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Autor Thema: Hohlweg? Bin am rätseln  (Gelesen 6213 mal)
Alf
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« am: 23. Juli 2006, 16:19:36 pm »

Hallo,
habe endlich Photos von einem "Hohlweg" in meiner Nähe machen können.
An sich ists wohl kein echter Hohlweg, da dieser Weg die Niederterasse(des Rheins) mit einer höheren Stufe verbindet. Sind wohl um die 4Höhenmeter.
Leider wird der Weg oft von Fahrradfahrern besucht, hoffe aber trotzdem das er nie verändert wurde.

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Alf
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« Antworten #1 am: 23. Juli 2006, 16:23:12 pm »

1.Der "Erdschwall" am Rand des Hohlweges.
2.Die "Wegpflasterung", daneben deutlich die Fahhradspuren zu sehen
3. ein weiterer Erdschwall
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Alf
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« Antworten #2 am: 23. Juli 2006, 16:27:16 pm »

1. Schön zu sehen die Grenze des Weges und die freigelegten Wurzeln des Baumes(solche Wurzeln sind für mich eigentlich immer ein typisches Merkmal für einen Hohlweg, was meint ihr?)
2. Weitere seitliche Begrenzung
3. Blick zurück zum Anfang des Weges(Rheinebene)
« Letzte Änderung: 23. Juli 2006, 16:56:51 pm von Alf » Gespeichert
Alf
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« Antworten #3 am: 23. Juli 2006, 16:30:20 pm »

1. Bild der Bepflasterung( wahrscheinlich Kiessteine ausm Rhein?)
2. Blick rauf zur höheren Trasse
3. Blick auf den Erdschwall am Rande, der oben immer kleiner wird als unten(s. Bilder davor)
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Alf
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« Antworten #4 am: 23. Juli 2006, 16:35:14 pm »

1. Blick auf das obere Ende des Weges, der dann in
2. 2Richtungen verläuft; deutlich zu sehen der neue Strassenschutt(kleine Steine und darunter halt die Erde, ideal für Fahhradfahrer?)
3. Extremes Wuchern eingeschleppter Pflanzen, hier eine ziemlich zähe Schlingpflanze mit Stacheln(die begegnet mir überall im Rheinland)
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Alf
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« Antworten #5 am: 23. Juli 2006, 16:54:45 pm »

Nochmals der gesamte Weg im Überblick.
Und ein weiteres Bild der Bepflasterung.

Meine Fragen:

ist dies ein

a)echter (um diese Höhenmeter zu bewältigen musste ein Weg sowieso diese "Form" haben)
b)ursprünglicher (vielleicht doch ausgehoben um ihn als Fahhradweg zu missbrauchen)

Hohlweg?

Deshalb schliesst sich die Frage an:
Schliessen die Steine/Bepflasterung auf eine ältere Nutzung hin? Am oberen Ende, wie gesagt, sind diese kleinen Kieselsteine mit D=1-2cm die in vielen Regionen als (neuzeitlicher) Radkiesweg dienen, wurde der Weg oben aufgeschüttet oder diente dieser Kies auch früher schon als Handelsweg?

Anmerkung zum Weg:

Rund um den Weg sind sehr viele verschiedene Baumarten zu finden, von Tannen über sehr mächtige Buchen und Eichen über kleinere Pappeln etc. reicht da alles hin(Mischwald, deutet auf Ursprünglichkeit hin?), auch diese eingeschleppten Schling und Bärenklaupflanzen spriessen besonders im Sommer in die Höhe.

Aus Recherchen weiss ich auch, das am oberen Ende, da wo der Radkiesweg lang führt ein altes Gehöft stand und diese schon seit 30Jahren abgerissen wurde.
Spanische Truppen sollen dies einmal angegriffen haben...

Und nun zum prekären Teil des Weges:
Dieser Weg läuft nahe an einer keltischen Motte(!) vorbei und besitzt auch einen kleinen Weg zu ihr.
Auf dieser Motte sind, wie auf Inseln, sehr alte und xtrem hohe Bäume zu finden.

