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Autor Thema: Teleskopgestänge für XP GMP?  (Gelesen 6647 mal)
Adebar
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Beiträge: 40


« Antworten #60 am: 19. April 2009, 11:11:34 »

Hallo,

so - es ist vollbracht!  Big grinsing

Das Pulver für das Färbebad kam gestern mit der Post, habe daher gestern gleich mal die Stangen eloxiert  Du hast Post.
Als Behälter habe ich zwei 60cm Blumenkästen (1,55 EUR das Stück) gekauft.
Den einen Kasten habe ich mit ca. 25 %iger Natronlauge gefüllt, zum Beizen der Stangen  (damit die Oxidschicht entfernt ist, Alu läuft ja schnell wieder an und ich habe die Stangen ja schon vor einer Woche gestrahlt).

Der zweite Kasten ist das eigentliche Eloxierbad (Bild 1 und 2 in Aktion). Als Kathode (sprich Minuspol des Gleichstromnetzgerätes) habe ich Alublech genommen, zwei lange Streifen, die ich über den Rand des Blumenkastens gehängt habe und mittels Kabel miteinander verbunden habe.
Als Anode fungiert die Stange, aufgehängt an zwei Aludrähten, einen habe ich mit einer primitiven Blechklammer an der Stange fixiert, den anderen Draht gerade durch die vorhandenen Löcher geschoben.
Das Ganze dann an eine V2A-Stange drangehängt. Hat den Vorteil, daß man alle drei Stangen ohne weitere Fummelei hintereinander verarzten kann.

Die Stange sieht nach dem kurzen Beizen in Natronlauge fast weiß aus (Bild 3, im Vordergrund eine noch nicht gebeizte Stange). Lange darf man die Stange nicht in der Lauge lassen, das Alu wird schnell angegriffen und das Bad erwärmt sich auch sehr rasch. Hinterher abspülen, klar.

Ich habe die Fläche der Stange ausgerechnet und anhand der Formel in der Anleitung ca. 5,4 Ampere als günstigen Wert für die dickste der Stangen ermittelt. Da mein Selbstbaunetzteil keine Strombegrenzung hat, aber bis zu 90 Ampere bei etwa 22 Volt liefern kann, mußte ich den Strom über den Säuregehalt des Bades einstellen.
Habe daher das Bad zunächst mit destilliertem Wasser befüllt und soviel konzentrierte Schwefelsäure eingefüllt, bis der Strom dort war, wo ich ihn haben wollte. Ist etwas umständlich, aber klappt ohne Probleme.
Sicherheitshalber habe ich in das Kabel eine Kfz-Sicherung mit 20A eingelötet, damit kein Schaden entstehen kann.

Als Zeit soll man etwa 60 Minuten veranschlagen - ich habe die doppelte Zeit gewählt, kann wohl nicht schaden. Die Stange ist hinterher wieder dunkler und gelblicher (Bild 4, man sieht's aber nur schlecht).

Anschließend kam das Färben drann - ein Beutel Farbpulver auf 1 Liter dest. Wasser. Da das Färbebad etwa 50-60° haben soll, kommt hier nur ein Blechbehälter in Betracht, in Schwiegervater's Scheune habe ich etwas passendes gefunden. Allerdings mußte ich den Behälter schrägstellen, da ich sonst nicht genug Färbemittel gehabt hätte. Als Wärmequelle habe ich einen zweiflammigen Campingkocher genutzt (Bild 5). Der Färbevorgang soll etwa 20' betragen (Bild 6, man sieht schon, daß es Farbe annimmt).

Anschließend noch 1h in der gleichen Wanne mit dest. Wasser kochen, fertig.

Das Ergebnis sieht sehr gut aus (Bild 7) - auch der Klemm-Mechanismus funzt ohne Probleme, als wär's nie anders gewesen. Ob die Eloxalschicht aber nun halbar ist wie eine fabrikmäßige Eloxierung bleibt abzuwarten. Jedenfalls besser wie lackiert und weitaus besser wie die silbernen Stangen im Original ist's gewiss.


Aaaaber:

ein Problem gibt's  Alarm !!!

