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Autor Thema: Morphologie Prospekten  (Gelesen 20803 mal)
Torty
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« am: 30. September 2013, 19:41:28 pm »

Als ich vor rund zwei Jahren angefangen hatte, mein Setup für das morphologische Prospektieren zu erstellen, ahnte ich noch nicht, wie weit ich in dieser Materie mich jemals hinein arbeiten würde. Für alle die sich mit der morphologischen Prospektion beschäftigen möchten, habe ich ein Leitfaden erstellt. Viel Spass beim ausprobieren.




Im obigen Bild lassen sich die Spuren des ehemaligen Talgletscher noch recht gut erkennen. Die Lehnsessel-förmigen Halbkreise habe ich rot gekennzeichnet. Die Ablaufbahnen sind grün/blau eingezeichnet.



Für dieses Bild habe ich eine ehemalige Gletscherzunge ausgewählt. Die einzelnen Vorstösse (Endmoränen) sind rot gekennzeichnet. Das Setup hierfür: die Ablaufbahnen der einzelnen Vorstösse ermitteln und diese nach der Menge der einzelnen Vorstösse auszählen. Die Goldhöffigkeit der Ablaufbahnen wächst, je mehr Vorstösse eine Ablaufbahn benutzen.



Die Morphologie ist auch noch für etwas anderes gut. Das obige Bild zeigt, Rot gekennzeichnet, dass das Nildelta einmal woanders zu finden war.



Wer Ruhm und Ehre ernten möchte, kann die Ämter der Denkmalpflege immer wieder sowas wie das obige Bild zusenden. Dieses Objekt auf dem Bild, war noch nicht erfasst.












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schwendi
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« Antworten #1 am: 02. Oktober 2013, 08:29:42 am »

Das eine ist ja der Transport des erodierten Materials. Aber das andere, und nach meinem Verständnis Wesentliche, ist die Aufkonzentrierung der Schwereminerale. Kurz und bündig, wo und wie legt der Gletscher schweres Material ab und wo Leichtes. Hast Du dazu Überlegungen oder Erfahrungen?
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Torty
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« Antworten #2 am: 02. Oktober 2013, 11:22:11 am »

Kurz und bündig, wo und wie legt der Gletscher schweres Material ab und wo Leichtes. Hast Du dazu Überlegungen oder Erfahrungen?

Aus der Überlegung heraus, warum und wo die Gletscher ihr schweres liegen lassen, entstand mein Setup. In den jungen Alpen recht einfach, ein Beispiel kann man in mein Leitfaden begutachten, auch ein Beispiel für ein altes Gebirge. Bei älteren Gebirgen sind die Abflüsse nicht mehr genau bestimmbar, man braucht schon ein geübtes Auge dafür, weil, durch die dynamische Erde die Abflussrichtungen sich immer änderten, jüngestes Beispiel wäre da die Donau und ihr Abfluss Richtung Westen.



..oder die Landkarte auf Stein (Quelle: colnianman.com). Auf der Landkarte soll sogar der legendäre Nord-Urstrom Eridanos sich befinden.



Vermuteter Flussverlauf des Eridanos (Quelle: Wikipedia).

Meine Erfahrungen, wo die Gletscher ihr schweres abgelegt hatten, kannst Du hier erlesen.


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Torty
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« Antworten #3 am: 02. Oktober 2013, 11:40:33 am »

Was sich allerdings bei meinen Projekt heraus gestellt hatte, ist die Tatsache, dass ehemalige Talgletscher in alten Gebirgen, die ihr Nährboden bereits schon aufgebraucht hatten, in den tiefsten Stellen, dort wo der EisDruck am höhsten war, bereits unsere Ahnen schon massiv Gold geschürft hatten.  

Querschnitt eines Kargletschers...



