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Autor Thema: HESSENArchäologietag 2010  (Gelesen 3897 mal)
andreasluecke
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« Antworten #60 am: 30. September 2010, 21:13:14 »

Moooment...Ehrenamt?

Selbst in NRW läuft es bisher an vielen Stellen sehr gut...aber von Ehrenamt habe ich jetzt mal noch nichts gehört. Zu den Bedingungen IST es KEIN Ehrenamt.

Wir zahlen Ausrüstung, Genehmigung, Recherchemittel, Zeit, Sprit usw. usf. selber, wir sind nicht unfallversichert (außer bei off. Grabungen) und es gibt außer dem Denkmalschutzgesetz keine Satzung.

Ich arbeite gerne mit der Archäologie zusammen, melde alles und gebe auch gerne ab. Aber ich bin nicht in einem Ehrenamt!!!


Zitat
ch sondle seit einem halben Jahr in meiner Heimat, mit NFG. Ich habe Freude an Geschichte, durfte schon an einer Ausgrabung teilnehmen und werde jeden relevanten Fund abliefern. Ich muß zugeben, dass ich gar nicht genau weiß ob ich dafür was bekomme - ist mir aber auch egal. Allerdings interessiert mich die Information und ein Stückchen mehr Heimatgeschichte.
Für die Archäologie ist nunmal eine Abziehlasche in vermeintlich römischer Schicht mehr wert als eine Sack voll Münzen aus dem Niemansland.
Für mich ist es Hobby und muß Spaß machen, Geld verdiene ich mit meinem Job.

Das wieder kann man doch nur voll unterschreiben!
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« Antworten #61 am: 30. September 2010, 21:15:13 »

Hi Jens,
das mit den Archäologischen Büchern ist ein unpasender Vergleich. Bei den meisten fällt für den Verfasser gar nichts ab. Das gleiche gilt für Veröffentlichungen, die Artikel ab in Archäologischen Zeitschriften oder Jahrbüchern müssen unentgeltlich eingereicht werden. Kassieren tun hier in den meisten Fällen nur die Verlage.
Hinsichtlich des Ehrenamts ist eine Aufwandentschädigung schon vorgesehen. Das geht z.T. über die steuerliche Absatzmöglichkeit hinaus. Wie wäre es z.B. Fahrtkosten, Pkw-Nutzung usw.
Ich glaube hier würden wesentlich höhere Kosten entstehen als man sich momentan ausmalt.
Gruß Jörg
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« Antworten #62 am: 30. September 2010, 21:25:46 »

Auch eine materielle Entschädigung von Funden ist problematischer als man im ersten anschein denk. Wie soll ein Fund überhaupt bewertet werden.
Nehmen wir mal einen Münzhort mit mehreren hundert römischen Münzen. Total zusammengebacken zu einem Haufen. Diese Münzen haben auf dem Markt praktisch keinen Wert, da nicht sammelwürdig. Der wissenschaftliche Wert ist jedoch bedeutend.
Nehmen wir in Gräberfeld wie das von Micha, der Wert der Funde ist wahrscheinlich Größtenteil 0,0. der Andere Teil stellt nur nach aufwendiger kostenintensiver Restaurierung einen Wert da.
Nein alles Blödsinn, am besten man würde es so lassen wie es ist. Wenn ein Fund fürs Museum oder für wissenschaftliche Bearbeitung benötigt wird stelle ich den kostenfrei zur Verfügung.
Gruß Jörg
 
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« Antworten #63 am: 02. Oktober 2010, 15:28:02 »

Wie lange dauert die Einführung eines Schatzregals? Was sagen eigentlich die herkömmlichen Feldbegeher und Heimatforscher?
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« Antworten #64 am: 02. Oktober 2010, 17:58:14 »

Du bist doch Hesse !

http://www.landtag.hessen.de/icc/Internet/nav/9ad/9ad70f1f-3363-dd11-b9b7-7912184e3734.htm

Sowas kann ganz schnell gehen.


Schreibt lieber Briefe und Mails an den zuständigen Minister, fragt nach und sollte es wirklich vorgesehen sein, dass Schatzregal einzuführen; beschwert euch. Macht Rabatz. Weist auf die Problematik in Schatzregalländern hin.

