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Autor Thema: Zusammenarbeit mit Behörden in Bayern - Genehmigungen-  (Gelesen 4022 mal)
Miner66
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« am: 23. Juli 2007, 22:31:39 »

Ein nettes Servus mal in die Sondelnde Runde grins

hab hier jetzt einiges zum Thema Zusammenarbeit gelesen, und finde einige Bemühungen der staatlichen Stellen endlich mit seriösen Sondlern Zusammearbeiten zu wollen sehr interessant, wenn man denkt wie die davon profitieren könnten, würden sie sicher noch offener werden !!!!

Es war und bleibt mir immer ein Rätsel warum Geschichtsorientierte und von Archäologie begeisterte Menschen so Ignorant sind und dieses Potential von Kräften die mit Feuer und Eifer dabei sind, nicht nutzen, ich hoffe da nur auf einen Sinneswandel, denn Ignoranz und Verfemdung kann auch in so Instanzen wie diesen Behörden hoffentlich nicht zum langfristigen Erfolg von einzelnen Personen führen, hoffe ich grins

So genug der mutmasenden Lästerung, gibt es in Bayern Erfahrungen diesbezüglich und wer könnte helfen mit persönlichen Erlebnissen hierzu,

es grüßt ein Miner66
der seine Sonde gerne wieder öfter schwenken würde und zwar mit einem guten Gefühl und dem Spaß dem einen dieses Hobby geben kann

Erfahrungen und Tipps gerne auch als PN
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Am Golde hängt, zum Golde drängt, doch letztlich immer alles.....   grins)
Miner66
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« Antworten #1 am: 23. Juli 2007, 22:44:07 »

Tja erst lesen dann schreiben    Alarm !!!

Habe Rübezahls Hinweis zum Erst Lesen dann Posten erst nach dem posten gelesen    SUPER GELL

sonst hätte ich den Text in einer anderen Version geschrieben

überlasse es dem Moderator meinen Beitrag gerne zu löschen   Super

Aber es wäre schon ein Traum, den Bayerischen Amtsarchäologen aufzeigen zu können, wie  eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Geschichtsorientierten Menschen (die unter Umständen auch Sonden benutzen) funktionieren könnte   Super
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« Antworten #2 am: 24. Juli 2007, 07:33:06 »

Tja erst lesen dann schreiben
Habe Rübezahls Hinweis zum Erst Lesen dann Posten erst nach dem posten gelesen    SUPER GELL
sonst hätte ich den Text in einer anderen Version geschrieben
Hallo Miner66  winke winke
ist doch ok. Wir wollen hier nicht alles schönreden, sondern auch Kritik üben, wo es nötig ist. (und Bayern gehört dazu)

Aber es wäre schon ein Traum, den Bayerischen Amtsarchäologen aufzeigen zu können, wie  eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Geschichtsorientierten Menschen (die unter Umständen auch Sonden benutzen) funktionieren könnte
Hier mal ein paar Gedanken, warum es in einigen Bundesländern noch diese Probleme gibt.

Zitat
Dr. Jörg Biel, Esslingen, begründete die recht restriktive Haltung gegenüber Sondengängern in Baden-Württemberg, die auf die Einschränkung der Tätigkeit der Sondengänger einerseits und die gezielte Austrocknung ihrer Absatzgebiete zielt.
Biel schätzt den Schaden durch Detektorgänger höher ein als den Erkenntnisgewinn.
Quelle: Bericht über die Tagung des Verbandes der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland Mai 2005 in Treis-Karden.

Mann kann zu Dr. Biel persönlich stehen wie man will, trotzdem finden ich den letzen Satz von ihm bemerkenswert. Ist das nun persönliche Verbitterung? (Der Goldhut, gefunden im Ländle, ist jetzt in Berlin zu sehen   Bäääh  ) Oder hat er mit seinen Aussagen tatsächlich Recht?
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« Antworten #3 am: 24. Juli 2007, 15:44:59 »

Hi Carsten.
Zitat
Biel schätzt den Schaden durch Detektorgänger höher ein als den Erkenntnisgewinn.
  mhh grübel
Wie will er das denn einschätzen?

Durch die ablehnende Haltung hat er doch überhaupt keine aussagekräftigen, persönlich erworbene Hinweise.  zum Heulen

Und die Erfahrungen anderer Bundesländern sind auch hier nicht einfach übertragbar.
Aber auch die Welt dreht sich weiter. Und auch in B.-W. wird sich etwas drehen.  zwinker

Da bin ich optimistisch eingestellt.  Ich Engel

Jürgen
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« Antworten #4 am: 24. Juli 2007, 19:05:56 »

Als bekennender Bayer (als gebürtiger Münchner sogar Edel-Bayer!) werde ich gerne
zum Besten des Landes mich engagieren - und das "denkmalschützende Schatzregal-Paradox"
´mitt Argumenten zu verhindern bemüht bleiben.

Gruß

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« Antworten #5 am: 25. Juli 2007, 07:52:09 »

... werde ich gerne zum Besten des Landes mich engagieren ....

