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Autor Thema: Mulden im Fels  (Gelesen 2870 mal)
Ölfinger
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Ohne Öl fehlt Dir was.


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« am: 05. August 2013, 16:22:38 pm »

Hallo,
das vergangene Wochenende habe ich in der sächsischen Schweiz verbracht und dabei auch den LiliensteinWiki bestiegen.
da mir bekannt war, daß es von dort Funde ab dem Neolithikum bis ins Mittelelter gibt, habe ich mir die Felsen recht intensiv angesehen und dabei diverse Spuren wie Mauerreste, zahlreiche in den Felsen gestemmte Balkenlager, eingestemmte Fußböden von Zimmern usw. gesehen.

Was mir auch auffiel sind mehrere wannenartige Vertiefungen von 50...120cm Durchmesser auf den Felsplateaus. Sie wirkten auf mich nicht natürlich. Besonders das nicht abgelatschte Exemplar auf dem etwas abseits gelegenen Felsvorsprung (Wanne2.jpg) erscheint mir künstlich.
Mich interessiert, wie Ihr das seht:
Doch natürlicher Ursprung? Feuerstellen, die den Sandstein mürbe gemacht haben? Regenwassersammelbecken (Der Aufstieg ist recht beschwerlich..)?
Ich freue mich über Eure Einschätzungen.
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Ölfinger
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« Antworten #1 am: 05. August 2013, 18:50:41 pm »

Den Täter hast du bereits auf dem Foto.

Das Wasser.
Die alte Geschichte von Wasser das sich ausdehnt und zusammenzieht und dabei alles klein bekommt was ihm im Wege steht.
Zumal nasser Sandstein nicht gerade ein Material für die Ewigkeit ist...
Bei uns heissend ie Dinger Drudenlöcher und sind auch in deutlich härteren Gesteinen zu finden.
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Ölfinger
Erzherzog
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« Antworten #2 am: 05. August 2013, 20:18:19 pm »

Das ist ja interessant. Boooa
Da die Verwitterung der Sandsteinfelsen in etwa der Form eines Schneemannes folgt, hätte ich nicht gedacht, daß sich oben drauf Wasser sammelt und solche Löcher entstehen können. Wo bleibt eigentlich der frei werdende Sand? Im Falle des Liliensteines hat dieser Körnungen bis ca. 3mm, so daß ich nicht glaube, daß der Wind diesen fortträgt.
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« Antworten #3 am: 06. August 2013, 05:38:48 am »

Geht ja auch nicht von heut auf Morgen, sondern dauert schon n paar Generationen..
Mal ein heftiger Sturm oder starker Platzregen mit Hagel und schon ist der Sand fort, ich muss nach dem heutigen Gewitter auch wieder den Split im Hof in die Pflasterfugen zurückkehren besorgt

Die Natur kann manchmal beeindruckende Kräfte freisetzen.
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Ishtar
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« Antworten #4 am: 07. August 2013, 18:59:15 pm »

Hallo!

Literaturverweise sind ist mir ad hoc nicht bekannt, in denen näher auf just jene Schalensteine eingegangen wird. Wind und Wetter tun natürlich ihr übriges, aber diese Höhlungen im Stein wird der Mensch geschaffen haben. Durch die - wenn auch kurzfristigen - Siedlungsaktivitäten in früherer Zeit rund um die Tafelberge, besteht schon eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Schalen - ähnlich wie in anderen Gebieten Deutschlands und Österreichs - eine Rolle in kultischen Ritualen der Bronzezeit(?) spielten. Gerätschaften, Gefäße und Scherben fanden sich vorzugsweise an markanten Geländepunkten und da in Höhlen, Felsritzen und unter Abris an. (vgl. ARCHAEO Heft 4 / 2007 / Beitrag: "Archäologie im Elbsandsteingebirge")
 
Eine spätere Weiternutzung der Schalensteine scheint auch hier nicht ausgeschlossen zu sein.

Übrigens, falls du dich mal wieder in der Gegend aufhälst, dann empfehle ich einen Abstecher nach Tisá (CZ) nahe Petrovice (Peterswald) in die Tyssaer Wände zu machen. Fantastische Klettermöglichkeiten hats da und auch einfache Begehungen für Nichtkletterer sind möglich - allein schon der atemberaubenden Aussicht wegen.

Viele Grüße

 winke winke

« Letzte Änderung: 07. August 2013, 23:25:48 pm von Ishtar » Gespeichert

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