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Autor Thema: Militariasucher geschnappt  (Gelesen 5025 mal)
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« Antworten #30 am: 01. März 2010, 22:53:28 »

 winke winke Sehe ich auch so.

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Stefan
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« Antworten #31 am: 02. März 2010, 16:15:42 »

Hiermit nehme ich kurz Stellung zu dem unsäglichen Beitrag von Walter Franke zum Thema der geschnappten Militariasammler und berufe mich auf mein Antwortrecht, da sowohl meine Person, wie die Vereinigung (Happah) der ich als Ehrenmitglied angehöre, von W. Franke schwer verunglimpft wurden: http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,41011.0.html

- Vielen der Happah Mitgliedern wird angelastet, arbeitslose Archäologen zu sein, deren Anliegen es sei, mittels ihrer Mitgliedschaft bei Happah einen festen Arbeitsplatz zu ergattern. Eine grobe, unhaltbare Unterstellung!

- DIGS wird vorgeworfen, ausschließlich die Interessen der Archäologen zu verteten. Hier ist es an Stefan Glabisch von DIGS, sich gegen solche Vorwürfe zu wehren.
  
- Ich selbst werde als Chefpropagandaminister der Happah verunglimpft, eine offensichtliche Anspielung an den Nazipropagandaminister Goebbels. In französischen  Detektorforen wird der Verein Happah als "Gesthappah" verschrien, in Anspielung auf die Gestapo. Ihm wird Delation (Anschmieren aus niederen Beweggründen) vorgeworfen. Andere Anspielungen an das Dritte Reich oder an das Vichy Regime sind seitens der französischen Sondengängerszene an der Tagesordnung.

- Dem INRAP Archäologen JD Desforges wird vorgeworfen, noch bis vor kurzem arbeitslos gewesen zu sein. Wo bitte schön liegt der Makel, ein Archäologe ohne Anstellung gewesen zu sein?

- Diverse Anspielungen unterstellen dem Grabungsleiter, es in der Presseerklärung der INRAP nicht so genau mit der Wahrheit zu nehmen, was wiederum eine Unterstellung darstellt. Hier reiht sich W. Franke in die Reihe der Gegner der Happah ein, welche sogar so weit gehen, den Archäologen zu unterstellen, die Raubgrabung in Noyon selber inszeniert zu haben.

- Dass die gefährliche Militariasuche neue, durchaus ernst zu nehmende Argumente zur Bekämpfung des illegalen Sondengehens bietet, ist kein Geheimnis. Ich habe es schon oft geschrieben. Entgegen Frankes Vermutung ist die Gefährdung durch Fundmunition allgegenwärtig und nicht nur auf den europäischen Kontinent beschränkt, denn selbst in Ländern, wo nie ein fremder Soldat je einen Fuß gesetzt hat, sind zahlreiche Unfälle und Vorfälle mit Fundmunition aktenkundig. Was die von Franke aufgezählten möglichen Szenarien der Maßnahmen angeht, so sind sie in jedem Fall wünschenswert und die Happah wird sich für deren Umsetzung in europäisches und danach in nationales Recht stark machen.

André Schoellen

Walter, grüße doch bitte Deinen Kumpel Jean-Louis, von dem Du deine so genannten Infos zur Happah übernommen hast. Der Schreibstil von Jean-Louis ist unverwechselbar. Lediglich die drei letzten Zeilen bezüglich des Schatzregals stammen wahrscheinlich von Dir.  Bäääh Bäääh    

« Letzte Änderung: 02. März 2010, 17:10:50 von Archaeos » Gespeichert
jupppo
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« Antworten #32 am: 02. März 2010, 16:52:06 »

Im Wald raschelt es auch schon wieder vor Gerüchten, ein neuer "Verein" wäre im Anflug. Das erklärt auch warum wieder Panikmache betrieben wird, Leute verunglimpft und wahrlos beleidigt. Anscheinend möchte man die neuen Sondengänger wieder mal so verunsichern, dass alle die Notwendigkeit eines neuen Vereins einsehen, denn sonst ist alles verloren für das Hobby.