Hallo Rudolf,
was das "Beste" ist kommt immer auf die Sichtweise an zwinker und davon gibt es nun mal mehrere.

Nein jetzt mal im Ernst, was bringen unsere gemeldeten Funde für einen Nutzen in der archäologischen Forschung?
(Fast immer ist weder Personal noch Zeit vorhanden, diese wissenschaftlich auszuwerten)
Dann ist es doch besser "Alles" (so auch Goldhüte, Himmelsscheiben usw.) bleibt im Boden und wartet der Zufälligen Entdeckung bei einer Ausgrabung? So vielleicht die "Denke" von Jörg Biel?

Ok, ich möchte hiermit provozieren  Teufelchen  und bin auf eurer Argumente zur Rechtfertigung unseres "Hobbys" gespannt.
(Können wir mal sauren Regen und Pflug außen vor lassen?  Ich Engel )
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« Antworten #6 am: 25. Juli 2007, 09:22:50 »

Hy,

Erkenntnisse zu den "normalen" Sondengänger ohne Pi oder Bodenradargeräten:

Wenn wir es nüchtern betrachten, richten diese Sondengänger doch "kaum" "Archeologische Schäden" an, da nur die obersten Bodenschichten durchsucht und umgegraben werden. Sowieso sind es meistens eh nur Zufallsfunde (natürlich nicht auf BD!!!) Alarm !!! NoGo belehr
Wenn diese Sondler dann noch so ehrlich sind, natürlich mit Genehmigungen, diverse "bedeutende" Funde per GPS oder ähnliches in ein Koordinatenraster einzutragen und zu melden, haben die Archäologen doch eine Bereicherung und natürlich noch mehr Arbeit Super narr, um Entscheidungen zur eventuellen Nachforschung des etwaigen Gebietes durchzuführen. (ja und wir wissen ja alle , dass eh kein großes Budget für die Archäologen vorhanden ist)


Ich bin immer noch der Meinung , das 90% der Sondelgemeinschaft nicht auf eigenen Profit aus sind, sondern etwas zur Aufdeckung der Geschichte beizutragen. Es würde auf jeden Fall mehr geschichtlich bedeutende Funde, den zuständigen Ämtern zugeführt werden als im Moment.

Die anderen 10% juckt das Schatzregalgesetz so oder so nicht. Ärger ?


Bis jetzt stellt sich halt jedem Betreiber dieses schönen Hobbys, die keine Genehmigungen bekommen KÖNNEN belehr, die Frage ob sie sich dem Gesetz beugen oder halt doch auf die Revoluzerart handelt. narr


Gruß Vampire
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« Antworten #7 am: 25. Juli 2007, 17:49:20 »

Hallo Ruebezahl,

Was gemeldete Funde für einen Nutzen in der archäologischen Forschung
bringen?!

Weiß ich doch nicht  mhh grübel !
Muß ich auch nicht  NoGo !

Warum sehen die Denkmalschutzgesetze denn die Meldung von Funden vor?
Das müssen die Denkmalschützer doch am besten wissen (jetzt meine ich die,
die nicht Schoellen  Big grinsing heißen).
Denn mal raus mit der Sprache – auch durch die Medien (statt Hetzartikel
durch Presseinformationen in die Wege zu leiten).
Wo sind die Workshops   prost für Sondengänger?

Hauptsache wäre, daß der Finder/Entdecker (Sonde, Auge oder Wünschelrute soll mal dahingestellt bleiben) überhaupt eine archäologische Relevanz erkennt  Boooa .
Da sind die Archäologen gefragt.
Was wollt „ihr“, daß es gemeldet wird und warum?
Jedes Hufeisen, weil es auf einen alten Fahrweg hindeuten könnte (Zahnarzt in Niedersachsen)?
Jeder Hufnagel, weil er auf ein Hufeisen, das auf einen alten Fahrweg... usw.   narr ?

Rechtfertigung für mein Hobby, den Metalldetektor einzusetzen:
Ich suche nach allem möglichen, was unerkannt aus Metall ist und im Boden liegt.
Ist von vornherein nicht alles archäologisch relevantes Kulturgut (Fischbüchsen, Joghurtbecher-Deckel, sonstiger Wohlstandsmüll), sondern sind auch aufgelassene Sachen (Überflüssiges in den Augen des ehemaligen Besitzers, der sich der Sache entledigt hat – Orden, sonstiges), die aber durchaus noch einen Sammlerwert haben können.
So soll es auch Leute geben, die Sperrmüll nach Brauchbarem absuchen.
Sind auch verlorene Gegenstände darunter (Ringe an Badestränden oder unter Skiliften).
Sind auch Meteoriten drunter.
Wenn archäologisch relevantes Kulturgut darunter ist, sollen sie es haben, steht ihnen ja auch zu, Meldung ist gesetzliche Pflicht.
Aber wenn ich daran der Wissenschaft schon das Eigentum und einen hervorragend wissenschaftlichen Wert anschaffe, erwarte ich eigentlich eine Entlohnung  Coooool .
Alles kein Problem, wenn von einem Schatzregal-Eigentumsvorbehalt abgesehen werden kann und § 984 BGB (Schatzfund) uneingeschränkt Anwendung finden kann.
Warum denn nicht!?
Der Staat eignet sich ja auch keine verlorenen Gegenstände im Sinne des BGB per Regal an.
Wenn sich innerhalb der Ausschlußfrist niemand als Eigentümer/Verlierer beim Fundbüro meldet, geht der verlorene Gegenstand auch in das Eigentum des Finders  Super über und wird nicht Staatseigentum  grrrrr .
Möchte aber hier jetzt niemanden der Juristen in Staatsdiensten und bei den Justizministerien auf „dumme“ Gedanken bringen  belehr .