Wie weit muss so ein Weg von einem BD entfernt sein, um auf ihm  "gefahrlos" suchen zu können?
Der Weg selber muss damals(Kelten) auch schon in Benutzung gewesen sein, wenn ich mir alte Pläne anschaue...jedoch sieht der Hohlweg nicht so alt aus, was sagt ihr dazu?

Achja, die Funktion dieses Weges war anscheinend sehr wichtig, da er als wohl einziger Weg eine schnelle Überführung zur höheren Trasse diente und somit Schutz vor dem Rheinhochwasser gab, das die ganze untere Trasse alljährlich überflutete.

Dieser Weg lässt mich seit Ewigkeiten schon nicht mehr in Ruhe,
Danke schonmal für eure Hilfe, und ich hoffe ich habs alles nicht zu umständlich geschrieben,

Gruß Dennis


« Letzte Änderung: 23. Juli 2006, 17:02:56 pm von Alf » Gespeichert
El Grabius
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« Antworten #6 am: 23. Juli 2006, 17:33:45 pm »

Hallo Dennis,
Hast Dir ja ganz schön Arbeit mit dem Weg gemacht. Aber leider kann man aufgrund von Bildern, Pflasterung etc. keine zuverlässigen Aussagen über ein Straßenalter machen. Auch ein neuer, wenig befestigter Weg frisst sich an starken Steigungen stark in den Boden.  Die leichteste Antwort auf Deine Fragen bezügl. alter Trassenführung wäre wenn Du dir eine alte Landkarte besorgst (Kopien oder Originale gibt es oft bei Ebay oder im I-Net für ein paar "Groschen" bzw. gratis). Die Karte sollte am besten vor 1900 sein, da die neuen Straßen oft eine geänderte Wegeführung aufweisen. Die "Alten" bis ca. 1900 führten meist auf den früher einmal eingeschlagenen Verbindungen entlang. Seit der Napoleonzeit gibt es sogar topographische Karten welche ziemlich genau sind und waren. Kannst auch mal nach Flurnamen wie Hoch/Hohe Straße, Leiten/Leiten Weg oder gar Salz-/Heerstraße etc. schauen. Verband die evtl. Straße zwei Orte ? In der Heimatliteratur sind ebenfalls meist alte Verbindungen zwischen Ortschaften erwähnt oder gar eingezeichnet.
Bezüglich Denkmalschutz schau mal bei DIGS vorbei.
Hoffe ich konnte Dir etwas helfen

Viele Grüße El Grabius  prost
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mattescop
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« Antworten #7 am: 08. März 2013, 22:45:04 pm »

Sollte sich der bezeichnete Bereich linksrheinisch befinden, so kannst Du auch die historischen Karten bei tim-online mal zur Recherche heranziehen.
Napoleons Kartografen haben seinerzeit nur linksrheinisch gearbeitet zum Heulen
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lord3d
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« Antworten #8 am: 09. März 2013, 16:38:01 pm »

An ältere Karten kommt man eigentlich relativ leicht heran. Hier in Bremen stellt die Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB) ziemlich viel für Niedersachsen und Umgebung online zur Verfügung. Sonst einfach mal bei größeren Bibliotheken nachfragen, zumindest in der SuUB hat man auch Zugriff auf alles Material und kann Kopien machen, wenn man keinen Ausweis hat.  winke winke
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Habemus Nachforschungsgenehmigung.
Corax
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« Antworten #9 am: 09. März 2013, 17:33:48 pm »

 Leute, der Thread ist von 2006! und der Themenstarter ist seit  über einem Jahr nicht mehr hier gewesen.. narr

Grüße Corax winke winke
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lord3d
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« Antworten #10 am: 09. März 2013, 21:26:12 pm »

Argh, jetzt hatte ich mich von den „Ungelesenen Beiträgen“ unreflektiert verführen lassen …  Big grinsing
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Habemus Nachforschungsgenehmigung.
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