(Quelle: heltschl.org / Leser und Panzer 1981)

Hier ein Beispiel (Bild als Anhang und siehe rote Pfeile ___ Aushub)





« Letzte Änderung: 02. Oktober 2013, 11:46:47 am von Torty » Gespeichert

schwendi
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« Antworten #4 am: 03. Oktober 2013, 08:16:18 am »

Musst mir etwas auf die Sprünge helfen. So richtig klar habe ich nirgends gelesen, wo und wie der Gletscher das Schwere vom Leichten trennt, sozusagen eine "Gletscherseife" bildet. Nach meinem Verständnis erledigen dass die Flüsse. Ich schätze mal, durch "Lesen" der Gletscher kann man herausfinden, in welchen Regionen Gold liegen kann, aber um wirklich lokal die richtigen Orte zu finden, muss man doch eher die Flüsse studieren.

Ich verstehe noch nicht, wie Dein Ansatz die klassische Prospektion ersetzen kann.
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Torty
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« Antworten #5 am: 03. Oktober 2013, 11:11:59 am »

Ich verstehe dein Problem. Ich hatte sehr lange gebraucht bis ich die Lösung fand. Ich möchte allerdings vermeiden, das ich "Vorsage". Ich möchte nicht die kreativen Goldschürfer degradieren, das wäre unfähr.

Ich gebe Dir trotzdem ein Bild Hinweis.   

Bild Hinweis

Die Morphologie ist für dieses Beispiel sehr einfach gehalten. Für die nächste aktive Kaltzeit wird die Ablaufrinne wieder benutzt..

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schwendi
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« Antworten #6 am: 03. Oktober 2013, 13:43:29 pm »

Habe noch einiges gelesen und nachgedacht. Ich denke, ich habe verstanden was Du meinst. Das ist in der Tat sehr spannend. Mir fallen dazu gerade zwei, drei Beispiele ein, bei welchen das tatsächlich die Erklärung sein könnte. Danke, dass Du dieses Wissen mit uns teilst.

Ich werde den Ansatz mal mit einem Geologen diskutieren...
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Torty
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« Antworten #7 am: 03. Oktober 2013, 19:08:29 pm »

Ok. Dann freu ich mich, das Du es langsam verstehst. Ich habe mittlerweile die kompletten Alpen durch, Norwegen, das Kammgebirge in Ostbayern usw.
In Norwegen kann man am besten studieren, weil dort alles schön abgerundet wirkt und ja auch ist.
Ich bring noch ein Bild mit. Vordergründig lässt sich auf diesen Bild erkennen, wie der ehemalige Talgletscher den Berg abgebergbaut hat.  grins
Auf der Rückseite sind dann noch die ehemaligen Kargletscher.

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schwendi
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« Antworten #8 am: 04. Oktober 2013, 08:31:19 am »

Der Zufall will es, dass ich gerade diesen Sommer in Norwegen war. Die Fjells sind wirklich eindrücklich, die Spuren der Gletscher sind dort allgegenwärtig.
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Torty
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« Antworten #9 am: 04. Oktober 2013, 13:57:50 pm »

Norwegen macht Spaß. Hab noch ein schönes Bild für Dich. Dredgen im übergeordneten Gleithang..



...und noch ein Video von unseren norwegischen Freunden.


http://www.youtube.com/watch?v=Ewaj-rLnlY0
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schwendi
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« Antworten #10 am: 07. Oktober 2013, 08:07:59 am »

ja. mit diesen Kollegen hatte ich auch schon Kontakt  zwinker
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Torty
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« Antworten #11 am: 10. Oktober 2013, 15:22:10 pm »

Wenn man im Übergeordneten Gleithang Goldschürfen möchte, sollte man allerdings auch auf die Holozänen Erosionen aufpassen. Diese wie im Bild abgebildet, können eine Mächtigkeit von rund 260m erreichen. Solche Kegelförmigen Ablagerungen können schonmal ein Goldschürfer Tag verderben. :D

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Torty
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« Antworten #12 am: 29. Dezember 2013, 13:34:02 pm »

Wie ein guter Freund aus Nürnberg immer sagt:
"wie im großen so im kleinen – wie oben so unten – wie unten so oben – wie innen so außen – wie außen so innen"

Die Spur des Gold / Ein Geomorphographie Beispiel von British Columbia




http://www.freiheit-durch-gold.com/die-spur-des-gold-ein-geomorphographie-beispiel-von-british-columbia/#more-1671
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Torty
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« Antworten #13 am: 29. Dezember 2013, 13:40:28 pm »

ja. mit diesen Kollegen hatte ich auch schon Kontakt  zwinker

Er ist sehr nett und in allen unseren privaten Gruppen dabei.
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Torty
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« Antworten #14 am: 03. Januar 2014, 15:21:54 pm »

Wie eine Goldlinie in ein Fliessgewässer funktionieren kann, zeigt die Morphologie eines zugefrorenen Flusses auf.

