzuführen muss ich kein Professor sein!
Es werden deswegen weitere Untersuchungen folgen.

Jetzt mach weiter!

 winke winke
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 10:07:59 am von Furchenhäschen » Gespeichert

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« Antworten #20 am: 18. November 2014, 12:50:03 pm »

Allerdings wäre es ihm besser zu Gesicht gestanden, hätte er aufgeführt, dass die Untersuchung des Goldes in einer Art "reduziertem, schnellen, kostensparenden Sparprogramm" durchgeführt wurden!
Er hat das Gold lediglich oberflächig angedampft.
Diese Art der Analyse alleine aufgeführt ist aber als Beweis nicht ausreichend!!!

Diese Deine Behauptungen sind völlig ohne Wert ohne den Mitlesern einen belastbaren Link anzubieten. Wo also kann man das im Original nachlesen?


Er hat das Gold lediglich oberflächig angedampft.


Die Laser-Ablation mit nachgeschalteter ICP-Massenspektrometrie ist eine bewährte Analysemethode zur Bestimmung der Spurenelemente bzw. des Spurenelementemusters einer Probe, welches auch als charakteristischer Fingerabdruck bezeichnet werden kann.

Nun, genau dieses Muster ist laut einem Bericht des BR (*) nicht nur verschieden von den Proben vom Sarg des Echnaton, sondern es ähnelt dem "modernen" elektrogalvanisch hergestelltem Reingold. Der Leiter der Archäologischen Staatsammlung Prof. Rupert Gebhard bezweifelt die Analyseergebnisse auch nicht, allerdings (Zitat) "hält er es nach wie vor für möglich, dass bereits in der Bronzezeit hochreines Gold hergestellt wurde".

Prof. Pernicka hatte übrigens seriöserweise selbst angeregt, weitergehende Untersuchungen bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung durchzuführen. Schaun wir mal, dann werden wir es schon sehen.

(*)   http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/bernstorf-goldfund-100.html
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« Antworten #21 am: 18. November 2014, 12:57:21 pm »

Also ich war auf dem gestrigen Vortrag von Prof. Pernicka. Physikalische Vorgänge verstehe recht gut und ich kann auch Zahlen lesen (hatte Mathe und Physik Lk seinerzeit und bin wissenschaftlich recht interessiert). Ich habe auch das Gedächtnisprotokoll der (so halb geheimen) Bernstorf-Tagung in München gelesen und habe außerdem Zeitungsartikel und Leserbriefe der letzten 20 Jahre zu dem Thema gelesen und weiß sogar wie der gute Herr Dr. Moosauer zu dem Grabsungsort Bernstorf gekommen ist. (ich geh da jetz aber mal nicht in die Tiefe).

Die Ergebnisse von Pernicka sind hieb- und stichfest, die Nachuntersuchung in Berlin wird sie vorraussichtlich auch nur bestätigen.
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« Antworten #22 am: 18. November 2014, 13:23:32 pm »

 winke winke

Dann möchte ich den Prof. Pernicka nochmal zitieren:

"Es wird deshalb die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es sich um modernes Gold und damit um eine Fälschung handeln könnte."

Zitat aus dem Bericht.

Der Satz Pernickas bedeutet auch nichts anderes, als das Prof. Pernicka das Gold und den Fund noch nicht zweifelsfrei als Fälschung deklarieren kann!

Solange und bis dies zweifelsfrei geklärt ist sollte man sich eben noch in Geduld üben!

Ich versorge den Link lediglich mit neuen Pressemitteilungen, halte mich aber mit persönlichen Schuldzuweisungen zurück denn es gilt bis zur zweifelsfreien Metallanalyse immer noch die Unschuldsvermutung!

Gruß
Peter

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« Antworten #23 am: 18. November 2014, 13:35:07 pm »

da möchte ich doch noch gerne das Beispiel der Himmelsscheibe von Nebra anhängen.
Auch bei diesem Fundstück wurde das Gold analysiert und trotzdem wanderte der Ursprung des Goldes im Laufe der Untersuchungen mehrfach.