Schön, daß diese Thematik hier von Dir zur Diskussion gestellt wird und Meinungen nicht direkt „platt gemacht“ werden durch den Site-Betreiber und seine Genossen, die nach Absprache gleich scharenweise über Andersdenkende herfallen, aber bemüht sind, Toleranz zu predigen.

Der Meisterdieb dankt und wünscht sich auch eine rege Beteiligung unter besonderer Anteilnahme archäologischen Fachpersonales, auch wenn dieses nur lesend   Red Button den Foren beiwohnt.

Gruß

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« Antworten #8 am: 25. Juli 2007, 18:43:17 »

hi,

natürlich zerstört ihr mit diesem hobby viele wichtige archäologische infos und mir tun die studierten Archäologen auch echt leid weil sie es nicht auf diese art und weise in den griff bekommen werden.

bald werden die strafen erhöht und die preise für antikes gut gleich mit, ein paar sucher landen hinter gittern und die welt dreht und dreht sich weiter und weiter...

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« Antworten #9 am: 25. Juli 2007, 19:49:42 »

hi,

natürlich zerstört ihr mit diesem hobby viele wichtige archäologische infos und mir tun die studierten Archäologen auch echt leid weil sie es nicht auf diese art und weise in den griff bekommen werden.

bald werden die strafen erhöht und die preise für antikes gut gleich mit, ein paar sucher landen hinter gittern und die welt dreht und dreht sich weiter und weiter...

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Hy,

was willst du uns damit sagen irre  Dafür Dagegen Zurüch zum Thema


gruß Vampire winke winke
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Whites DFX


« Antworten #10 am: 25. Juli 2007, 20:06:54 »

uns? mhh grübel

na auch morgen wirst du die bildzeitung öffnen und festellen was heute alles so vorgefallen ist!  Super

das wars schon.

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Whites DFX


« Antworten #11 am: 25. Juli 2007, 20:09:19 »

klar für die gehnemigungen weltweit  prost Hey yeah Coooool belehr Super
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« Antworten #12 am: 25. Juli 2007, 20:31:49 »

Ja, hallo coinwhisper,

kannst Du Dir nicht einen anderen Thread aussuchen, um uns mitzuteilen, was morgen alles so in der Bildzeitung stehen wird?

Das interessiert mich jetzt hier genauso viel wie die Currywurst, die gerade in Hamburg platzt oder das Kofferradio, das gerade in Unterhaching umfällt  Bäääh .

Wie wäre es mit argumentativen Beiträgen, oder meinst Du etwa (höhere Strafen), morgen müßte in der Bildzeitung stehen "Todesstrafe für Sondengänger gefordert!"  belehr
Natürlich weltweit.

Da Du uns hier mit "ihr" anredest, gehörst Du etwa nicht zu "uns"?

Wie geht es Dir denn sonst so?

Mit freundlichen Grüßen

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Whites DFX


« Antworten #13 am: 25. Juli 2007, 21:48:59 »

hi master,

----Da Du uns hier mit "ihr" anredest, gehörst Du etwa nicht zu "uns"?----


die frage ist berechtigt!

wer ist uns?

diejenigen "mit" einer suchgenehmigung oder diejenigen "ohne" eine suchgenehmigung?

die suchergemeinschaft ist mittlerweile in 2 lager aufgeteilt und dass macht es nicht gerade einfach darauf zu antworten und ich hoffe daher auf dein verständnis.

lieben gruß

coinwhisper  winke winke
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« Antworten #14 am: 25. Juli 2007, 22:36:17 »



diejenigen "mit" einer suchgenehmigung oder diejenigen "ohne" eine suchgenehmigung?

die suchergemeinschaft ist mittlerweile in 2 lager aufgeteilt und dass macht es nicht gerade einfach darauf zu antworten und ich hoffe daher auf dein verständnis.


