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Autor Thema: Der Archäologische Schauplatz Kappelhof  (Gelesen 786 mal)
Merowech
Erzherzog
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Beiträge: 5877



« am: 18. Mai 2005, 14:23:54 »

Der Archäologische Schauplatz Kappelhof

Die 1995 eröffnete Schausammlung am Kappelhofplatz versteht sich als Schaufenster der Stadtgeschichte. Im Untergeschoss des Caritaswohnheimes erwarten den Besucher Überreste einer beinahe 2000 Jahre umfassenden Entwicklung, von den Anfängen unter den Römern bis zur Moderne.

Heute deutet im Stadtbild nichts mehr darauf hin, dass Pforzheim zur illustren Gruppe südwestdeutscher Städte zählt, die ihre Tradition bis in die Römerzeit zurück verfolgen können. Die Stadt ist vielmehr gekennzeichnet von mehrfacher Zerstörung: erstmals im Dreißigjährigen Krieg (1645), dann im Pfälzischen Erbfolge-krieg (1689/92), am schwersten jedoch am Ende des Zweiten Weltkrieges (23.2.1945). Auch Stadtarchiv und Stadtmuseum verloren dabei fast ihre gesamten Bestände.

Geschichtsträchtig blieb jedoch das Archiv im Boden. Beispielhaft stehen hierfür die umfangreichen Grabungen auf dem Kappelhof.

Besuchsadresse
Archäologischer Schauplatz
Kappelhof
Altstädter Straße 26
(Ecke Altstädter-/Kappelhofstraße)
75175 Pforzheim
Tel.: (07231)39 13 08
(während der Öffnungszeit)   
   Öffnungszeiten
Sonntags von 11 bis 17 Uhr
    ( Der Eintritt ist Kostenlos ! )

Schon am Eingang bietet sich dem Besucher eine weitläufige Grabungsanlage dar, zurückhaltend beleuchtet, ganz die Majestät des Alters ausstrahlend. In dieser Atmosphäre, in der man allein ist mit seinen Gedanken, fällt es nicht schwer, sich das lebhafte Treiben, das hier vor langer Zeit geherrscht haben mag, vorzustellen. - Knechte, Mägde, Hausherren, Kinder etc., römische, mittelalterliche und neuzeitliche Menschen haben sich hier getroffen, ihre Probleme und Sorgen besprochen und den neuesten Klatsch ausgetauscht.

"Portus" entstand als zivile Ansiedlung am Schnittpunkt wichtiger Verkehrswege, so z.B. der Militär- und Fernhandelsstraße zwischen Oberrhein- und Neckargebiet mit dem tiefeingeschnittenen Enztal. Vor diesem Hintergrund ist auch die Deutung von "Portus" als "Hafen" oder "Landeplatz" verständlich. Wohl schon zu dieser Zeit etablierte sich die Flößerei in der römischen Siedlung, da die Enz ab "Portus" durch den Zufluss von Nagold und Würm schiffbar wurde.

http://www.pforzheim.de/portal/page?_pageid=123,50322&_dad=portal&_schema=PORTAL


Fotos : merowech
« Letzte Änderung: 27. Mai 2005, 15:20:38 von Merowech » Gespeichert

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