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Autor Thema: Info zu Petschaften  (Gelesen 5448 mal)
klondyke
Erzherzog
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« am: 01. Oktober 2005, 10:01:38 am »

Siegelstempel

Ein Petschaft ist ein Siegelstempel zur Prägung von Siegeln in eine Siegelmasse. Unter (Siegel-)Stempel versteht man im allgemeinen Stempel für Papier, die das Siegel auf einer gummiartigen Fläche tragen, die über ein Stempelkissen mit Farbe benetzt wird. Anschließend wird der Stempel auf das Papier gedrückt und hinterlässt dort ein Abbild des Siegels.

Bei der Verwendung eines Petschaft gibt es kein Stempelkissen. Ein Petschaft besteht aus einem harten Material, in das ein Siegel eingraviert ist. Das Petschaft wird in eine weiche Masse (Wachs, warmer Siegellack, etc.) gedrückt und hinterlässt dort einen - meist erhabenen - Abdruck des Siegels. Dies kann wie eine Stempelung erfolgen, um ein Schriftstück zu siegeln und so seine Authenzität zu garantieren (letztlich über die anerkannte Stellung des Siegelnden), besonders Lacksiegel wurden und werden jedoch oft zum Verschließen verwendet, um unbefugtes Öffnen von vertraulichen Schriftsücken (Briefe, Dokumente) zu verhindern.

Petschafte finden heute vor allem in Bereichen mit starkem Geheimnisschutz, insbesondere dem militärischen Bereich Verwendung. Häufiger als Siegelmasse ist heute die Verwendung eines Petschaft mit einem Siegeltopf. An verschließbaren Aufbewahrungsorten wie Stahlschrank oder Stahlkassette ist am Türspalt bzw. der Deckelöffnung auf der einen Seite des Öffnungsspaltes ein Metalltopf aufgeschweißt, in dem sich eine weiche Masse (Knete) befindet. Auf der anderen Seite der Öffnungsspalte ist eine Kette, Faden oder ein zweiter Metalltopf angeschweißt. Eine Kette wird nun über die Öffnung den Öffnungsspalt hinweg in die Töpfe hineingedrückt, und mit der Knetmasse abgedeckt. Anschließend wird das Petschaft in die Knetmasse gedrückt, so dass sich ein Abbild abzeichnet. Auf diese Weise kann ermittelt werden, wer zuletzt den Metallschrank bzw. die Metallkassette geöffnet hatte. Ein Petschaft enthält dazu in der Regel im Siegelbild nur eine Kurzbezeichnung der Behörde und eine Registriernummer. Anhand dieser Informationen kann der Träger des Petschaft eindeutig identifiziert werden, und ob dieser zum Öffnen des versiegelten Bereiches berechtigt war.

Während ein Schlüssel für einen Schrank oder eine Kassette weitergegeben oder auch nachgefertigt werden kann, ist das Petschaft einer bestimmten Person zugeordnet und darf nicht aus der Hand gegeben werden. Oftmals ist ein modernes Petschaft nur mit einem sehr kurzen Stiel versehen, der gerade zwischen zwei Fingerkuppen passt. Oft ist er mit einem Loch versehen, um das Petschaft am Schlüsselbund zu befestigen.

Quelle: wikipedia
Gespeichert

Gruß und Gut Fund
klondyke
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