coinwhisper  winke winke

Das "mit oder ohne Suchgenehmigung" ist nicht der springende Punkt. So wie ich es hier mitbekomme gibt es auch egomanische Sucher mit "seltsamen Genehmigungen" die jedweder archäologischen Praxis Hohn sprechen, während wirklich "sorgsame" MD-Sucher (von denen ich einzelne Individuen hier durchaus  als solche zu erkennen glaube) keinerlei Ansprechpartner finden können- und dies  alleine aufgrund Ihres Wohnortes, bzw. Ihrer Heimat. Ansonsten hast Du Recht "coinwhisper".
Ich lebe in Bayern, habe 16 Jahre meine Lesefunde abgeliefert.... und wenn ich ankündige einen  Baustellenabhub abzudetektieren, der kurz vor dem Abtransport ins Nimmerleinland steht dann heisst es : Ohne Genehmigung!!!
Aber ich verstehe  SIE auch.... denn hier bei uns waren wirklich schreckliche  Plünderungen im Gange.
Man müsste mehr an die Ehrfurcht appellieren- vor einer Welt, einer Geschichte die uns ALLEN gehört.... immer wieder!!!

Was immer wieder unterschätzt wird, von den "Schatzsuchern". Wer einigermaßen fit ist mit den Augen...der findet mehr als mit jeder Sonde.
Ich sondle auch aber mit den Sehern kommt mehr.....
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« Antworten #15 am: 25. Juli 2007, 23:29:09 »

Hier vielleicht einmal etwas für Herrn Biel:

Auszüge aus dem Begleitbuch zur Ausstellung:

Magischer Glanz
Gold aus archäologischen Sammlungen Norddeutschlands

Sonderausstellung 3. Dezember 2006 – 15. April 2007
Archäologisches Landesmuseum
in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf

Auszug S. 195 letzter Absatz:

Durch systematische Geländearbeiten hat sich unser Bild von Haithabu in der
Wikingerzeit in den letzten Jahren enorm verändert. Großflächige geophysikalische
Messungen geben uns völlig neue Einblicke in die Strukturen des Handelsplatzes und
werden durch gezielte neue Ausgrabungen überprüft. Die seit 2003 mit den Bornholmske
Amatørarkæologern und seit 2005 mit der Detektoren AG Schleswig-Holstein
stattfindenden Metalldetektorbegehungen erbrachten ein reichhaltiges Fundmaterial
(Abb. 1;7), mit dessen Hilfe erstmals ganze Serien von wikingerzeitlichen Metallobjekten
zur Verfügung stehen, die unser Bild von Haithabu wesentlich verändern und korrigieren.
So wurden bisher circa 147 frühmittelalterliche Fundmünzen erfasst – mehr
als aus 100 Jahren Haithabu-Forschung bislang bekannte Münzen.


Vielleicht hilft das ja ein wenig die Augen zu öffnen.... Super

Gruß
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« Antworten #16 am: 26. Juli 2007, 07:38:29 »

Hier vielleicht einmal etwas für Herrn Biel: ........

Loenne hat es auf den Punkt gebracht  Super winke winke
(War nicht abgesprochen  Ich Engel )

Denn Dr. Biel steht mit dieser Aussagen ganz sicher nicht allein.

Fundmeldung allein ist nicht genug unser Hobby zu rechtfertigen.  belehr
Es geht darum uns in die Archäologie (Altertumskunde) aktiv einzubringen. Das geht natürlich am besten durch Projekte gemeinsam mit den professionellen Archäologen. Dort wo das nicht geht (aus Zeit- und Personalmangel oder Ignoranz) müssen wir selbst aktiv werden und das Suchen um das Forschen erweitern.
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« Antworten #17 am: 26. Juli 2007, 07:53:48 »

Was gemeldete Funde für einen Nutzen in der archäologischen Forschung
bringen?!

Weiß ich doch nicht  mhh grübel !
Muß ich auch nicht  NoGo !

Hallo Master  winke winke
aus den Smileys lese ich, dass das nicht ironisch gemeint ist???  Boooa

Dann wäre es aber sicher mal Zeit das Thema gedanklich anzugehen!
Denn so lange wie man das Bodenarchiv aus Funden nicht als unser gemeinsames Erbe (es kann keinem einzelnen gehören!) anerkennt, kommt man aus Irrkreis von Eigentumsansprüchen und Entschädigungswünschen nicht raus.
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« Antworten #18 am: 26. Juli 2007, 10:33:55 »