Den Beitrag findet Ihr hier: http://www.freiheit-durch-gold.com/freiheitdurchgold-wissen/

Ein Foto bring ich euch mit.



Das Eis zeigt noch mehr Details auf, aber ich denke mal, das erkennt ihr auch.
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Torty
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« Antworten #15 am: 25. Januar 2014, 10:13:27 am »

Für das Hobby Gold-und Mineralienwaschen muss man Zeit und Geduld mitbringen. Das Gold- und Mineralienwaschen selbst, siedelt sich ziemlich zum Schluss der Arbeitsgänge an. Die ersten Arbeitsgänge sind das Prospektieren. Dies kann man daheim vor dem Computer oder jeden Bach in der Natur abgehen. Beide Varianten gefallen mir. Ich bin der Meinung, dass man dieses Hobby leben muss, viele, sehr viele machen es leider nicht. Viele fahren stumpfsinnig zum Bach oder Fluss und schaufeln in irgendein Loch hinein, veröffentlichen dann die Ausbeute, alle klatschen und das war es dann, schönes Hobby!

http://youtu.be/RkhRbFjgNj0

http://www.freiheit-durch-gold.com/freiheitdurchgold-wissen/3/
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Torty
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« Antworten #16 am: 28. September 2014, 10:04:36 am »

Und wieder ein trockenes Thema für euch.

Mit der fortschrittlichen Fototechnik, lässt sich für den Bereich “urzeitliche Gletschermorphologie”, immer neuere morphologische Foto-Fakten schaffen.



Das Foto oberhalb zeigt Endmoränen in der Miozänen Landmasse auf. Diese Endmoränen finden sich nicht in geologischen Karten.
Diese Entdeckung übermittle ich der bayerischen Geologischen Behörde.

Hier der ganze Text.

http://www.freiheit-durch-gold.com/wichtig-endmoroenenwaelle-in-der-miozaene-landmasse-morphologische-auswertung/
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lafarge
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« Antworten #17 am: 02. Oktober 2014, 15:37:01 pm »

Hallo Torty,
schöne Berichte. danke, dass du sie reinstellst und man mitlesen (lernen) kann.
Zu deinem einen Bild über das ehemalige Nil-Delta (ist aber schon von letztem Jahr) denke ich aber,
dass das, was du da eingezeichnet hast nicht das ehemalige Delta ist.
Das Hochplateau und die Klippen in Verbindung mit den sich von NW nach SE erstreckenden  Dünenfeldern
sugerieren da etwas, was so nicht stimmt.

Bis denn,

Lafarge

P.S. Du hast übrigens eine interessante und tolle Homepage  grins
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Torty
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« Antworten #18 am: 06. Oktober 2014, 18:23:32 pm »

Danke Lafarge.

Zwecks dem Nil-Delta kann ich zwecks der Morphologie nichts näheres schreiben. Mir fehlen einfach die Daten dazu. Eine Exkursion dorthin würde vielleicht einige aufklären. Ich weiß aber, dass ich dort wohl niemals aufkreuzen werden.

Danke für dein Interesse. :)

bis denne,

Torsten
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Torty
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« Antworten #19 am: 06. Oktober 2014, 18:24:06 pm »

Drumlin in der Miozänen Landmasse unterhalb der Amper Ablaufbahn entdeckt.
Für uns Sammler des geologischen Goldes, werden die Miozänen Landmassen immer wichtiger. Schade das sich so wenige dafür interessieren.

http://www.freiheit-durch-gold.com/wichtig-endmoroenenwaelle-in-der-miozaene-landmasse-morphologische-auswertung/4/

Die Mächtigkeit der Eiszeitlichen Abschmelzungen können kleine Goldseifen entstanden lassen haben. Diese zu finden ist eine wahre Herausforderung.