Natürlich ist es dazu hilfreich alle in eine "Feindes"-Ecke zu stellen, die auch nur annähernd pro Denkmalschutz sind oder eine andere Meinung vertreten als die Protagonisten.

Alle paar Jahre das gleiche Spektakel: Sondengänger dieser Welt vereinigt Euch, denn sonst droht der Untergang! Alle anderen Pro-Archäologie Vereinigungen wollen Euch nur schaden.

Anscheinend brauchen die Leute das um ihr Ego zu befriedigen.
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« Antworten #33 am: 02. März 2010, 22:11:45 »

 winke winke Ja, ich denke auch, du liegst richtig.

Zum Glück hat man in den letzten Jahren allerhand Leute kennen gelernt und weiß jetzt in etwa wie sie " ticken ".

So Vereine kommen und gehen.

Was bleibt ist die Erfahrung mit den Einzelnen dahinter. Gutes wie auch Schlechtes prägt sich zwangsläufig ein.

Und lenkt zu besserem Wissen und neuen Taten.  Big grinsing


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« Antworten #34 am: 09. März 2010, 09:12:10 »

Es laufen komische Gerüchte über die Happah au Frankreich  Ein Auge drauf werfen
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chabbs
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« Antworten #35 am: 09. März 2010, 10:03:09 »

Es laufen komische Gerüchte über die Happah au Frankreich  Ein Auge drauf werfen

Ja, da liest man derzeit dioe schlimmsten Verleumdungen. Aber alles Panikmache der ewig gleichen Leute, die ihren tollen Verein etablieren wollen.

Wer das ernst nimmt...
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Beweng
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« Antworten #36 am: 09. März 2010, 18:35:46 »

besser man nimmt die Verleumdungen beider Seiten nicht mehr ernst irre

 
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« Antworten #37 am: 10. März 2010, 07:07:14 »

Es laufen komische Gerüchte über die Happah au Frankreich  Ein Auge drauf werfen
Wem erzählst Du das?! Zur Zeit läuft dort eine Schmutzkampagne gegen mich und meinen Verein Happah, die ihresgleichen sucht. Es werden Geschichten erlogen und erstunken, es werden Tatsachen verzerrt, verdreht, aufgebauscht und verfälscht, in er Hoffnung, die Anti-Raubgräbervereinigung Happah zu diskreditieren, auseinanderbrechen zu lassen und deren Mitglieder in den Dreck zu ziehen. Es wird nach dem Prinzip verfahren, dass immer etwas hängen bleibt.
Wie man in diesem Thema hier sieht, macht die Kampagne an der deutschen Grenze nicht halt. Die Attacken beinhalten das ganze Repertoire: Verunglimpfungen, Beleidigungen, Diffamation, infame Lügen, Unterstellungen, Vergleiche mit Institutionen, Leuten und Handlungsweisen des 3. Reiches, Diskriminierungen, fremdenfeindliche Bemerkungen, ... Sie würden ausreichen, eine ganze Anwaltskanzelei mit Arbeit zu versorgen, um juristisch dagegen anzugehen.




    
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« Antworten #38 am: 10. März 2010, 08:02:09 »

 winke winke Hallo André,
ein " höheres Ziel ", in eurem Fall die Bekämpfung von Plünderei und Raubgräbern, geht nie ohne Gegenwehr ab.

Und die Mittel sind doch typisch. >möglichst  Anonym. Diskreditierend. Beleidigend.


Der Rechtsstaat  und dessen Vertreter sollten einfach darauf hingewiesen werden. Oft erstaunlich schnell ist dann Besserung in Sicht.  Big grinsing
Man glaubt ja gar nicht was alles geht.  Ich Engel
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« Antworten #39 am: 10. März 2010, 08:45:07 »

...Und die Mittel sind doch typisch. >möglichst  Anonym. Diskreditierend. Beleidigend.
Man merkt, dass Du die hardcore Sondengängerszene kennst zwinker