Hallo Rübezahl.
was Loenne schon auf den Punkt bebracht hat hast Du nun unterstrichen.
Fundmeldung allein ist nicht genug unser Hobby zu rechtfertigen.  belehr
Es geht darum uns in die Archäologie (Altertumskunde) aktiv einzubringen. Das geht natürlich am besten durch Projekte gemeinsam mit den professionellen Archäologen. Dort wo das nicht geht (aus Zeit- und Personalmangel oder Ignoranz) müssen wir selbst aktiv werden und das Suchen um das Forschen erweitern.
Schon oben hast Du erwähnt
Nein jetzt mal im Ernst, was bringen unsere gemeldeten Funde für einen Nutzen in der archäologischen Forschung?
(Fast immer ist weder Personal noch Zeit vorhanden, diese wissenschaftlich auszuwerten)
und in der Tat, der größte Teil unserer Funde wird aufgrund des Personalmangels in den LDÄ nur verwaltet und registiert. Für Forschung sind definitiv keine bzw. zu wenig Mittel vorhanden und dies ist auch für die dort beschäftigten Archäologen eine ständige Frustration. Einzelne Projekte wie von Loenne beschrieben sind meist von anderen Institutionen, als dem LDA iniziert.
Irgendwann kommt man beim Suchen an den Punkt, bei dem man sich fragen muss, was bezweckt man mit seiner Suche überhaupt?
Will man nur seine Vitrine füllen oder ist man ernsthaft an der Geschichte interessiert?
Gehört man zu der ersteren Gruppe wird man mit diesem ansinnen bei den Archäologen keinen Blumentopf gewinnen.
Gehört man aber zu der zweiten Gruppe und dies wird erkannt wird man ernst genommen. Das heist dass man das Suchen durch das Forschen erweitert. Ich will nicht verhehlen, dass dann z.T. mehr Zeit am Schreibtisch verbringt als auf dem Acker. Auch wenn es im ersten Moment so aussieht, dass dies öde ist, so kann es durchaus spannend sein seine Funde auszuwerten und zu interpretieren. Wir sind keine studierten Archäologen und unsere Interpretationen werden mit Fehler behaftet sein, aber man wird sie nicht ignorieren und mit uns diskudieren. So auf jeden Fall meine Erfahrung als Sucher für den die Sonde mittlerweile nur noch mittel zum Zweck ist.
Gruß Jörg

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« Antworten #19 am: 26. Juli 2007, 11:23:59 »


Denn so lange wie man das Bodenarchiv aus Funden nicht als unser gemeinsames Erbe (es kann keinem einzelnen gehören!) anerkennt, kommt man aus Irrkreis von Eigentumsansprüchen und Entschädigungswünschen nicht raus.


Du sprichst mir aus der Seele


Einzelne Projekte wie von Loenne beschrieben sind meist von anderen Institutionen, als dem LDA iniziert.
Irgendwann kommt man beim Suchen an den Punkt, bei dem man sich fragen muss, was bezweckt man mit seiner Suche überhaupt?
Will man nur seine Vitrine füllen oder ist man ernsthaft an der Geschichte interessiert?
Gehört man zu der ersteren Gruppe wird man mit diesem ansinnen bei den Archäologen keinen Blumentopf gewinnen.
Gehört man aber zu der zweiten Gruppe und dies wird erkannt wird man ernst genommen. Das heist dass man das Suchen durch das Forschen erweitert. Ich will nicht verhehlen, dass dann z.T. mehr Zeit am Schreibtisch verbringt als auf dem Acker. Auch wenn es im ersten Moment so aussieht, dass dies öde ist, so kann es durchaus spannend sein seine Funde auszuwerten und zu interpretieren. Wir sind keine studierten Archäologen und unsere Interpretationen werden mit Fehler behaftet sein, aber man wird sie nicht ignorieren und mit uns diskudieren. So auf jeden Fall meine Erfahrung als Sucher für den die Sonde mittlerweile nur noch mittel zum Zweck ist.
Gruß Jörg


So ist es  Super

 "Meine" kleinen Bleimurmeln sind doch eigentlich langweilig, ich könnte jede Menge Marmeladengläser damit füllen.

Nur wenn man sie auswertet, bekommen sie eine Geschichte, die spannend ist und das finde nicht nur ich  Ich Engel

Diese Gier nach Funden und deren Wert hat uns doch erst den zweifelhaften Ruf beschert.

Schöne Grüße vom Insurgenten

PS: Die meisten Projekte von der Detektorengruppe SH sind aber vom ALSH iniziert.
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« Antworten #20 am: 27. Juli 2007, 19:38:38 »

Halt, Rübezahl, nicht alles, was im Boden ist, ist Bodenarchiv!

Soweit dem Bodenarchiov zuzurechnen, gebe ich Dir ja voll und ganz recht.
Was ist mit dem Hufnagel, der zu einem Hufeisen, der einen alten Fahrweg in dizieren könnte?

Was ist mit der Ölsardinenbüchse, die den früheren Verlauf der Nordsee indizieren könnte oder
die Fisch-Fabrik, die vielleicht einmal in der Nähe gestanden haben könnte und ein Industriedenkmal ist.

Gruß

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« Antworten #21 am: 27. Juli 2007, 21:06:01 »

Und noch etwas:

"Irrkreis von Eigentumsansprüchen und Entschädigungswünschen"?
Wie das (Irrkreis?), wenn § 984 BGB das Eigentum an Schätzen nicht dem Staat zuweist und selbst das
Schatzregal teilweise so ausgelegt ist, daß Entschädigungen für die ehrliche Ablieferung in den Denk-
malschutzgesetzen vorgesehen sind  mhh grübel ?
Dies mittlerweile auch - nachträglich  - im "Himmelsscheiben-Land" als Konsequenz aus diesem Vorfall
von Fundunterschlagung  Super .