Die eingenieteten Muttern für die Armstütze sind aus Eisen. Das ist schlecht, Eisen und Schwefelsäure verträgt sich nicht  belehr
Leider dachte ich daran auch nicht - nach der Eloxierung waren die Muttern weg - buchstäblich weggeätzt  Boooa (Bild 8)

Gut, zwei der Muttern haben sich eh' mitgedreht, war sowieso nicht das Gelbe vom Ei. Hätte nun neue Muttern drehen und einnieten können, habe das Problem aber leichter und haltbarer gelöst.
Einfach zwei primitive Blechstreifen zurechtgeschnitten (3mm Edelstahlblech), zwei Löcher und M4er Gewinde 'rein, am Schleifbock etwas zurechtgeschliffen, fertig. (Bild 9).
Die Rundung ist wegen dem Gummistopfen ausgebildet, damit sich letzterer noch montieren läßt.
Die Blechstreifen lassen sich bequem mit dem Finger ausrichten und die Schrauben ansetzen. (Bild 10).
Denke, das ist auch eine brauchbare Lösung für die, deren Muttern nicht mehr halten. Ein Stück Blech (Stahl, V2A oder Messing)  wird wohl zu beschaffen sein, Bohrmaschine auch und einen Gewindebohrer gibt's in jedem Baumarkt.
Die alten, losen Nietmuttern kann man notfalls mit einem 7er Bohrer ausbohren, wenn sie noch nicht von selbst herausgefallen sind.

So, soll gut sein. Bei Gelegenheit gehe ich mal mein Selbstbaugestänge und meinen Bundeswehrspaten an und eloxiere das Zeux auch.

Grüße,
Dierk
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Asgar
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« Antworten #61 am: 19. April 2009, 16:48:19 »

Chapeau Herr Düsentrieb

Boh

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Es grüßt der
Asgar
Hindenburg
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« Antworten #62 am: 15. Mai 2009, 22:53:35 »

...weiß eigentlich jemand wo das Teleskopgestänge gefertigt wird...also von welcher Firma in welchem Land? Oder bastelt der J.R. das heimlich in seinem Keller aus Stativen zusammen zwinker

Gruß und GF
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Adebar
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« Antworten #63 am: 15. Mai 2009, 23:09:50 »

Hallo,

...weiß eigentlich jemand wo das Teleskopgestänge gefertigt wird...also von welcher Firma in welchem Land?

Das Gestänge selbst gehört zum Detektor MP20 von der deutschen Firma TB aus Iserlohn, siehe: http://www.tb-electronic.de/start/index.html

Daher ist auf dem Handgriff auch diese für's XP-gerät nutzlose Plattform, die beim MP20 ebend notwendig ist. Auch deshalb muß man hinten die Armstütze zurechtsägen um den XP-Technikerkasten eher notdürftig am Gestänge befestigen zu können.

Vermutlich kauft TB die Fotostative auch nur zu und baut diese dann für ihre Geräte entsprechend um.

Grüße,
Dierk
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« Antworten #64 am: 15. Mai 2009, 23:21:50 »

Hallo,

...weiß eigentlich jemand wo das Teleskopgestänge gefertigt wird...also von welcher Firma in welchem Land?

Das Gestänge selbst gehört zum Detektor MP20 von der deutschen Firma TB aus Iserlohn, siehe: http://www.tb-electronic.de/start/index.html

Daher ist auf dem Handgriff auch diese für's XP-gerät nutzlose Plattform, die beim MP20 ebend notwendig ist. Auch deshalb muß man hinten die Armstütze zurechtsägen um den XP-Technikerkasten eher notdürftig am Gestänge befestigen zu können.

Vermutlich kauft TB die Fotostative auch nur zu und baut diese dann für ihre Geräte entsprechend um.

Grüße,
Dierk
Ahhh, wieder dazu gelernt! Danke!

Ist es vielleicht günstiger das Gestänge direkt von dort zu beziehen oder tun sich die Preise nix?

Gruß und GF
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Adebar
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« Antworten #65 am: 15. Mai 2009, 23:47:11 »

Hallo,

wie schon weiter oben erwähnt, am besten mal Rasko anfunken...