Zurück zum eigentlichen Thema, der Militariasuche.
Mit einer Behauptung hat Walter völlig recht: Die Militariasuche ist von Frankreichs verärgerten Archäologen als Argument erkannt worden, um eine Gesetzesverschärferung gegen die illegale Sondengängerei durchzusetzen. Die Zahl der durch Fundmunition getöteten und verletzten Sondengänger ist beängstigend hoch. Um dem Militariaargument entgegenzutreten, versucht die Detektorlobby das Problem in Abrede zu stellen, indem sie den Zusammenhang Sondengehen und Unfälle mit Kriegsmunition abstreitet. Weiterhin behauptet die Detektorlobby, die getöteten Militariasammler seien nie am Fundort getötet oder verletzt worden. Auch wenn die Mehrzahl der Sondengänger erst zuhause beim Basteln an Fundmunition getötet oder verletzt wurden, so sind auch schon etliche am Fundort selbst draufgegangen. Der älteste Vorfall dieser Art ereignete sich bereits 1958 als der Finder eines römischen Silberschatzes einen weiteren Schatz ein paar Schritte daneben zu finden glaubte und jede Vorsicht beim Graben vermissen liess und dabei von explodierender Fundmunition getötet wurde. Er war privater Sondenbenutzer und nicht beruflicher Kampfmittelräumer ...   
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« Antworten #40 am: 10. März 2010, 09:58:37 »

Hallo André,
bei dem von Dir geschilderten Fall handelt es sich allerdings um einen tragischen Unglücksfall, der immer wieder passieren kann (z.B. bei Bauarbeiten usw.) und nicht nur aufs Sondegehen beschränkt ist.  Viel schlimmer ist, dass einige (bei weitem nicht alle) Militäriasucher gezielt nach scharfer Munition suchen. Irgendwie scheint das bei diesen ihr selbstwertgefühl zu steigern. So war es bei einer eigenen Meldung an den KMRD für mich erstaunlich, wie schnell sich der Fund von  Munition in den entsprechenden Kreisen herumspricht. Trotz Absperrung des Terrains über Nacht, waren entsprechende Aktivitäten zu verzeichnen.
Gruß Jörg 
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« Antworten #41 am: 10. März 2010, 16:16:23 »

In Noyon (F) wurden neben den antiken Metallgegenständen ebenfalls eine Granate mitgenommen, welche in situ geschützt auf ihren Abtransport durch den KMRD wartete. Boooa Boooa
Fast die Hälfte aller Sondengeher suchen gezielt nach Militaria in MG-Nestern, in so genannten Fox Holes, auf Flugzeugabsturzstellen und in Flak- und Artilleriestellungen ehemaliger Kampfgebiete. Selbst wenn man als Militariasucher nichts mit Munition am Hut hat, so findet man deren trotzdem tonnenweise.
Aus archäologischer Sicht stellen die Militariasucher ein großes Problem dar:
1. Sie können bei ihrer Suche auf gut erhaltene archäologische Fundstellen stoßen, ohne sie als solche zu erkennen. Mir sprach mal ein Militariasucher von einer grossen Anzahl Asse in einem Waldgebiet. Er konnte sich jedoch nicht einmal ersinnen, um welches Waldgebiet es sich handelte.  grrrrr
2. Ihre Suche gilt Gegenständen, welche für die Geschichte von Bedeutung sein kann. Entnimmt ein Militariasucher undokumentiert identifizierbare Teile aus einem Flugzeugwrack aus dem 2 WK, so beraubt er das Wrack wichtiger Hinweise auf die Identität des Flugzeugs und seiner Mannschaft.
3. Das undokumentierte Entnehmen von ID Plaketten und anderen persönlichen Gegenständen beraubt damit verbundene möglicherweise unerkannte menschliche Überreste ihrer Identität.





       
 
       
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« Antworten #42 am: 10. März 2010, 18:47:51 »

Hi

Zitat
Die Zahl der durch Fundmunition getöteten und verletzten Sondengänger ist beängstigend hoch.

Wo kann ich das nachlesen ? Gibt es Statistiken und wer führt die ?

Das interessiert mich wirklich. Ich finde nämlich im Netz nichts und meine Unterlagen von der Pi-Schule/München sagen darüber auch nichts aus.