Warum wird von Dir, Rübezahl, die Frage gestellt, wo der Nutzen gemeldeter Funde für die archäologische
Forschung ist, wenn man nicht in der Weise, wieich es tat, antworten kann, ohne "platt gemacht" zu werden  Coooool .
Dann weißt Du bestimmt schon, worin der Nutzen gemelderter Funde für die archäologische Forschung
besteht?!
Dann sag es uns allen doch und frage nicht so "blöd"   Bäääh .

Ich weiß es wirklich nicht und bin auch nicht kompetent genug und so vermessen und anmaßend, das
beurteilen zu können, daher muß ich es auch nicht wissen  Ich Engel !
Herr Meller aus dem "Himmelsscheiben-Land" wird es wissen, denn als Abliefer-Anreiz ist dort mit dem Schatzregal
die angemessene Belohnung in Geldeswert, orientiert am wissenschaftlichen Wert gesetzlich verankert worden.
Was am wissenschaftlichen Wert als angemessen zu sehen ist, vermag ich nicht zu beurteilen und darf es mir auch ein
derartiges Urteil auch gar nicht aneignen.
Wie "platt" hättest Du mich gemacht, wenn ich etwa in diesem Sinne geantwortet hätte  Super .

Oder war Deine Fragestellung nur an Experten wie André Schoellen gerichtet oder die Beantwortung und ein
Diskussionsbeitrag nur willkommener Anlaß, mit Genossen gleicher Denkweise  prost (hier Loenne) über Andersdenkende
"herzufallen"?

Also eine Scherzfrage  narr oder rein rhetorisch oder zur Identifizierung von Sondengängern mit kapitalistischem
Anspruchsdenken  !?

Na, ja , nur noch so zur Provokation, aber nicht böse gemeint

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« Antworten #22 am: 27. Juli 2007, 21:36:19 »

Oder war Deine Fragestellung nur an Experten wie André Schoellen gerichtet oder die Beantwortung und ein
Diskussionsbeitrag nur willkommener Anlaß, mit Genossen gleicher Denkweise  prost (hier Loenne) über Andersdenkende
"herzufallen"?

Moin Rudolf,

an welcher Stelle bin ich denn in diesem Beitrag über Dich oder sonst wen hergefallen? Oder bist Du durch schatzregalfreie Sondelaktivitäten im Morgengrauen mittlerweile zu einem schreckhaften Reh mutiert, dass Dich meine bloße Anwesenheit schon in blinden Aktionismus stürzt lässt.   narr  winke winke

Gruß
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« Antworten #23 am: 27. Juli 2007, 22:07:36 »

Halt, Rübezahl, nicht alles, was im Boden ist, ist Bodenarchiv!

Soweit dem Bodenarchiov zuzurechnen, gebe ich Dir ja voll und ganz recht.
Was ist mit dem Hufnagel, der zu einem Hufeisen, der einen alten Fahrweg in dizieren könnte?

Was ist mit der Ölsardinenbüchse, die den früheren Verlauf der Nordsee indizieren könnte oder
die Fisch-Fabrik, die vielleicht einmal in der Nähe gestanden haben könnte und ein Industriedenkmal ist.

Gruß

masterTHief

Schön gesagt masterTHief, und da wir es nicht können, sollten wir es den Fachleuten überlassen. Du scheinst ja keiner zu sein, da Du Dich nicht mit dem Nutzen von gemeldeten archäologischen Funden auskennst.

Aber ich kenne Leute, die sich damit auskennen  Super

Schöne Grüße vom Insurgenten, der nicht aus materiellen Gründen sucht  winke winke
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« Antworten #24 am: 28. Juli 2007, 08:24:23 »

Soweit dem Bodenarchiov zuzurechnen, gebe ich Dir ja voll und ganz recht.

Hallo Rudolf,
ich bin erstaunt und positiv überrascht, dass wir in diesem Punkt übereinstimmen.  winke winke

Zu den Schatzregal-Problem. Mit der geschichtlichen Entwicklung, die zu der heutigen Rechtslage geführt hat, bist du sicher vertraut? So gab es den § 984 BGB schon lange bevor die Bundesländer ihre Denkmalschutzgesetze geschaffen haben. In diesen wurde zT. versucht den § 984 BGB zu „korrigieren“ . Das es nicht „gut gehen kann“ wenn ein Sachverhalt in zwei verschiedenen Gesetzen geregelt ist, doch mehr als verständlich. Brandaktuell sorgt der § 984 wieder mal für Wirbel:
Zitat
Eine Passantin habe vor Grabungsbeginn vom Straßenrand aus Bodenverfärbungen richtig gedeutet und diese als "Fund" gemeldet. Nun fordere sie die Hälfte der Ausgrabungsstücke. Wegen des veralteten, lückenhaften Fund- und Schatzrechtes ist das ein Leckerbissen für Juristen.
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Schwabmuenchen/Uebersicht/Artikel,Ein-Fenster-in-die-Bronzezeit_arid,1002894_regid,2_puid,2_pageid,4505.html

