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Autor Thema: Spurensuche auf dem Acker - mit Archäologen unterwegs  (Gelesen 1099 mal)
Bavaricum
Graf
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Deus


« am: 06. November 2010, 15:28:31 »

Ein Beitrag vom 4.11.2010, Bayern 2

Spurensuche auf dem Acker - mit Archäologen unterwegs

Etwa 30.000 archäologische Fundstellen gibt es in Bayern. Dass nicht immer gegraben und konserviert wird, liegt nicht zuletzt am chronischen Geldmangel des Landesdenkmalamts. Sehr zum Leidwesen der Archäologen, die möglichst viel retten wollen, um die stummen Zeugen der Vergangenheit nicht der schleichenden Erosion zu überlassen. Christina Claus ist "Nah dran" fürs Notizbuch und begleitet Archäologen bei der Arbeit.


Quelle: www.br-online.de/podcast

als PodCast:

http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/mir-live/bw1XsLzS/bLQH/bLOliLioMXZhiKT1/iLCpbHJG/uwQtsKFCuwJC/_2rc_U1S/_AiS/_-bG5H1S/uLoXb69zbX06/101104_1005_Notizbuch_Spurensuche-auf-dem-Acker---mit-Archaeologe.mp3

Servus

Andreas
« Letzte Änderung: 06. November 2010, 16:11:29 von Bavaricum » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 06. November 2010, 16:03:00 »

"Sehr zum Leidwesen der Archäologen, die möglichst viel retten wollen, um die stummen Zeugen der Vergangenheit nicht der schleichenden Erosion zu überlassen."

Hey, - das ist doch grundlegend & komplett falsch. Im Tresor Boden ist doch alles gut & sicher aufgehoben und sollte erst von zukünftigen Generationen von Archäologen ausgegraben werden, die das dann schwuppsdiwupps mit dem noch zu entwickelnden archäologischen Superdingsbums im Handumdrehen erledigen.

Pfui.

Finger weg vom Tresor Boden sag ich da .....

Danke für den Hinweis!

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Ich kam, sah und fand !
Bavaricum
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Deus


« Antworten #2 am: 06. November 2010, 21:27:51 »

Hey, - das ist doch grundlegend & komplett falsch. Im Tresor Boden ist doch alles gut & sicher aufgehoben und sollte erst von zukünftigen Generationen von Archäologen ausgegraben werden, die das dann schwuppsdiwupps mit dem noch zu entwickelnden archäologischen Superdingsbums im Handumdrehen erledigen.

Pfui.

Finger weg vom Tresor Boden sag ich da .....
Grüß Dich Denarius,

ich nehme mal an, daß das ironisch gemeint war. Denn sonst würde mich interessieren warum das Gräberfeld im sicheren "Tresor Boden" so zerstört wurde.

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Andreas
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« Antworten #3 am: 07. November 2010, 06:07:43 »

Hei Andreas,


ich nehme mal an, daß das ironisch gemeint war. Denn sonst würde mich interessieren warum das Gräberfeld im sicheren "Tresor Boden" so zerstört wurde.



ich glaube nicht, dass er das ironisch gemeint hatte, da das eine Lehrmeinung der Archäologie ist und in vielen Fundbereiche auch stimmt.
Und wenn ich mir die MP3-Datei angehört habe, kann ich evtl. auch etwas zum zerstörten Gräberfeld sagen.
Danke für diesen Link.  Super

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Jøran-Njål
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Deus


« Antworten #4 am: 09. November 2010, 20:19:43 »

"Sehr zum Leidwesen der Archäologen, die möglichst viel retten wollen, um die stummen Zeugen der Vergangenheit nicht der schleichenden Erosion zu überlassen."

Hey, - das ist doch grundlegend & komplett falsch. Im Tresor Boden ist doch alles gut & sicher aufgehoben und sollte erst von zukünftigen Generationen von Archäologen ausgegraben werden, die das dann schwuppsdiwupps mit dem noch zu entwickelnden archäologischen Superdingsbums im Handumdrehen erledigen.

Pfui.

Finger weg vom Tresor Boden sag ich da .....

Danke für den Hinweis!



Grüß Dich Denarius,

keine Antwort ist auch eine Antwort. Ich nehme an, daß Dein Beitrag nur als Joke gedacht war.

Servus

Andreas
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« Antworten #5 am: 10. November 2010, 14:56:28 »

Hi,
ich finde ein recht ausgewogener Beitrag, der deutlich die unterschiedliche Meinung zwischen den forschenden und den denkmalbewahrenden Archäologen herausgearbeitet hat.
Interessant auch die Meinung von seiten der Denkamlpflegern zu der Notwendigkeit des Schatzregals. Hoppla, und das bei tausenden von wissenschaftlich unbearbeiteten Funden im Archiv?????  Boooa
Hat man möglicherweise Angst davor, dass momentan die Finder die ihren Eigentumsanspruch geltend machen ihre Funde selbst wissenschaftlich bearbeiten und nicht wünschen, dass diese in Archiven der vergessenheit anheim fallen, oder wie siech manchmal zeigt verspurlosen?????
Ich weiß, ich bin heute nicht besonders gut drauf.
Gruß Jörg
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IG Extremsondler Franken


« Antworten #6 am: 02. Januar 2011, 22:16:22 »

Grüß Dich Denarius,

keine Antwort ist auch eine Antwort. Ich nehme an, daß Dein Beitrag nur als Joke gedacht war.

