Hi,
Danke für den Link.
War vor kurzem selbst in einem dieser hier sog. "Schratzelgänge". Ist schon eine beeindru(ü)ckende Atmosphäre da unten.
Aber an einen profanen Fluchtstollen o.ä. kann ich nicht so recht glauben. Alleine die Tatsache, dass es nur einen Ausgang gibt spricht m.E. gegen die von Walchenberger vertretene These des Verstecks. Wenn ich mir ein Versteck mit diesem enormen Arbeitsaufwand in Granit oder Gneiß hauen würde, würde ich mir auch einen zweiten Ausgang zum Flüchten bauen. Auch die engen Durchlässe (können auch vertikal verlaufen), die man wirklich nur im Kriechen durchqueren kann, sprechen dagegen.
Eine Mitarbeiterin des Arbeitskreises Erdstall meinte, es gäbe Parallelen zu Durchschlupfen in manchen romanischen Kirchen, bei denen man sich die Sünden "abstreifen" können soll.
Wie auch immer, hoffentlich nimmt sich die Wissenschaft jetzt endlich mal dieses interessante Phänomen vor. Wurde bislang ja leider kaum untersucht.
Gruß
Sau
