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Restauration / Handwerk / Methodik => Luftbilder => Thema gestartet von: Signalturm am 06. Januar 2012, 00:43:34 am



Titel: Kreisspur
Beitrag von: Signalturm am 06. Januar 2012, 00:43:34 am
Die Bilder habe ich von einem befreundeten Ultraleicht-Hobbypiloten. Er hat von meinem Hobby gehör und mir diese Fotos geschickt. Leider nur Ausdrucke. Original- Digitalbilder hat er nicht mehr. Die Aufnahmen stammen vom Oberrhein. Sie waren am Ende der Trockenperiode im vergangenen Sommer-Herbst zu sehen. All die Jahre vorher nicht. Er weis das weil er immer über die Stelle fliegt. ( ist sein Heimatort.
Wer hat Erfahrung mit so etwas oder weis was in einem änlichen Falle zum vorschein kam. ( falls überhaupt nachgeforscht wurde. )
Die Gegend ist seit der Steinzeit besiedelt. Funde in der näheren Region aus alle Epochen


Titel: Re:Kreisspur
Beitrag von: DonCordoba am 06. Januar 2012, 11:31:39 am
Wunderschöner, großer Kreisgraben...

Micha  :-)


Titel: Re:Kreisspur
Beitrag von: Ölfinger am 06. Januar 2012, 14:08:32 pm
Ja, ein wunderschöner Kreisgraben, fotografiert aus einer C-42. :-D


Titel: Re:Kreisspur
Beitrag von: sven am 06. Januar 2012, 17:55:17 pm
Das würde ich doch mal dem Amt melden, bei Gelegenheit und günstigen Bedingungen natürlich auch mal absuchen.  :super:

 :winke:

Sven


Titel: Re:Kreisspur
Beitrag von: Signalturm am 06. Januar 2012, 22:39:40 pm
Also die Bilder sind seit dem Herbst beim Landesdenkmalamt in Freiburg. Haben sich gefreut, toll das haben wir bis jetzt nicht gekannt und es kommt in unsere Karte. Das war es dann auch. Die haben auch gar nicht das Personal um da nachzugehen. Solange in dem Gebiet keine Bauarbeiten anstehen wird da nichts gegraben. Leider habe ich die Bilder zu klein gerechnet. Man sieht in den Originalen 2 stellen zum Rand hin, länglich , eigentlich woll Grablegungen. Habe mir die tollen Links in diesem Forum zur Luftbildauswertung  angesehen. Auch im direkten Umfeld des Kreises sind noch auf den Originalbildern ( dort ist der Ausschnitt grösser noch einige runde und längliche Flecken zu sehen. Auf Fotos am Boden sieht man da das der Bewuchs 10-15 cm höher ist. Laut der Luftbildseite stellen mit Gräbern, Brandgrab, Hockgrab, Liegegräber usw.
Interessant ist auch die Flurstücksbezeichnung auf fast 300 Jahre alten Karten. Die wussten wohl das da früher mal was war ( möchte ich jetzt aber nicht nennen )
Waren solche Kreisgräben eigentlich immer in Verbindung mit einem Hügelgrab oder gab es die Gräber auch ohne Hügel. Also bei unserem ist alles Topf eben. Vielleicht waren die Hügel auch nur für Reichere oder höher stehende Personen.


Titel: Re:Kreisspur
Beitrag von: sven am 08. Januar 2012, 09:01:15 am
Ich weiß jetzt nicht, wie die rechtliche Lage bei Dir aussieht, bei uns in Sachsen dürfte man dieses Bodendenkmal nicht ohne Berechtigung absuchen, auch nicht ohne Detektor!
Was meinen denn die amtlichen Archäologen zu einer Oberflächenbegehung? Ich denke, es lohnt sich schon ohne Sonde. Wenn der Acker brach liegt und schön abgeregnet ist, finden sich sicher einige Artefakte, die eventuell eine Aussage zulassen, wer die Anlage schuf.
Ich würde auch an eine Grabhügelanlage denken. Diese großen Grabhügel wurden sicher für besondere Persönlichkeiten geschaffen und dann für Nachbestattungen genutzt. Ich habe gehört, die Hügel wurden in der Regel aus Mutterboden angehäuft, das stellt dann schon einen ganz schönen Wert dar.
Schließlich wurden sie von Ackerbauern angelegt!
Die Flurstücksbezeichnung würde mich aber schon mal interessieren  :dumdidum:

Viele Grüße

Sven


Titel: Re:Kreisspur
Beitrag von: nemcice am 07. September 2013, 21:32:27 pm
gibt es irgendetwas neues davon??
bin so am Forum "durchkämmen....

LG nemcice :glotz:



Titel: Re:Kreisspur
Beitrag von: Signalturm am 08. September 2013, 10:55:46 am
Ja nicht wirklich neues. Das zuständige Amt in Freiburg kennt die Kreise. Es weiß sogar von insgesamt 3 Stück. Eine nähere Untersuchung ist nicht geplant. Die üblichen Personal und Geldnöte. Solange auf dem Grundstück keine Bauarbeiten geplant sind wird da auch nicht weiter was geschehen. Schade, aber ist so. Eigentlich aber auch besser. Habe in der letzten Zeit aus der weiteren Umgebung mitbekommen was da für Kosten auf die Gemeinen zukommt. Die Kommune bezahlt 80% der Grabungskosten. Eine Gemeinde am Oberrhein hat neulich
200000 € für ein "paar Scherben " und eine "Pfeilspitze" bezahlt. Unsere Gemeinde hat ein dickes Minus. Bei solchen Funden und einer Grabung wäre die großzügige Unterstützung durch den Gemeinderat für unser lokales Museum evtl. schnell dahin. Traurig aber war. Warum die Kommunen da was zahlen müssen ist mir im übrigen völlig unklar. Ist doch Allgemeingut und sollte vom Land oder vom Bund bezahlt werden. Wenn etwas interessantes dabei ist kommt es im übrigen meist nicht in den Ort sondern irgendwo ins Archiv und damit auf nimmer wiedersehen. Schade aber so war es schon öfters.