Danke Paulus

Themen der Sendung:
* Archäologie unter Druck - Urnen an der Gasleitung * Kinderskelette - was Friedhöfe vom Leben erzählen * Der Sarkophag des Abenteurers Schlachtfeldarchäologie - Massengrab von Wittstock * Archäotechnik - altes Handwerk für die Forschung
Gräber von der Bronzezeit bis zum 30-jährigen Krieg gehören zu den spektakulärsten Fundorten der Archäologie in Brandenburg und Berlin. Das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster der Stadt Brandenburg an der Havel präsentiert seit 2008 die bedeutendsten Funde und Forschungsergebnisse aus dem Land Brandenburg. Moderator Hellmuth Henneberg ist vor Ort und präsentiert faszinierende Erkenntnisse.
* Grabgeheimnisse - Archäologierätsel aus Berlin und Brandenburg: Ob prähistorische Schädel mit Spuren chirurgischer Operationen, kostbare Beigaben aus Hügelgräbern oder Zeugnisse von Aberglaube, Klimawandel und Sterben in brutalen Schlachten. Gräber von der Bronzezeit bis zum 30jähren Krieg gehören zu den spektakulärsten Fundorten der Archäologie in Brandenburg und Berlin. Untersuchungen an Bestattungsplätzen, Grabbeigaben und Skelette brachten erstaunliche Erkenntnisse über Leben und Sterben in den letzten 50 000 Jahren.
* Archäologie unter Druck - Urnen an der Gasleitung: Zu einer von über 200 Fundstätten an der 270 km langen durch Brandenburg verlegten Gasleitung OPAL gehört das große Urnengräberfeld von Großbahren bei Luckau. Seine Belegung begann in der Bronze- und endete in der späten Eisenzeit. Über 600, vielleicht sogar 1000 Jahre lang bestatteten Menschen ihre Angehörigen auf dem kleinen Hügel im Landkreis Elbe-Elster. Aber auch andere spektakuläre Funde gab es in den letzten Jahren, meistens bei bezahlten Notgrabungen an großen Baustellen.
* Kinderskelette - was Friedhöfe vom Leben erzählen: Im mittelalterlichen Dorfrest Diepensee, der dem neuen BBI-Flughafen weichen musste, in Tasdorf bei Rüdersdorf und am Berliner Petriplatz wurden in den letzten Jahren große, alte Friedhöfe ausgegraben und zwischen 400 und 4000 Skelette freigelegt. Anthropologen machten erstaunliche Entdeckungen über die Lebensbedingungen im Mittelalter und nach dem 30-jährigen Krieg.
* Der Sarkophag des Abenteurers: Seit 2008 gab es für den Bau des neuen Kulturforums Ausgrabungen am Berliner Schlossplatz auf der Fläche eines ehemaligen Dominikanerklosters. Die Kirche hatten die Hohenzollern zur Erbbegräbnisstätte gemacht. In einer unberührten Adels-Gruft entdeckten Archäologen unter anderem zwei Zinn-Särge. Die intensive Indiziensuche führte bald zu einer Spur: Einer der Särge gehört Conrad von Burgsdorff, einer schillernden Figur am kurfürstlichen Hof während des 30-jährigen Krieges.
* Schlachtfeldarchäologie - das Massengrab von Wittstock: Der Fund des Massengrabs bei Wittstock war eine archäologische Sensation. Bestattet waren die Reste von über 100 Individuen: Landsknechte aus einer der schrecklichsten Schlachten des 30-jährigen Krieges. Mit neuesten wissenschaftlichen Methoden wurden 88 Skelette untersucht. Nun weiß man, woher die Söldner kamen, wie sie mit ihrem Familientross lebten, woran sie starben und warum die überlieferten Schlachtbeschreibungen nicht ganz richtig sind.
* Archäotechnik - altes Handwerk für die Forschung: Archäotechnik als Zweig der Archäologie dient der Erforschung und Demonstration altertümlicher Techniken an authentischen Repliken. Sie helfen, Grabungsfunde besser zu verstehen. Dazu gehören alte Schmiede- oder Fischfangmethoden, Buchmalerei oder die Rekonstruktion von hochmittelalterlicher Kleidung und Sachkultur. Das Archäologische Landesmuseum in Brandenburg zeigt an Aktionstagen faszinierende Untersuchungsergebnisse.