Vielen Dank im voraus.
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« Antworten #43 am: 10. März 2010, 19:36:00 »

Zu Punkt 2, heute wichtig vor 30 Jahren interessierte das keinen Menschen. Die Mehrzahl gefundener Absturtzstellen
und das Schicksal der Besatzungen, wurden von Privatleuten geklärt und auch finanziert! Natürlich auch mit MD. Ein
Name nur "Werner Girbig", lese mal seine Bücher.
Zu Punkt 3, hier schreibst du von Grabplünderern. Diese "Personen" interessiert sowieso nicht ob legal oder illegal.
Wieviele Schicksale wurden aber durch Sondengänger geklärt, die nicht zur obigen Sorte zählen.

Gruß, Tuco
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« Antworten #44 am: 10. März 2010, 19:54:34 »

Zu Punkt 2, heute wichtig vor 30 Jahren interessierte das keinen Menschen. Die Mehrzahl gefundener Absturtzstellen
und das Schicksal der Besatzungen, wurden von Privatleuten geklärt und auch finanziert! Natürlich auch mit MD. Ein
Name nur "Werner Girbig", lese mal seine Bücher.
Zu Punkt 3, hier schreibst du von Grabplünderern. Diese "Personen" interessiert sowieso nicht ob legal oder illegal.
Wieviele Schicksale wurden aber durch Sondengänger geklärt, die nicht zur obigen Sorte zählen.

Gruß, Tuco


Aber es bestreitet doch niemand, dass es auch Sondengänger gibt die Positives tun, sich an Gesetze halten und zur Aufklärung der Geschichte beitragen. Es geht hier aber nicht um diesen Typ Sondengänger.
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« Antworten #45 am: 10. März 2010, 20:05:34 »

Hi

Zitat
Die Zahl der durch Fundmunition getöteten und verletzten Sondengänger ist beängstigend hoch.

Wo kann ich das nachlesen ? Gibt es Statistiken und wer führt die ?

Die Informationen zu einem Grossteil der Militariaunfälle stammen, tut mir leid es dir sagen zu müssen, aus dem Internet: Hilfreich bei der Suche der Happah nach solchen Unfällen waren dabei Presseagenturen, Archive von Tageszeitungen in ehemaligen Kriegsgebieten, Polizeiwebseiten, Statistiken von KMRD, einschlägige Internetforen, Blogs,  Umweltschutzorganisationen, usw.
30 getötete Militariasammler in 10 Jahren in Frankreich. Eine wahrhaft blutige Bilanz. Letztes Jahr (2009) sind in Europa mindestens 11 Militariasammler ums Leben gekommen, in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle mit erwiesenem Metalldetektorbefund.

In einschlägigen Militariaforen wird ebenfalls von leichten Unfällen berichtet, welche den Behörden nicht einmal bekannt sind... weil sie vertuscht werden konnten. Selbst wenn sich sämtliche Militariaforen jetzt nach aussen abschotten würden, schwere Un- und Vorfälle werden immer bekannt.


Der erste Todesfall geht ins Jahr 1999 zurück: Pascal Lebrun. Er hatte mich zwei oder drei Monate vor seinem tragischen Tod per Internet kontaktiert ...
  
« Letzte Änderung: 10. März 2010, 20:37:07 von Archaeos » Gespeichert
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« Antworten #46 am: 10. März 2010, 20:08:26 »

Zu Punkt 2, heute wichtig vor 30 Jahren interessierte das keinen Menschen. Die Mehrzahl gefundener Absturtzstellen
und das Schicksal der Besatzungen, wurden von Privatleuten geklärt und auch finanziert! Natürlich auch mit MD. Ein
Name nur "Werner Girbig", lese mal seine Bücher.
Zu Punkt 3, hier schreibst du von Grabplünderern. Diese "Personen" interessiert sowieso nicht ob legal oder illegal.
Wieviele Schicksale wurden aber durch Sondengänger geklärt, die nicht zur obigen Sorte zählen.

Gruß, Tuco


Aber es bestreitet doch niemand, dass es auch Sondengänger gibt die Positives tun, sich an Gesetze halten und zur Aufklärung der Geschichte beitragen. Es geht hier aber nicht um diesen Typ Sondengänger.