Hier noch ´zwei interessante Links dazu.

http://www.lda-lsa.de/aktuelles/meldung/datum/2014/10/23/neue_untersuchungsergebnisse_zum_gold_der_himmelsscheibe_von_nebra_in_umfangreichem_tagungsband_vorg/

http://www.lda-lsa.de/de/himmelsscheibe_von_nebra/naturwissenschaftliche_untersuchungen/echtheit_und_datierung/


hier ein Auszug aus dem Link des Denkmalamtes:
Denn die meisten der naturwissenschaftlichen Untersuchungs- und Datierungsmethoden lassen sich - entgegen landläufiger Ansicht - durchaus in fälscherischer Absicht unterlaufen. Der Aufwand ist jedoch äußerst hoch. Dieser multipliziert sich bis zur Unmöglichkeit, wenn der Fälscher damit rechnen muss, dass nicht eine, sondern eine Vielzahl von Prüfmethoden angewandt wird.

Gruß
Peter
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 13:40:25 pm von Furchenhäschen » Gespeichert

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« Antworten #24 am: 18. November 2014, 14:04:39 pm »

Also ich war auf dem gestrigen Vortrag von Prof. Pernicka. Physikalische Vorgänge verstehe recht gut und ich kann auch Zahlen lesen (hatte Mathe und Physik Lk seinerzeit und bin wissenschaftlich recht interessiert). Ich habe auch das Gedächtnisprotokoll der (so halb geheimen) Bernstorf-Tagung in München gelesen und habe außerdem Zeitungsartikel und Leserbriefe der letzten 20 Jahre zu dem Thema gelesen und weiß sogar wie der gute Herr Dr. Moosauer zu dem Grabsungsort Bernstorf gekommen ist. (ich geh da jetz aber mal nicht in die Tiefe).

Die Ergebnisse von Pernicka sind hieb- und stichfest, die Nachuntersuchung in Berlin wird sie vorraussichtlich auch nur bestätigen.

 winke winke

die Nachuntersuchung sollte man aber schon abwarten und was voraussichtlich passieren wird wissen wir noch nicht (das wäre ja sonst Kaffeesatzleserei und diese ist wissenschaftl. nicht begründet!)
na ja das halte ich ja ohnehin für ziemlich delikat,
dass diese Veranstaltung ausgerechnet von den Freisingern veranstaltet wurde.
Die (Schaden-)Freude und der Neid scheinen wohl besonders groß und legalisieren es wohl in deren Augen dem einen eine reinwürgen zu wollen!

hier noch der Link zur Veranstaltung
http://www.archaeologischer-verein-freising.de/

Das ganze entwickelt sich ja noch zu einem wahren Bauerntheater!
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 14:13:37 pm von Furchenhäschen » Gespeichert

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« Antworten #25 am: 18. November 2014, 14:15:25 pm »

na ja das halte ich ja ohnehin für ziemlich delikat,
dass diese Veranstaltung ausgerechnet von den Freisingern veranstaltet wurde.

Man hatte vor längerem versprochen, man würde einen neuen Vortrag halten sobald es Neuigkeiten zu Bernstorf gäbe. Jetzt gibts Neuigkeiten, also hat man den Wissenschaftler eingeladen, der die Funde untersucht hat. Der archäologische Verein hat Pernicka nur eingeladen seine Methoden vorzustellen und seine Ergbnisse zu erklären. Weder der Name Moosauer, noch ist gestern der Begriff Fälschung ist gefallen (soweit ich mich erinnere), noch der hat der Verein auf den Inhalt von Pernickas Vortrag Einfluss genommen. Ich weiß nicht ob du dort warst oder wenigstens die Aufzeichnung vorab gesehen hast, aber von Schadenfreue kann nicht die Rede sein.


die Nachuntersuchung sollte man aber schon abwarten und was voraussichtlich passieren wird wissen wir noch nicht (das wäre ja sonst Kaffeesatzleserei und diese ist wissenschaftl. nicht begründet!)

Schön dass du die bedeutung des Wortes "vorraussichtlich" nicht kennst und eine Einschätzung sofort alsTatsache abstempelst.  NoGo

---
Über Nebra: Du wirfst Zeug in den Raum das entweder nur wenig mit Bernstorf zutun hat, oder sich auf alte Sachlagen stützt, als man noch keine Umfangreichen Daten und gute Messmethoden hatte und einfach gemutmaßt hat. Mittlerweile hat man brauchbare Datenbanken mit denen man die Analysen abgleichen kann. Diese gabs zu den Anfangszeiten der Untersuchung der Himmelsscheibe (damals noch "Sternenscheibe") nicht.