Hier: http://www.youtube.com/watch?v=qknxFxaInzc&feature=fvst

Die Schwaben machen es Deutschland gerade vor. Egal wie man zu diesem Projekt steht. Viele haben einfach die Schnauze voll und wollen sich nicht mehr belügen lassen etc......

Zitat
Was sagen eigentlich die herkömmlichen Feldbegeher und Heimatforscher?

Die befragen gerade das Orakel von Delphi.  narr narr
(Konnte es mir nicht verkneifen  Ich Engel )
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Jürgen
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« Antworten #65 am: 02. Oktober 2010, 20:15:01 »

Das Orakel von Delphi haben unsere Vorfahren die Kelten geplündert :-)))
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« Antworten #66 am: 02. Oktober 2010, 20:21:26 »

Bitte sachlich bleiben, es geht hier um den Archäologietag und nicht etwa um das langersehnte Schatzregal   narr
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« Antworten #67 am: 02. Oktober 2010, 20:56:13 »

Ich denke, dass es viele Archäologen gibt, die dem Schatzregal auch nichts abgewinnen können. Zumindest scheint man sich in Hessen und Bayern zur Zeit sehr stark mit dem Thema Sondengänger und Schatzsucher zu beschäftigen. Ich merke das im Shop. Bei "verdächtigen Namen" werfe ich den Google an und mache mir dann einen Spaß daraus den kompletten Doktortitel auf die Rechnung zu printen.

Es stellt sich die Frage ob man nicht doch noch zu einer gütlichen Einigung mit dem LDA kommen kann bei der alle Seiten ihr Gesicht behalten.
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« Antworten #68 am: 03. Oktober 2010, 10:46:14 »

Zitat
Das Orakel von Delphi haben unsere Vorfahren die Kelten geplündert grins))
Na, so klar ist das immer noch nicht ! belehr

Zitat
Eine große Bestürzung lösten bei den Griechen jene Stämme(Kelten) aus, die über das heutige Slowenien nach Mazedonien und Nordgriechenland vordrangen und schließlich im Jahre 279 v.Ch. am Orakel in Delphi anlangten. Ob die Kelten Delphi plünderten, konnte bis heute nicht eindeutig nachgewiesen werden. Alte Quellen berichten Widersprüchliches: einerseits schrieben griechische Autoren vom erfolgreichen Eingreifen ihrer Götter, so daß das Orakel verschont blieb. Andere Quellen berichten über die Verwüstung der Orakelstätte.

Aber zurück zum Thema:

Wer kann eigentlich etwas zu der tatsächlichen Aussage (zumindestens dem Inhalt nach), hier beitragen. Was wurde eigentlich zum Schatzregal gesagt ?

Zitat
Es stellt sich die Frage ob man nicht doch noch zu einer gütlichen Einigung mit dem LDA kommen kann bei der alle Seiten ihr Gesicht behalten.
Das LDA macht keine Gesetze und hat eigentlich auch keine Gesetzesvorschläge einzubringen (der Theorie unserer Gewaltenteilung nach  mhh grübel).

Die richtigen Ansprechpartner sind ausschließlich in der Politik zu suchen.

Aber ich vergaß: Wir haben ja keine richtige Vertretung für unsere "Bedürfnisse".

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« Antworten #69 am: 03. Oktober 2010, 20:31:22 »

Moin Jürgen,

Lojoer hat im BFF geschrieben, dass sich Staatssekretär Jung vom HMWK bei seinem Vortrag auf den Archäologietag so geäußert hätte, dass im Ministerium an einem SR gearbeitet wird, um der gewinnorientieren Schatzsuche Einhalt zu gebieten.

Viele Grüße

Walter
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« Antworten #70 am: 03. Oktober 2010, 22:42:25 »

Danke Walter

Da ich im BFF nicht gerne gesehen bin, schaue ich dort überhaupt nicht mehr nach.

Zitat
um der gewinnorientieren Schatzsuche Einhalt zu gebieten

Sehr sinnvoll. Warum kapieren so manche in den Ministerien einfach nicht, daß gerade in den 13 Schatzregalländern am wenigsten gemeldet wird. Gerade auch von Entdeckern außerhalb der Feldbegeherkohorten.

Und die Diebe von "richtigem" Kulturgut lachen sich weiter ins Fäustchen.  grrrrr
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