Sucherforum

Sondengehen => Fundstellen, Schätze und Sagen => Thema gestartet von: trossenstau am 25. Dezember 2018, 12:09:50 pm



Titel: Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: trossenstau am 25. Dezember 2018, 12:09:50 pm
Hallo zusammen, was meint ihr was diese 4 kleinen ?Hügel? sein könnten.
Oben am Punkt wurden leere 20cm Hülsen gefunden. Leider lässt die Vegetation keine Untersuchung zu Fuss zu. Alles stark überwachsen mit Brombeeren.

Danke Euch für Infos...und frohe Weihnachten



Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: Schrott-Paul am 25. Dezember 2018, 13:05:51 pm
Menschenhand :
Bombengrater, Flakstellung ?

Natur:
Wurzelgrater eines umgestürzten Baumes ?

Welchen Durchmesser haben die "Kreise" etwa ?


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: Sondler 64 am 25. Dezember 2018, 20:32:58 pm
Das könnten "geplünderte" Hügelgräber sein. Archäologen stellen wieder den Urzustand her.
Das Foto zeigt ein Hügelgräberfeld bei Schweinfurt und immer wo gegraben wurde ist in der Mitte des Grabhühels ein Loch.
Frage zu den gefundenen Hülsen: 2cm oder 20cm?
Gruß Sondler 64


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: trossenstau am 25. Dezember 2018, 21:26:07 pm
@ Sondler 64....Hügelgräber? Das wäre hier in meiner Region aber selten und ein Sensationsfund. Bei den Hülsen hatte ich mich vertan..es sind 2cm.
Welches Foto meinst Du "Foto zeigt ein Hügelgräberfeld bei Schweinfurt" Meine sind nicht aus Schweinfurt oder wolltest Du ein Foto mit hochladen...ich kann keins sehen..


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: Sondler 64 am 27. Dezember 2018, 02:36:39 am
Hallo,
Entschuldigung - den Bildanhang der Reliefkarte habe ich wohl verbockt. Aber nu! Ich habe mir natürlich das Gräberfeld live angesehen. Sehr beeindruckend. Das sind ja bis zu 30m Durchmesser große Gräber. Immer wenn in der Mitte des Hügels ein Loch zu sehen ist, sieht man da wilde Grabspuren.
Gruß Sondler


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: StoneMan am 27. Dezember 2018, 17:13:51 pm
...
Immer wenn in der Mitte des Hügels ein Loch zu sehen ist, sieht man da wilde Grabspuren.
...

Moin,

wundert Dich das?

Gruß

Jürgen


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: stratocaster am 27. Dezember 2018, 18:40:26 pm
Und die von den Räubern gegrabenen Löcher sind alle kreisrund und
immer schön zentrisch in der Mitte des Hügels?  :kopfkratz:

Gruß  :winke:


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: Furchenhäschen am 27. Dezember 2018, 18:55:01 pm
Hallo,
die Plünderung dieser Grabhügel kann man nicht generell der Neuzeit zur Last legen.

Schon damals, auch schon unmittelbar nach der Niederlegung erfolgten Plünderungen auch wegen dem begehrten Metall Bronze, Kupfer und manchmal auch etwas Edleres.

Gruß
Peter :winke:

 


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: boudicca777 am 28. Dezember 2018, 21:19:33 pm
Hello  :-)

Zum Zitat von Furchenhäschen
"...die Plünderung dieser Grabhügel kann man nicht generell der Neuzeit zur Last legen.":

In meiner Heimat im sonnigen Süden der Republik lieferten sich ansässige Pfarrer
um die letzte Jahrhundertwende - laut einer ortskundigen Archäologin -
Sonntags regelrechte Wettkämpfe nach dem Motto:
"Wem gelingt es, mehr Grabhügel an einem Nachmittag zu öffnen?"

Diesen Aktionen fielen unzählige Hügel zum Opfer.
Mir bleib die Spucke weg, als ich das hörte...

Guten Rutsch Euch allen! :winke:
Boudicca


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: Sondler 64 am 28. Dezember 2018, 22:00:58 pm
Hallo Freunde,
noch ein Bild für unseren Stratocaster.
Teil eines riesigen Hügelgräberfeldes bei Aubstadt neben Bad Königshofen.
Loch in der Mitte >>> Raubgräber (der kürzeste Weg zum Grab).
Komplett zerwutselt >>> Achäologen - wissenschaftliche Grabung (Alles muß analysiert und dokumentiert werden).
Gruß und guten Rutsch in Neue Jahr

Sondler 64


Titel: Re:Von Menschenhand oder Natur
Beitrag von: Furchenhäschen am 28. Dezember 2018, 22:15:55 pm
Hello  :-)

Zum Zitat von Furchenhäschen
"...die Plünderung dieser Grabhügel kann man nicht generell der Neuzeit zur Last legen.":

In meiner Heimat im sonnigen Süden der Republik lieferten sich ansässige Pfarrer
um die letzte Jahrhundertwende - laut einer ortskundigen Archäologin -
Sonntags regelrechte Wettkämpfe nach dem Motto:
"Wem gelingt es, mehr Grabhügel an einem Nachmittag zu öffnen?"

Diesen Aktionen fielen unzählige Hügel zum Opfer.
Mir bleib die Spucke weg, als ich das hörte...

Guten Rutsch Euch allen! :winke:
Boudicca

Hallo,

das ist richtig,

allerdings kenne ich eine Statistik des Blfd von vor ca. 35 Jahren und es wurden damals  alleine für

Bayern 30.000 registrierte Hügelgräber genannt. Heute dürften es durch Lasersc. nahezu um100% mehr erfasste Hügelgräber sein.

Geöffnet werden heutzutage völlig korrekt ohnehin keine Hügelgräber da in jedem so ziemlich dieselbe Ausstattung zu erwarten sei
und keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden können.


 :winke: