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Autor Thema: Bohrkern  (Gelesen 1604 mal)
osman.herberger
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« am: 16. September 2009, 19:41:18 pm »

Servus miteinander,

riesig gefreut habe ich mich als die mittelneolithische Siedlungsstelle heute morgen auch diesen Bohrkern freigegeben hat. Das Stück ist immerhin 3,5 Zentimeter lang.

Übrigens, ich habe den Bohrkern gerade auf das Felsgesteinsteil mit der Fehlbohrung
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,38487.0.html
gehalten. Der Durchmesser des Bohrkerns am unteren, dickeren Ende entspricht haargenau dem Durchmesser auf der Fehlbohrung. Vielleicht wurde da ja mit dem selben Bohrer gebohrt ? Oder die Hohlbohrer hatten immer den gleichen Durchmesser...

Liebe Grüße aus der südlichen Oberpfalz

Stefan
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"Was man liebt, das asphaltiert man doch nicht ständig !" (Gerhard Polt)
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« Antworten #1 am: 16. September 2009, 19:50:09 pm »

Hallo Stefan,

man ist das ein tolles Teil, ich wette das der Durchmesser am dickeren Ende etwa so um die 16 - 18 mm liegt.

HG Manfred  winke winke
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« Antworten #2 am: 16. September 2009, 19:58:48 pm »

Der Länge nach zu urteilen wurde der Kern in einem Stück ausgebohrt (geschliffen),
bei dem Durchmesser üblich.
Ein klasse Fund Stefan  Super

 winke winke
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osman.herberger
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« Antworten #3 am: 16. September 2009, 20:02:25 pm »

Hallo Stefan,

man ist das ein tolles Teil, ich wette das der Durchmesser am dickeren Ende etwa so um die 16 - 18 mm liegt.

HG Manfred  winke winke

Servus Manfred,

Danke ! Die Wette hättest Du problemlos gewonnen...der Durchmesser beträgt ca. 17-18 mm. Wie kommst Du gerade auf diese Zahlen ? Erfahrungswerte ?
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« Antworten #4 am: 16. September 2009, 20:04:53 pm »

Ja..... ich habe 42 Stück und 75 % davon haben den genannten Durchmesser
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osman.herberger
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« Antworten #5 am: 16. September 2009, 20:14:26 pm »

Ja..... ich habe 42 Stück und 75 % davon haben den genannten Durchmesser

Da frag ich mal ganz naiv: Und warum gerade diesen Durchmesser ?
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« Antworten #6 am: 16. September 2009, 20:15:01 pm »

Die größeren Durchmesser so ab 19 mm wurden zwischenzeitlich abgebrochen
und dein Kern wurde im Stück geschaffen.
 winke winke
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« Antworten #7 am: 16. September 2009, 20:18:37 pm »

Ja..... ich habe 42 Stück und 75 % davon haben den genannten Durchmesser

Da frag ich mal ganz naiv: Und warum gerade diesen Durchmesser ?

es kommt ja auch auf die Größe des Beils an, es waren nicht alles nur Riesen.
Der überwiegende Teil war so etwa 120 mm lang und da langt der Durchmesser.
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osman.herberger
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« Antworten #8 am: 17. September 2009, 07:41:22 am »

Danke Manfred für die Erhellungen !
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osman.herberger
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« Antworten #9 am: 18. September 2009, 16:51:52 pm »

Es ist mir fast unangenehm, weil ich weiß, dass es langjährige Sucher gibt, die noch nie einen Bohrkern finden durften...Aber ich war heute früh nochmal auf dem selben neolithischen Siedlungsplatz und habe dort drei weitere Bohrkerne gefunden, fast schon ungerecht...
Die beiden dickeren, kürzeren haben einen maximalen Durchmesser von 20 mm, der schlanke, lange 17 mm (Länge 3,5 cm).
Während die beiden dickeren, kürzeren Bohrkerne glatt geschliffen sind, weist der schlanke, lange von oben bis unten ganz deutliche Riefen auf (siehe Fotos). Warum ist das so ?

Danke und liebe Grüße

Stefan
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« Antworten #10 am: 18. September 2009, 18:40:50 pm »

"fast schon ungerecht..."

Bei solchen Untertreibungen fehlen mir die Worte...!
Das ist ja unglaublich unverschämtes Finderglück.
Ich würde sagen, beim nächsten Besuch der Fundstelle nimmst du drei zugehörigen Äxte mit. Was sollen die aus Bescheidenheit da liegenbleiben ...

Gratulation
neolithi
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Marienbad
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« Antworten #11 am: 18. September 2009, 19:32:44 pm »

Hallo Stefan,

tolle Kerne, lagen sie im Zusammenhang? Einfach  Super Super

Zu deiner Frage mit den Rillen: die dickeren kurzen wurden gebrochen um den
Bohrvorgang zu beschleunigen,daher sind diese glatt.Sie wurden nicht lange
vom Bohrholz bearbeitet.

Der Lange mit den Rillen wurde in einem Stück ausgebohrt und wurde
daher länger vom Hohlbohrer und dem Schleifsand bearbeitet.
Wenn der Handwerker eine Pause macht wird der Bohrvorgang
unterbrochen, jede Rille ist ziemlich sicher eine Arbeitsunterbrechung gewesen.
Das Gesteinsmaterial und der Schleifsand spielt aber auch eine große Rolle.
Glückwunsch zum Fund wünscht Manfred
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osman.herberger
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« Antworten #12 am: 18. September 2009, 19:44:53 pm »

Hallo Manfred,

danke für Deine Antwort !
Alle drei Bohrkerne lagen nicht direkt nebeneinander. Das Feld ist ziemlich groß, und ich vermute, dass die Siedlung auch nicht unbedingt klein gewesen sein muss. Wobei ich nicht weiß, inwieweit solche Funde im Laufe der Jahrtausende auf so einem Feld verstreut werden. Über den dritten Bohrkern bin ich regelrecht gestolpert, als ich die Suche schon abgebrochen hatte und einfach querfeldein nach Hause ging. Er lag ziemlich weit weg von all den anderen Funden, also vermutlich ein absoluter Glückstreffer.
Das mit den Rillen ist ja sehr interessant. Ich wusste nicht, dass das mit Arbeitsunterbrechungen zu tun haben kann. Der erste, im Beitrag ganz oben gezeigte Bohrkern ist ja auch in einem Stück ausgebohrt worden und er hat keinerlei dieser Rillen. Wurde er also ohne Pausen erzeugt ? Kann aufgrund der stundenlangen Arbeit nicht sein oder ? Sorry, für meine ständige Fragerei, aber mich interessiert dieses Thema halt sehr...
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« Antworten #13 am: 18. September 2009, 19:54:12 pm »

Ich sage ja, daß Material spielt auch eine Rolle. Auch die Körnung vom Schleifsand kann solche Rillen entstehen
lassen, wenn da einige größere Steinchen zwischen sind. Es gibt viele Möglichkeiten die bedacht werden müssen.
Sieh mal hier:



Es sind auch kleine Rillen am Innenrand und am Kern.Es ist eine Replick
von mir.
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