Exakt, und der Typ braucht auch nicht ängstlich zu werden, wie immer wieder von einschlägigen Leuten behauptet.
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« Antworten #47 am: 10. März 2010, 20:09:20 »

Hallo Pfälzer

Pionierschule wir zur gerade abgerissen.
Wohne gleich in der Nähe.

Aber vielleicht hat ja jemand eine Antwort auf deine Frage.

Ohne das Thema verharmlosen zu wollen müssten nach den Aussagen einiger Leute unsere Wälder voll von zerfetzten Sondengängern sein.

Leider ist es mit Sicherheit auch wahr das es solche verantwortungslosen Idioten gibt die gezielt
nach Waffen und Munition suchen und diese auch mitnehmen.

Grüße Germanicus1
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« Antworten #48 am: 10. März 2010, 20:15:22 »

Zu Punkt 2, heute wichtig vor 30 Jahren interessierte das keinen Menschen. Die Mehrzahl gefundener Absturtzstellen
und das Schicksal der Besatzungen, wurden von Privatleuten geklärt und auch finanziert!
Quatsch! Weshalb wohl führt das CILHI der US Streitkräfte regelmässig in Europa gewissenhafte Grabungen an Absturzstellen von US Flugzeugen durch?!  
Zu Punkt 3, hier schreibst du von Grabplünderern. Diese "Personen" interessiert sowieso nicht ob legal oder illegal.
Wieviele Schicksale wurden aber durch Sondengänger geklärt, die nicht zur obigen Sorte zählen.
Diese "Personen" zählen auch zum Personenkreis der Sondengänger, ob's dir lieb ist oder nicht. Die Zahl der durch Sondengänger gestörte Grabbefunde von Soldaten beider Weltkriege übersteigt bei weitem die der gemeldeten Befunde ...
Oftmals ist die Bergung von vermissten Soldaten ein Vorwand für Sondengänger, derer Habseligkeiten habhaft zu werden ...  
  
« Letzte Änderung: 10. März 2010, 20:37:57 von Archaeos » Gespeichert
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« Antworten #49 am: 10. März 2010, 21:45:02 »

Ich will dieses Thema bestimmt nicht verharmlosen..................aber


Zitat
30 getötete Militariasammler in 10 Jahren in Frankreich. Eine wahrhaft blutige Bilanz.

dagegen:

http://www.focus.de/panorama/welt/frankreich-jaeger-toetet-enkel-aus-versehen_aid_442369.html

Pro Jahr  Boooa
Zitat
In der vergangenen Saison 2008/09 starben in Frankreich 15 Menschen bei 163 Unfällen mit Schussverletzungen. 2006/07 waren es 24 Tote gewesen. Vor zehn Jahren gab es noch 40 Tote bei 259 Jagdunfällen.


Natürlich gibt es noch mehr Autounfälle mit Todesfolge etc.., etc...


Die Vollpfosten, die z.B. noch scharfe Granaten mit nach Hause nehmen, gehören definitiv bestraft. Ich möchte auch keinen Nachbarn in der Nähe haben, welcher scharfe Munition im Wohnzimmer sammelt und in der Badewanne versucht zu entschärfen. Da sind wir doch einer Meinung.

Zitat
Letztes Jahr (2009) sind in Europa mindestens  11 Militariasammler ums Leben gekommen, in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle mit erwiesenem Metalldetektorbefund.

Kann es sein, daß diese Unfälle überwiegend in den osteuropäischen Ländern stattfanden ?


Nur die Überzogenheit deiner Ausführungen finde ich unangemessen.


Zitat
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« Antworten #50 am: 10. März 2010, 22:34:42 »


Nur die Überzogenheit deiner Ausführungen finde ich unangemessen.



Aber die Überzogenheit und die Angriffe von Walter sind angemessen, oder?
Wenn manche Leute hier nur halb soviel Energie in den Denkmalschutz und die offene Aufklärung stecken würden, wie sie Zeit aufwenden, dubiose Initiativen zu verteidigen, wäre alle schon ein Stück weiter....
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« Antworten #51 am: 10. März 2010, 23:04:11 »

Zu Punkt 2, heute wichtig vor 30 Jahren interessierte das keinen Menschen. Die Mehrzahl gefundener Absturtzstellen
und das Schicksal der Besatzungen, wurden von Privatleuten geklärt und auch finanziert!
Quatsch! Weshalb wohl führt das CILHI der US Streitkräfte regelmässig in Europa gewissenhafte Grabungen an Absturzstellen von US Flugzeugen durch?!