---

Und zu guter letzt: Weder Pernicka, noch irgendein anderer Wissenschaftler kann irgendwas als Fälschung deklarieren, das darf nur ein Richter. Pernicka kann nur sagen, dass das Gold seinen Untersuchungen nach, moderner Quelle zuzurechnen ist und nach keinem wissenschaftlichen Maßstab der Bronzezeit zugerechnet werden kann.
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2014, 19:06:14 pm von mc.leahcim » Gespeichert
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« Antworten #26 am: 18. November 2014, 14:21:20 pm »

Man hatte vor längerem versprochen, man würde einen neuen Vortrag halten sobald es Neuigkeiten zu Bernstorf gäbe. Jetzt gibts Neuigkeiten, also hat man den Wissenschaftler eingeladen, der die Funde untersucht hat. Der archäologische Verein hat Pernicka nur eingeladen seine Methoden vorzustellen und seine Ergbnisse zu erklären. Weder der Name Moosauer, noch ist gestern der Begriff Fälschung ist gefallen (soweit ich mich erinnere), noch der hat der Verein auf den Inhalt von Pernickas Vortrag Einfluss genommen. Ich weiß nicht ob du dort warst oder wenigstens die Aufzeichnung vorab gesehen hast, aber von Schadenfreue kann nicht die Rede sein.

Hallo,
der Vortrag wird ohnehin in Kürze auf den Seiten des Vereins online gestellt.

Das der Verein Einfluss auf den Vortrag genommen hat habe ich mit keiner Silbe behauptet, wie kommst Du denn darauf?

Gruß
Peter
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« Antworten #27 am: 18. November 2014, 14:25:25 pm »

Man hatte vor längerem versprochen, man würde einen neuen Vortrag halten sobald es Neuigkeiten zu Bernstorf gäbe. Jetzt gibts Neuigkeiten, also hat man den Wissenschaftler eingeladen, der die Funde
Schön dass du die bedeutung des Wortes "vorraussichtlich" nicht kennst und eine Einschätzung sofort alsTatsache abstempelst.  NoGo

Zum Thema Kaffeesatz: Herr M. hat (nach eigener Aussage) das Orakel von Delphi und eine Rutengängerin konsultiert, die ihm halfen das Gold zu finden ;)

Hallo ,
Du schweifst vom Thema ab!
Interessiert nicht!

Gruß
Peter
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« Antworten #28 am: 18. November 2014, 14:31:45 pm »

Über Nebra: Du wirfst Zeug in den Raum das entweder nur wenig mit Bernstorf zutun hat, oder sich auf alte Sachlagen stützt, als man noch keine Umfangreichen Daten und gute Messmethoden hatte und einfach gemutmaßt hat. Mittlerweile hat man brauchbare Datenbanken mit denen man die Analysen abgleichen kann. Diese gabs zu den Anfangszeiten der Untersuchung der Himmelsscheibe (damals noch "Sternenscheibe") nicht.

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Und zu guter letzt: Weder Pernicka, noch irgendein anderer Wissenschaftler kann irgendwas als Fälschung deklarieren, das darf nur ein Richter. Pernicka kann nur sagen, dass das Gold seinen Untersuchungen nach, moderner Quelle zuzurechnen ist und nach keinem wissenschaftlichen Maßstab der Bronzezeit zugerechnet werden kann.

die letzte Herkunftsänderung des Goldes der Himmelsscheibe liegt noch nicht all zulange zurück!
Soweit zum Stand der Untersuchungen!

Ich hielt den Link der Himmelsscheibe für den Forenmitleser als einen interessanten Hinweis zu abgeschlossenen Goldanalysen.
Ich glaube nicht, dass ich dies Dir gegenüber zu begründen habe!
Gruß
Peter
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stratocaster
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« Antworten #29 am: 18. November 2014, 14:33:13 pm »

Ich schlage vor, ihr kauft euch alle einen Sandsack und lasst dort den Frust ab.
Oder tragt Eure persönlichen Kleinkriege per pm aus.
Es langweilt  Unschuldig
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