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Torty
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« Antworten #20 am: 19. November 2014, 09:25:40 am »

Das Naturgold der Leitzach, eine morphologische Ausarbeitung



http://www.freiheit-durch-gold.com/das-naturgold-der-leitzach-eine-morphologische-ausarbeitung/

Viel Spass beim Lesen und macht euch Gedanken über eure Prospektion. :)

 
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Torty
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« Antworten #21 am: 31. Mai 2015, 12:16:23 pm »

Goldschürfen Inn-Gletscher Würmkaltzeit

Mit einer guten Waschfreundin, weit nach der Arbeit beim Goldschürfen gewesen. Inn-Gletscher Endmoränen / Würmkaltzeit.
Die Höffigkeit beträgt nur 500m, daher keine Foto vom Bach. Sorry

Das Gold wurde aus den Prallhängen separiert und reichert sich in den nachfolgenden Kurven an. Eigentlich ziemlich simpel, weil die Natur “einfach” ist.



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Torty
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« Antworten #22 am: 31. Mai 2015, 15:05:09 pm »

Wer höffige Goldplacers finden möchte, muss die eiszeitlichen Gletscher verstehen. Das ist das Geheimnis, nicht mehr und nicht weniger.


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Torty
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« Antworten #23 am: 17. Juni 2015, 12:43:36 pm »

Ich weiß, dass ich hier ein "Alleinunterhalter" bin. Das macht mir aber nichts. Für mich ist wichtig, dass Wissen weiter zu vermitteln.


Im Zuge meiner Inn-Gletscher-Ausarbeitung, bestätigt sich die Lehrbuchmeinung über den Gammernwalder-Gletscher und den Prien-Gletscher nicht.

Die Orange Linie stellt die Endmoränen des Inn-Gletschers als Skizze dar. Der Prien-Gletscher hatte ein maximalen Vorschub bis rund Frasdorf, der Gammernwalder-Gletscher ist noch nicht einmal aus der Samerberger Region herausgekommen, leichte Endmoränen lassen sich neben dem Samerberger-Gletscher aus morphologischer Sichtweise erkennen.

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whitecrow68
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« Antworten #24 am: 19. Juni 2015, 00:43:58 am »

Hey Torty,

ich muss bei dir in die Lehre gehen winke winke

LG,

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Torty
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« Antworten #25 am: 19. Juni 2015, 08:30:16 am »

Hey Torty,

ich muss bei dir in die Lehre gehen winke winke

LG,

Tom


Hallo Tom.

Jederzeit. Immer mehr interessieren sich dafür, weil die Leute den nachweislichen Sinn erkennen. Die Nachfrage ist immo sehr hoch. Mein E-Mail Postfach ist immer voll und komme mit den Beantworten nicht mehr nach, weil es eben doch auch ins Detail geht.

Auch eine wichtige Erkenntnis ist, dass sich zum Beispiel der Chiemsee Gletscher gedreht haben muss, dass wiederum wäre eine wichtige Erkenntnis um höffigere Goldstellen zu finden. Die Ablaufrichtung der Ablaufbahnen sind übergeordnet für das Goldschürfen auch wichtig, Gold ist schwer, Gebirge auch, obwohl Kalkgebirge wohl nicht. :)

Tom, ab August habe ich aber weniger Zeit, weil für mich die Dredge und Highbanker Saison für die Alz anfängt (hab ja um zwei Jahre verlängert bekommen :D )
Viele Grüße
« Letzte Änderung: 19. Juni 2015, 09:12:52 am von Torty » Gespeichert

indy70
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« Antworten #26 am: 20. Juni 2015, 13:05:24 pm »

Hallo Torty,

Wo würdest Du nördlich von der Stadt Salzburg suchen? Da befinden sich Endmoränen im Bereich des Wallendes, der Trummerseen usw....