Hallo Andre, in diesem Fall erzählst Du völligen Quatsch. Die Amerikaner graben nicht nach Flugzeugen, sondern lediglich nach gefallen amerikanischen Soldaten, weil es den Grundsatz gibt, dass niemand von ihnen auf dem Boden des Feindes liegen bleiben soll. Und dabei ist egal, ob der US-Soldat beim Pinkeln umgefallen ist, in einem Panzer saß oder eben mit einem Flugzeug abgestürzt ist. Nach deutschen, kanadischen, schottischen, britischen, französischen, russischen oder sonstigen Nationalitäten sucht keine Sau. Mir sind in meinem Bundesland ein paar wenige PRIVATLEUTE bekannt, die bisher ein paar hundert Absturzstellen lokalisiert und dokumentiert haben (ich selber sechs). In Zusammenarbeit mit dem ALSH hat es 1-2 Bergungen gegeben (selbst da wurden die Bagger privat gestellt) und der gesamte Rest sind ehrenamtliche (auch privat finanzierte) Einzelaktionen. Und diese Historiker führen keine "gewissenhaften Grabungen" wie die CILHI durch, sondern gehen eher wissenschaftlich vor und versuchen den gesamten Vorgang aufzuklären zu dokumentieren.

Die CILHI würde nicht einen Teelöffel Erde an einer Absturzstelle bewegen, wenn sie wüsste, dass dort 100%ig kein Ami liegt. Die Dokumentation des Absturzes ist denen völlig Latte.

Falls Dich der Verein interessiert: http://www.qmmuseum.lee.army.mil/mortuary/worldwide_cilhi_mission.htm
 
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« Antworten #52 am: 10. März 2010, 23:31:42 »

Zitat
Aber die Überzogenheit und die Angriffe von Walter sind angemessen, oder?

Wer sagt das Thomas ? Mir persönlich sind die tatsächlichen Ziele von André nach wie vor ein Rätsel. Diese Position war ausbaufähig:

http://www.digs-online.de/dokumente/Schoellen.pdf

Differenzierung und nur ein fairer Dialog kann zu einem gemeinsamen, denkmalschützenden Ziel führen.

Hardcorepositionen verlaufen sich im Sand. Und so sehe ich persönlich auch die Vorgehensweise der Happah.  

 
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« Antworten #53 am: 11. März 2010, 07:09:11 »

  Die Amerikaner graben nicht nach Flugzeugen, sondern lediglich nach gefallen amerikanischen Soldaten, weil es den Grundsatz gibt, dass niemand von ihnen auf dem Boden des Feindes liegen bleiben soll.
Weiss ich doch. Ich weiss auch, dass Hobbyforscher das Schicksal von Kriegsflugzeugen und deren Besatzungen aufzuklären versuchen. Ich kenne deren selber!

...Und diese Historiker führen keine "gewissenhaften Grabungen" wie die CILHI durch, sondern gehen eher wissenschaftlich vor und versuchen den gesamten Vorgang aufzuklären zu dokumentieren.
"wissenschaftlich" Naja. Aus zahlreichen Zeitungsartikeln weiss ich, dass es bei den Hobbyhistorikern oft sowohl an Methode und Gründlichkeit mangelt (nicht aber an gutem Willen). Mit dem Gemeindebagger oder mit dem Traktor des Bauern werden Trichter gebuddelt. Meist fehlt die Genehmigung durch die Denkmalbehörde. Es ist weder ein Archäologe, noch ein Anthropologe,  noch ein KMRäumer vor Ort anwesend ...

... Die CILHI würde nicht einen Teelöffel Erde an einer Absturzstelle bewegen, wenn sie wüsste, dass dort 100%ig kein Ami liegt.
Stimmt.

... Die Dokumentation des Absturzes ist denen völlig Latte.
Sicherlich nicht!