Meine Lösungsvorschläge zu dem Problem? Schwierig  Boooa irre  Undecided
Abschaffung des § 984 BGB und in allen Ländergesetzen dafür Regelungen im Sinne des Danefä-Gesetzes (Dänemark)
Zitat
§ 30. Gegenstände der Vergangenheit, hierunter Münzen, die in Dänemark gefunden sind, und wozu niemand sein Recht als Besitzer nachweisen kann, ist Danefä, sofern sie verarbeitet sind, aus wertvollen Materialien sind oder besonderen kulturhistorischen Wert haben.
Stk. 2. Danefä gehört dem Staat. Wer Danefä findet, und wer Danefä in sein Besitz bekommt, muss dieses sofort an das Nationalmuseum abgeben.
Stk. 3. Das Nationalmuseum zahlt eine Vergütung an den Finder aus. Die Vergütung wird von dem Nationalmuseum bemessen mit Rücksicht auf das Materialienwert und die Seltenheit des Gefundenen, sowohl als die Sorgfalt mit der der Finder den Fund gesichert hat.
http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,14509.20.html
Das ganze vielleicht noch ergänzt mit der Möglichkeit von „Leihgaben“ an den Finder auf „Lebenszeit“ und einem Handelsverbot für Bodenfunde.

Warum wird von Dir, Rübezahl, die Frage gestellt, wo der Nutzen gemeldeter Funde für die archäologische Forschung ist, wenn man nicht in der Weise, wie ich es tat, antworten kann, ohne "platt gemacht" zu werden .Dann weißt Du bestimmt schon, worin der Nutzen gemelderter Funde für die archäologische Forschung besteht?! Dann sag es uns allen doch und frage nicht so "blöd" 
Bist du aber empfindlich geworden?  zwinker  Wenn hier sachlich verschiedene Meinungen aufeinander treffen, hat das noch lange nichts mit „plattmachen“ zu tun.
Lojoer, insurgent und Loenne haben meine Frage in großen Teilen bereits beantwortet. Ich möchte das hier nicht wiederholen sondern nur um einen Aspekt ergänzen:
Die Fundzusammenstellung von Sondengängern und traditionellen Ausgrabungen sind sehr verschieden. Deshalb müssen bei der methodischen Auswertung der Sondengängerfunde neue Wege beschritten werden. Hier gilt es „Neuland“ zu betreten und WIR haben die Chance uns aktiv einzubringen.
« Letzte Änderung: 28. Juli 2007, 09:11:46 von Ruebezahl » Gespeichert

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« Antworten #25 am: 28. Juli 2007, 08:58:33 »

Na ja, das mit dem "platt" machen nicht so ernst nehmen, bin auch kein scheues Reh.
Nur fällt auf, daß immer gleich mehrerer einer Linie auftauchen und Stellung gegen mich
beziehen, so als hätte die Mehrzahl Recht.
Empfand ich bei DIGS immer besondeers krass.

Carsten,
stimmt, daß die Denkmalschutzgesetze erst nach dem BGB installiert wurden, aber...
...das Schatzregal - wenngleich später (auch) in den DSchGg verankert - war bereits
Thema des Einführungsgesetzes zum BGB (EGBGB) und hat dort seine redhtliche
Grundlage.
Wenn man einigen Kommentaren zum BGB Glauben schenken darf, wäre das gesamte
BGB nicht verabschiedet worden, wenn man sich nicht auf den Wunsch einiger Länder
(Provinzen) verständigt hätte, das alte Previleg Schatzregal als Option zuzulassen.
Die gedanklichen Väter des BGB hatten es nicht vorgesehen und § 984 BGB sollte
allein den Schatzfund und die Eigentumsverhältnisse daran regeln.
Die regalfreien Länder sind heute anscheinend noch ganz zufrieden damit, des Regales nicht
zu bedürfen.
Warum können das selbst einige Sondengänger nicht?
Da wird der Materialismus bemüht - niemand wird gehindert, sein Eigentum zu verschenken,
an wen er immer will.
Dazu muß er aber nicht fordern, daß alle vorab auf Eigentum zugunsten des Staates verzichten.

Gruß und guten morgen

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« Antworten #26 am: 28. Juli 2007, 10:02:51 »

Morgen

Ich hätt von heut Nacht noch 300 Tonnen Sand übrig, wenn also Bedarf besteht ...
Für die etwas grösseren Jungs wären auch noch n paar Steine drin  zwinker

Könnte man die Schatzregaldiskussion  und wie unfair und unfähig irgendwelche Behörden/Ämter/Personen sind nicht in einen seperaten Beitrag ausgliedern???

Ich dachte in diesem Beitrag geht es um die "Zusammenarbeit mit Behörden in Bayern - Genehmigungen"

Ich persönlich kann nur die Erfahrung beisteuern das man keine Genehmigung brekommt für Wald und Wiese , für den Acker gab und gibt es wohl immer wieder noch Ausnahmen und wie Silex schon schreibt ist das absondeln von Baustellenaushub und auch von Flächen die in nächster Zeit bebaut werden absolut kein Problem ! Wobei ich sogar den Eindruck habe das lezteres sogar gewünscht ist um evtl vorhandene Bodendenkmäler noch zu retten .

masterTHief hat  Recht damit das niemand schon vorab auf Eigentum zugunsten des Staates verzichten soll, doch da liegt wohl auch der Hund begraben.

