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Autor Thema: Anfrage zu Zusatzbestimmungen der Grabungserlaubnis NRW  (Gelesen 625 mal)
Shama
Bursche
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Beiträge: 6


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« am: 15. Mai 2012, 16:51:59 pm »

Sehr geehrte Suche, sehr geehrte Spezialisten,

heute habe ich von der Behörde die Erlaubnis zum Sondeln erhalten.

Als ich den Antrag stellte, habe ich eine mehrseitige Erläuterung erhalten zu den Bestimmungen. In diesen war dargelegt, dass es möglich sei, von dem zuständigen Archäologen, auch Sonderegelungen eingetragen zu bekommen. Meine Frage ist nun: offiziell sind Wald und Wiesenflächen ein tabu.

Nun wohne ich in einer Region im Sauerland, welche, ausgenommen von FÜNF Ackerflächen NUR aus Wald und Wiese besteht. Da diese Wälder jedoch von "Waldbauern" beforstet sind, und viele der jetzigen Wiesen ehemaliges Ackerbauland sind, ist es da möglich, für eben solche Fläche eine Sonderregelung treffen zu können? Immerhin kann man bei diesen Bereichen nicht mehr von "unbearbeiteten" Boden reden.

Zur Sicherheit habe ich die Datei einmal beigefügt, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt.

Ich danke für die Mithilfe.

Shama

* LWL_InfoText.pdf (75.89 KB - runtergeladen 72 Mal.)
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Esmoker
Aristokrat
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Beiträge: 426



« Antworten #1 am: 15. Mai 2012, 22:04:03 pm »

Sprech mit den Besitzern der Wiese, wenn die Wiesen in den letzten Jahren beackert wurden, ist der Boden nicht mehr ungestört und du darfst sondeln!
Ur-Wiesen gibt es kaum noch, das war größtenteils alles mal Wald der abgeholzt wurde im letzten Jahrhundert um Holz zu bekommen und Ackerland zu gewinnen.

Für den Wald kannst du im berechtigten Einzelfall eine Sondererlaubnis bekommen, das musst du bei nem Kaffe und netten Gespräch mal mit deinem Archäologe bequatschen (ich denke Hr. Dr. Zeiler!?)

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Edwin
Bürger
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Beiträge: 51



« Antworten #2 am: 12. August 2012, 10:43:49 am »

Interessantes Thema!

Denn auf alten Karten (Tranchot, einsehbar www.tim-online.nrw.de) zeigt sich, dass NRW vor 200 Jahren nur in geringem Umfang bewaldet war. Es gab viel mehr Heideflächen und besonders um Ortschaften herum war jedes halbwegs flache Landstück Ackerfläche und Weideland. Erst in der Preußenzeit wurde massiv aufgeforstet, vor allem mit Fichten ("Preußenbaum").

Überraschend viele heutige Wälder in NRW waren also im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit Äcker oder Gärten!

Das Konstrukt "ungestörte Bodenflächen" stellt sich also auf jeden Fall vielschichtig dar...

Grüße
Edwin

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