Den Verein kenn ich und habe mit ihm zusammengearbeitet
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« Antworten #54 am: 11. März 2010, 07:44:13 »

Was soll ein Archäologe vor Ort, wenn es um die Bergung und Dokumentation eines Flugzeuges geht? Archäologen haben von Flugzeugen aus dem WK II so viel Ahnung wie eine Kuh vom Stabhochsprung.  narr Das ist eher umgekehrt. Wenn die zufällig was finden, werden unsere ehrenamtlichen Spezialisten rangeholt, damit überhaupt einer den Durchblick hat.

Ich habe schon hinter einem Archäologen in der Grube gesessen und aus dem Abraum seiner Schaufel die Knochen raus gelesen, damit der Pilot wenigstens annähernd komplett beerdigt werden kann. Mir standen die Nackenhaare zu Berge, wenn ich gesehen habe, wie der arbeitet.

So sieht z. B. eine dokumentierte Absturzstelle von mir aus. Zeig mir mal eine von den Archäologen, die so eingemessen ist.  Ein Auge drauf werfen

Gruß
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« Antworten #55 am: 11. März 2010, 10:31:26 »

Was soll ein Archäologe vor Ort, wenn es um die Bergung und Dokumentation eines Flugzeuges geht? Archäologen haben von Flugzeugen aus dem WK II so viel Ahnung wie eine Kuh vom Stabhochsprung. 
Da geb ich Dir recht, dass die meisten Archäologen null Ahnung von und null Interesse an WK 2 Flugzeugen haben. Die Ausgrabungsmethoden von Archäologen unterscheiden sich aber grundsätzlich von der Fundbergung, wie sie oft von WK 2 Amateuren durchgeführt wird. Die Fundbergung von Flugzeugwracks durch Amateure gleicht eher einer wilden Wühlerei als einer archäologischen Ausgrabung, wenn man sich Pressefotos und Internetsites ansieht. Da sieht man WK2 Amateure, welche Flugzeugwrackteile mit dem Hochdruckreiniger reinigen, obwohl die Wrackteile möglicherweise noch menschliche Überreste enthalten können. Die Leute vom CILHI waren alles andere als begeistert!

Michael, deine Dokumention dieser Absturzstelle ist vorbildhaft (ich nehme an, es sind Oberflächenfunde, die du eingemessen hast). Lediglich der Titel des Bildes mißfällt mir: "Fundverschleppung"  Fundverschleppung durch landwirtschaftliche Geräte ist minimal, entgegen der Ansicht so mancher Sondengängervertreter, die von hunderten von Metern sprechen, um so Ackerfunde generell als "befundlos" erscheinen zu lassen, was sie nicht sind. Bei einem heftigen Aufprall mit Explosion der Treibstofftanks fliegen Teile manchmal recht weit ...   

André
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« Antworten #56 am: 11. März 2010, 10:47:14 »

Siehst Du und das habe ich in der Praxis genau anders herum erlebt. Wir waren völlig geschockt, mit welcher Grobmotorik von den Archäologen gearbeitet wurde. Wir hätten uns für die ganze Sache eine Woche Zeit genommen - die Archäologen wollten um 16 Uhr fertig sein (inkl. Verfüllung und Entsorgung der Teile), also in rund 8 Stunden.

Ja, dass sind eingemessene Oberflächenfunde. Das Bild war ein Beispiel dafür, wie wenig solche Teile nach 60 Jahren Beackerung wirklich verschleppt werden. Daher der Bildtitel.

Jetzt aber Schluss, geht am Thema vorbei.  Frieden?

Gruß
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« Antworten #57 am: 11. März 2010, 12:47:09 »

Mir persönlich sind die tatsächlichen Ziele von André nach wie vor ein Rätsel. Diese Position war ausbaufähig:

http://www.digs-online.de/dokumente/Schoellen.pdf

Differenzierung und nur ein fairer Dialog kann zu einem gemeinsamen, denkmalschützenden Ziel führen.

Hardcorepositionen verlaufen sich im Sand. Und so sehe ich persönlich auch die Vorgehensweise der Happah.  

