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Autor Thema: Archäologisches Schaufenster in Speyer  (Gelesen 1670 mal)
stratocaster
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« am: 19. Juli 2008, 18:29:37 »

Dort ist aktuell gerade eine kleine Ausstellung über spätrömische Funde in der Pfalz
http://www.archaeologie-speyer.de/

Leider nur für die Freunde des Glases und der Keramik interessant  besorgt
Die ausgestellten Metallfunde könnt ihr an 10 Fingern abzählen.
Sage und schreibe 2 Münzen  Undecided

Nun ja; Metalldetektoren sind ja schließlich Teufelswerk und insofern bekommt der
geschichtlich interessierte Bürger eben ein schiefes Bild der Spätantike zu sehen.
Die Römer hatten kaum Münzen und Gegenstände aus Metall gab es nur wenige  narr

Gruß  zwinker
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insurgent
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Mitglied der Detektorengruppe SH


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« Antworten #1 am: 19. Juli 2008, 18:33:38 »

Dort ist aktuell gerade eine kleine Ausstellung über spätrömische Funde in der Pfalz
http://www.archaeologie-speyer.de/

Leider nur für die Freunde des Glases und der Keramik interessant  besorgt
Die ausgestellten Metallfunde könnt ihr an 10 Fingern abzählen.
Sage und schreibe 2 Münzen  Undecided

Nun ja; Metalldetektoren sind ja schließlich Teufelswerk und insofern bekommt der
geschichtlich interessierte Bürger eben ein schiefes Bild der Spätantike zu sehen.
Die Römer hatten kaum Münzen und Gegenstände aus Metall gab es nur wenige  narr

Gruß  zwinker

Das erinnert mich an Lübeck, dort finden die Archäologen auch nur Turmreste narr
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Veneter
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« Antworten #2 am: 20. Juli 2008, 08:22:15 »

Nun, Archäologie beschränkt sich doch Gottseidank nicht nur auf Metallartefakte und über Ausstellungen die gerade damalige Luxusgüter wie Sigillata oder Gläser präsentieren, kann man doch nur froh sein.

Nun für reine Sondengänger sind sicherlich zuwenig Münzen ausgestellt. Ziel der Ausstellung ist es aber spätantike Grabfunde zu präsentieren. Diese Gräber sind nunmal mit reichen Glas- und Tongefäßen ausgestattet gewesen. Ihren Reichtum und Status hat die spätantike Bevölkerung mit solch üppigen Grabbeigaben demonstriert.

Zitat
Nun ja; Metalldetektoren sind ja schließlich Teufelswerk und insofern bekommt der
geschichtlich interessierte Bürger eben ein schiefes Bild der Spätantike zu sehen.

@stratocaster: Vielleicht hast du ein sehr eingeschränktes Bild von der Spätantike, wenn du dieses nur auf Münzfunde reduzierst. Geschichte wird nun mal nicht nur durch  Metallfunde beschrieben. Die ausgestellten Glas- und Tongefäße stellen m.E. den Lebensstil der spätantiken Bevölkerung besser dar, als profane Münzen. Ebenso können die Handelsbeziehungen anhand der Produktionsorte der Glas- und Tongegenstände besonders gut dargestellt werden. Schau mal über deinen Spulenrand hinaus. narr

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stratocaster
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« Antworten #3 am: 20. Juli 2008, 15:55:26 »

Hallo Veneter,

genaugenommen meinen wir beide das gleiche.
Ein Ziel der Archäologie oder der arch. Denkmalpflege ist ja sicher, dem
Staatsbürger (der das mit seinen Steuern zahlt) ein Bild der antiken Welt zu geben.

Wer "nur" mit der Sonde unterwegs ist wie ich, für den reduziert sich das Bilod eben
auf Kleinfunde aus Nichteisenmetallen; stimmt.
Wer ohne Metallsonde in Lehmböden forscht, wie unsere hiesigen Amtsarchäologen,
wird zwar Scherben finden aber wenig Kleinmetall.

Das eine ist so gut oder so schlecht wie das andere.
Seit Heisenberg wissen wir, dass der Beobachter sogar das Experiment beeinflusst.

Ich (ein Laie) schaue gerne mal über meinen Spulenrand hinaus.
Die Amtsarchäologen (die Profis) könnte auch mal über ihren geschulten Blick hinausschauen.

Ziel einer Stichprobe ist es, Rückschluß auf eine Grundgesamtheit zu ziehen (so habe
ich es mal in der Statistik gelernt) und da erwarte ich als zahlender Staatsbürger von den Profis
schlicht und einfach etwas mehr.  zwinker

Gruß  winke winke
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