Grüße,
Dierk
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Laure165
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« Antworten #66 am: 18. Juni 2009, 13:54:09 »

http://www.tb-electronic.de/start/index.html


hier gibts das gestänge für 107 € ohne versand
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Murdigger
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« Antworten #67 am: 08. November 2009, 10:24:07 »


Hallo,

nach langem Herumbasteln, von einen neu gekauften Teleskpgestänge, hier das Ergebnis:
es fehlt nur noch der Warp-Antrieb  winke winke

Gruß Murdigger
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Ich suche mit: XP Goldmaxx Power
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« Antworten #68 am: 08. November 2009, 12:03:51 »


Hallo,

nach langem Herumbasteln, von einen neu gekauften Teleskpgestänge, hier das Ergebnis:
es fehlt nur noch der Warp-Antrieb  winke winke

Gruß Murdigger


Hallo Murdigger,

da hast du dir ja eine Heiden Arbeit mit gemacht, wenn du etwas gewartes hättes,
im Dezember gibt es das neue XP-DEUS Teleskopgestänge was genauso wie deines
ist zu kaufen für etwa 140,- € und es hat die Schwalbenschwanz Aufnahme an der
Armstütze für alle XP-Detektoren, aber dennoch hast du es sehr sauber umgesetzt.

Erzähl mal wie hast du das mit der Armstütze hinbekommen das die auf das Teleskopgestänge gepasst hat ???
mach doch mal ein paar Detail Fotos davon das würde mich wie auch die anderen hier sehr Interesieren.

Gruß Markus
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gruß  Markus
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Murdigger
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« Antworten #69 am: 08. November 2009, 20:48:53 »


Hallo,
hab die Original-Schwalbenschwanz-Aufnahme auch, mußte dafür auch einen Adapter (Alurohr)
und aus dünnem Niro Blech einen Adapter (Schelle) für das lange Teleskop anfertigen.
Gruß Murdigger
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molch71
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« Antworten #70 am: 21. Dezember 2010, 21:43:34 »

Soooo,
jetzt will ich mal mein Selbstbau Teleskopgestänge für den XP GMP zu Papier...ääähh Monitor bringen. Erstmal vielen dank für die super Anregungen.






Gewicht ca. 1,4 kg
Maß zusammen geschoben = 60 cm
Maß ausgezogen = ca. 155 cm

folgende Komponenten verbaut:
Bilora CM284 Perfect Pro Carbon Einbein Stativ ca. 50 Euro
unteres Teleskopteil von Tesoro 25 Euro (das von XP ist etwas zu dünn und qualitativ nicht so gut)
Schelle für Handgriff von Camping Berger
Artikel 250820 Rohrklemme f.28mm
der Handriff ist ein Teil von einem Miniroller (Alurohr mit Scheibe und Gewindestange zurecht gefeilt)
normale Rohrschelle für Armstütze, nicht schön aber billig

Halterung für das Elektro-unit und Armstütze habe ich durchgesägt, damit ich das individuell einstellen kann

Das untere Teil von Tesoro habe ich etwas gekürzt und die Verdrehsicherung des Bilora Gestänges übernommen.
Dafür müssen zwei ziemlich genaue Löcher in das Tesoro Gestänge gebohrt werden.

Das war auch erst ganz gut....dann störte mich das ich die Spule beim Verstauen nicht verdrehen konnte.
Ich habe dann die Bilora Verdrehsicherung entfernt. Seit dem drehe ich mir die Spule immer so hin, hält auch.

Die Schellen am oberen Rohr sollten mit einer Unterlage (Gummi, Klebeband) versehen werden, damit das Karbongestänge nicht beschädigt wird und die Reibung zwischen den Bauteilen besser ist. Die Schellen dürfen nicht zu fest angezogen werden, weil sich das Zusammenschieben verschlechtert.

Sorry für das schmuddelige Gerät, hatte noch keine Zeit zum reinigen und bin jetzt auf DEUS umgestiegen. Der GMP hat mir mit dem Gestänge sehr gut gefallen.

Gruß Michel
 
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molch71
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« Antworten #71 am: 04. Januar 2011, 22:38:33 »

Sooo, jetzt mit Bildern  Schäm
« Letzte Änderung: 04. Januar 2011, 22:56:59 von molch71 » Gespeichert
harzhorn
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« Antworten #72 am: 10. Januar 2011, 18:21:45 »

Tolle und gute Arbeit
Bin begeistert von Deinen Fähigkeiten
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Ich glaubte es wäre ein Abenteuer, aber in Wirklichkeit war es das Leben ""Joseph Conrad""
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