Wie soll man die Sondler die alles melden würden und sich bei ankaufswürdigen Funden nicht um den letzten Heller balgen und vor Gericht ziehen von denen unterscheiden die tolle/wichtige/sensationelle Fundegleich gleich gar nicht melden ?

Letzten Endes geht es hier doch nur darum irgendeinen Weg zu finden auf der sicheren Seite zu Sondeln, für manche sind die Abstriche die sie machen müssen/müssten zu hoch naja was solls, wenn jemand sondeln will dann wird er es auch weiterhin tun.

Servus
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« Antworten #27 am: 28. Juli 2007, 12:07:55 »

Könnte man die Schatzregaldiskussion  und wie unfair und unfähig irgendwelche Behörden/Ämter/Personen sind nicht in einen seperaten Beitrag ausgliedern???

Leider haben sich einige Leut auf die Fahne geschrieben, dieses Thema immer wieder in den Vordergrund stellen zu wollen.  zum Heulen Alarm !!!

Du kommst vollkommen berechtigt zum Thema Bayern zurück.  Super
Wie du schon geschrieben hast, ist Bayern auf Grund der Direktiven von Dr. Sommer zZ. ein Sondler-Problemland.  zum Heulen
Nur wenige Archäologen setzen sich im Moment darüber hinweg und arbeiten mit Sondengängern zusammen.
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« Antworten #28 am: 28. Juli 2007, 12:23:35 »

Hallo Insurgent,

ja, wenn Du die Leute kennst, die sich genügend auskennen, um auf Ruebezahls Frage zu antworten,
dann bitte diese doch hier auch mal zu zu Wort.

Ja, wo laufen sie denn, möchte jetzt bald einmal kompetent etwas übr den Nutzen von Funden (aller Art?)
für die archäologische Wissenschaft erfahren - um beim Thema zu bleiben.

Gruß

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« Antworten #29 am: 29. Juli 2007, 08:04:13 »

..... etwas übr den Nutzen von Funden (aller Art?) für die archäologische Wissenschaft erfahren - um beim Thema zu bleiben.
Hallo Rudolf,
das Beitragsthema ist: „Zusammenarbeit mit Behörden in Bayern  - Genehmigungen-“  belehr


Ok, ich habe diese Frage ins Spiel gebracht. Hier ein paar Gedanken vom mir über den Nutzen von „Sondengängerfunden“. Ich hoffen die anderen am Thread Beteiligten ergänzen mich?

- Entdeckung und Datierung von Siedlungsaktivitäten ab der Bronzezeit

- Archäologisch- kunsthistorische Formenforschung von Metallgegenständen (zB. Verbreitungsgebiete von Fibeln, Beschlägen, Schmuck usw.) (Dr. Krabath hat hierbei Maßstäbe gesetzt!)

- Entdeckung und Erforschung von „Schlachtfeldern“ (von Kalkriese bis WKI/II)

- Erforschung der Handelsbeziehungen für „Metallwaren“ aller Art (zB. Nürnberger Rotgießer / Marken)

- Forschungen über den Geldumlauf bis 1871 (zZ. schon in NRW, Hessen und SH auf Grund von Sondengängerfunden in Gang)


Da anders als Funde aus traditionellen Grabungen, die Sondenfunde in der Regel keinen Schichtbefund haben, ist für die Auswertung dieser Fund-Ensembles eine andere (neue) Methodik nötig, an der vielerorts gearbeitet wird.

Ich vertrete die Meinung, dass 99,9% der Sondengängerfunde nicht für Ausstellungen / Museen benötigt werden. Trotzdem sind es fast alle Sonden-Funde wert in den staatlichen Sammlungen / Archiven für künftige Forschergenerationen bewart zu werden. Zum Beispiel erfolgte die wissenschaftliche Aufarbeitung des Pritzwalker Silberfundes:
http://www.foederales-programm.de/fp_exhibition.php?id=pritzsilber&inst=kgm&serv=1&area=smb&back=aktuell
erst nach mehr als 130 Jahren nach der Entdeckung. Wenn wir  dagegen die von uns gemachten Funde durch Verkauf in alle Winde zerstreuen, verspielen wir leichtfertig die Arbeitsgrundlagen künftiger Archäologengenerationen!

PS.
Sag mal Rudolf, was meinst du den zu den Forderungen der Tusnelda aus deinem geliebten Bayern: http://www.sucherforum.de/smf/index.php/topic,25638.0.html
Passte doch eigentlich ganz gut zu „unserem“ idealistisch – materialischem Grundkonflikt?   zwinker
« Letzte Änderung: 29. Juli 2007, 10:15:04 von Ruebezahl » Gespeichert

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