Wenn  ich Dich richtig verstanden habe und das Bild von Goldegg richtig interpretiere, dann separiert sich das Gold unterm Gletscher genauso wie in einem Bach, nur, dass das ganze halt langsamer fliesst.

der berg wo Goldegg draufliegt ist demnach ein großer Stein im Fluss, wo dahinter sich Gold sammelt.
Wie die Verteilung von Gold an den Endmoränen funktioniert  hab ich aber nicht herausgefunden.

Vielleicht gibt Du mir ja einen Tip wo bei den Salzburger Seen eine goldhöffige Stelle zu finden sei.


Liebe Grüße

Indy
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whitecrow68
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« Antworten #27 am: 21. Juni 2015, 09:11:24 am »

Hey Torty,
ja das mit der Zeit ist immer so eine Sache. Ende Juli bin ich wieder für 3 Wochen in Norwegen Dredgen. Soweit ich weiss, hast du dich ja auch mit den glazialen Verschiebungen dort beschäftigt. Ich habe mir in der Nähe von Oppdal was rausgesucht, und mich würde deine Meinung zu der von mir gewählten Stelle interessieren. Wenn du es einrichten könntest...
Glückwunsch zur Verlängerung, bin schon gespannt :)

LG,

Tom
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Torty
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« Antworten #28 am: 21. Juni 2015, 13:38:57 pm »

Hallo Indy70,

Durch die langsame Gletscherbewegung, wird das darunterliegende Gestein langsam abgeschmirgelt und transportiert. Goldegg zum Beispiel, war mal eine massive Bergeinheit. Die Gletscher haben diesem im wahrsten Sinne des Wortes "Platt" gemacht. Goldegg, der Bereich besteht zum größten Teil aus metamorphen Gestein, sogar der ehemalige dortige abgelagerte Sandstein, hat eine metamorphe Phase miterlebt. Weil sich aber im ehemaligen Sandstein kein Gold befinden kann, sich aber im Bereich Goldegg doch Gold findet, muss man noch weiter in der Geschichte der Gesteine zurück. Nach ungefähr 200-250 Millionen Jahre zurück, haben sich, wo sich jetzt Goldegg befindet, die Ausläufer der submarine Vulkane dort befunden. Weil dieser Bereich "submarine" war, erklärt es auch warum man für diesen ganzen Bereich metamorphen Sandstein (Quarzit) findet.

Durch das Abschmelzen der Gletscher in den Ablaufbahnen, wurde das Gold durch das Schmelzwasser in diesen Ablaufbahnen separiert. Goldegg, stellt in der Salzacher-Ablaufbahn ein Hindernis dar, ähnlich wie in einer Rinne der Riffel. Je größer der Riffel in deine Rinne, desto mehr Gold verfängt im Riffelbereich. So ungefähr kannst du das vergleichen. Daher befindet sich für den Bereich Goldegg davor Gold und auch danach und sogar bis in die Salzach Endmoränen in Bayern (Inn, Alz, Salzach).

Im Groben lässt sich das so beschreiben, die Gletscher betreiben Bergbau und das Schmelzwasser der Gletscher waschen das Gold, wie in einer Rinne, aus (separieren). Die heutige Separation ist im Vergleich mit der Separation der Schmelzwassereinheiten nicht zu vergleichen. Heute wälzt das Wasser oder auch Hochwasser nur um.

Durch die Glazialmorphologie oder sogar durch die Glazialgeomorphologie lassen sich noch richtig "Nice" Goldstellen finden, sogar gezielt.

viele Grüße
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Torty
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« Antworten #29 am: 21. Juni 2015, 14:03:52 pm »

Hallo Tom,

Norwegen hat schöne ausgerundete Ablaufbahnen. Da wir dort leider nicht beheimatet sind und nur den Urlaub dort verbringen, würde ich die Ablaufbahnen favorisieren. Mit der Dredge geht es eh flott.
Eine andere Möglichkeit wäre, dafür braucht man aber Geduld und Zeit, wäre, die Querbäche über die die Gletscher zogen zu prospektieren. Querbäche dienten wie Querfurchen...


Hmm, die Bilder sind zu groß.
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