Servus

Andreas
Grüß Gott, Auf Deine Antwort warten auch Lojoer und wir.
MfG
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emiore
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« Antworten #7 am: 02. Januar 2011, 23:31:20 »

Hallo alle,

ich bin zwar nicht Denarius, aber meine erste Reaktion zu dem Satz war genau die selbe wie seine und kann euch daher eine Antwort geben.

Grundsätzlich ist von Seiten der Archäologie eine Aufbewahrung im Boden wünschenswert. Nehmt als Beispiel nur die Terrakotta-Armee. Das Problem liegt hier darin, dass ausgegrabene Krieger sofort ihre Farbe verlieren und man momentan noch keine Möglichkeit der Konservierung hat. Wenn man die Krieger in der Erde lässt, bleibt die Farbe und der grundsätzliche Zustand erhalten und man hat Zeit eine Methode zur Erhaltung der Farben zu erfinden.

Ich dachte damals auch, dass die Archäologen alles ausgraben wollen, aber dann erzählte mir einer, dass das Blödsinn ist. Und wenn man drüber nachdenkt, ist es relativ logisch. Einerseits wird der Informationsgewinn immer größer je länger man mit der Ausgrabung wartet, da sich einfach die Methoden verbessern. Vergleicht doch "Troja" mal mit heutigen Methoden und stellt euch vor, man hätte ALLES zu Schliemanns Zeiten aus der Erde geholt. Daran will ich gar nicht denken. Selbst ein Zeitraum von 10 Jahren kann heute einen entscheidenden Unterschied machen. Außerdem ist es immer zweckmäßiger, wenn gezielt gegraben wird um eine Forschungsfrage zu beantworten. Ansonsten hätte man nur Information, die irgendwo gelagert werden und nicht effizient genutzt werden und sehr selten entsprechend ausgewertet und tiefergehend erforscht. Daher ist der Boden als Lagerraum und zum "konservieren" ideal. Selbstverständlich ist die chronische Unterbesetzung auch ein bisschen schuld.

Selbstverständlich sind die Funde dort schutzlos dem Bauern, der Erosion und uns "pöhzen Grabräubern und Schatzsuchern" ( narr) ausgesetzt und daher die Erde als "sicheren Tresor" zu bezeichnen sehr gewagt, aber grundsätzlich nicht falsch IMHO.

Wenn ihr da anderer Meinung seid, können wir darüber gern diskutieren.  Frieden?
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Klette
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IG Extremsondler Franken


« Antworten #8 am: 04. Januar 2011, 10:00:21 »

Hallo alle,

Vergleicht doch "Troja" mal mit heutigen Methoden und stellt euch vor, man hätte ALLES zu Schliemanns Zeiten aus der Erde geholt. Daran will ich gar nicht denken.

Hallo und Grüß Gott emiore.
Hätte Schliemann und Co. das Schrott aus der Erde nicht geholt wären seine Zeitgenosen um viele schöne Erlebnisse ärmer gewesen. Und diese Menschen haben in ihrem Leben, das vergangen ist zum Heulen Recht darauf gehabt. Ich freue mich für die Vorfahren, dass sie es erlebt haben. Auch ohne auf neue methoden warten zu müssen. Einer von unseren Filosofen ( Kant?) sagte mal; Über uns nur ein Himmel voller Sterne und moralische Gesetze nur in jedem von uns. Denke mal es lohnt sich auch so darüber nachzudenken. belehr
MfG
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Lojoer
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« Antworten #9 am: 04. Januar 2011, 12:33:52 »

Hi emiore,
Grundsätzlich ist von Seiten der Archäologie eine Aufbewahrung im Boden wünschenswert.
Ja, grundsätzlich ist das richtig, aber nur dann, wenn das bewegliche oder unbewegliche BD sich in ungestörten Boden befindet und nicht schädlichen Umwelteinflüssen ausgeliefert ist.
Aber nur in den wenigsten Fällen sind die darunter fallenden BDs von unser Suche betroffen.
Ich verweise mal auf ein Besinnungsaufsatz von mir
http://www.digs-online.de/beitraege/korrosion_von_buntmetallen.pdf
In Deutschland sind hunderte, eher sogar tausende von Bodendenkmälern massiv von der Zerstörung betroffen. Die Archäologie, mit dem chronischen Personalmangel, ist nicht in der Lage auch nur einen geringen Prozentsatz diese Bodendenkmäler für die Nachwelt zu dokumentieren, geschweige denn auszuwerten.
Ich könnte aus meinem näheren Umfeld eine Reihe von Beispielen nennen, in denen der vermeindlich sichere Tresor Erde, sich nicht als solcher herausstellte.
Gruß Jörg
« Letzte Änderung: 04. Januar 2011, 14:11:12 von Lojoer » Gespeichert
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Tesoro Vaquero || NFGler


« Antworten #10 am: 04. Januar 2011, 12:47:12 »

Hallo Lojoer,

ich sehe das genau wie du, daher auch
die Erde als "sicheren Tresor" zu bezeichnen sehr gewagt, aber grundsätzlich nicht falsch
Daher bin ich auch gegen Waldsuche, da hier die größten Schäden angerichtet werden können.

Btw.. sehr schöner Artikel, gefällt mir gut wie du das Problem beschrieben und mit den Bilder verdeutlicht hast.  Super

LG
emiore

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