Die Happah vertritt keine Harcorepositionen. Sie packt lediglich das Übel an der Wurzel an. Siehe meinen Artikel 2006 (2) im "Archäologischen Nachrichtenblatt". Die Happah besteht grösstenteils aus Berufsarchäologen und die Ansichten der Happah liegen mehr oder weniger auf der Linie des französischen Kulturministeriums! Happah hat nichts gegen eine Zusammenarbeit mit ernsthaften und gewissenhaften Sondengängern einzuwenden, so lange sich diese Zusammenarbeit im gesetzlichen Rahmen bewegt!

Du sprichst meinen Artikel "Vom besonnenen Umgang mit Metalldetektoren" an. Die erste Version dieses Artikels geht ins Jahr 1984 zurück und war als Antwort auf einen Artikel in der französischen Zeitschrift "Dossiers de l'archéologie" gedacht. Damals, ich studierte noch Geschichte und hatte nicht einmal mit dem Archäologiestudium begonnen, war ich noch blauäugig und naïv und glaubte noch an das Gute im Menschen. Zudem hatte ich die perfide Detektorbobby noch nicht durchschaut.
Dennoch, auch heute stehe ich zu diesem Artikel. Ich bin nach wie vor für die Einbindung der brauchbaren Sondengänger in die ehrenamtliche Denkmalpflege. Ich bin nach wie vor gegen ein totales Sondelverbot (es gibt im täglichen Leben schon genug unsinnige und kontraproduktive Verbote). Seit des ersten online Veröffentlichung meines Artikels vor rund 15 Jahren (?) hat sich die Situation immer mehr zum Schlechten gewendet aufgrund der stark ansteigenden Zahl an Hobbyschatzsuchern. Wie man das Problem, oder soll ich sagen die Plage in den Griff bekommt, habe ich im Arch. Nachrichtenblatt 2006 (2) beschrieben.     


   

   
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« Antworten #58 am: 11. März 2010, 19:32:38 »

Zu Punkt 2, heute wichtig vor 30 Jahren interessierte das keinen Menschen. Die Mehrzahl gefundener Absturtzstellen
und das Schicksal der Besatzungen, wurden von Privatleuten geklärt und auch finanziert!
Quatsch! Weshalb wohl führt das CILHI der US Streitkräfte regelmässig in Europa gewissenhafte Grabungen an Absturzstellen von US Flugzeugen durch?!  
Zu Punkt 3, hier schreibst du von Grabplünderern. Diese "Personen" interessiert sowieso nicht ob legal oder illegal.
Wieviele Schicksale wurden aber durch Sondengänger geklärt, die nicht zur obigen Sorte zählen.
Diese "Personen" zählen auch zum Personenkreis der Sondengänger, ob's dir lieb ist oder nicht. Die Zahl der durch Sondengänger gestörte Grabbefunde von Soldaten beider Weltkriege übersteigt bei weitem die der gemeldeten Befunde ...
Oftmals ist die Bergung von vermissten Soldaten ein Vorwand für Sondengänger, derer Habseligkeiten habhaft zu werden ...  
  

Nochmals zu Punkt 2, Archaeos du bist überhaupt nicht informiert und was bitte hat die CILHI mit der Absturtzstelle
eines Deutschen Flugzeuges zu tun?
Zu Punkt 3, das gezielt nach Soldatengräbern gesucht wird, das weiß ich auch, übrigens auch ohne MD.
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arriba
Graf
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« Antworten #59 am: 11. März 2010, 20:06:14 »

.....und wieder mal freue ich mich über meine Stattsangehörigkeit  zwinker Mann bin ich froh dass ich mich nicht mehr mit manch einem Deutschen Archie rumkloppen muß  Bäääh Ab ins Auto und in einer viertel Stunde kann ich besonnen in der Heimat suchen gehen - herrlich...... Coooool UND mich mit Archäologen unterhalten und treffen, die mich wie einen ganz normalen Menschen behandeln!!!!!!!   grins
Nordlichter; wählt doch die SSV, vielleicht habt ihr ja das Glück, dass die mehr Mitspracherecht  bekommen  zwinker Loenne, wo waren wir beim letzten mal noch stehen geblieben....????

 winke winke zwinker
Rikke
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