Hi Daniel !
Hab gestern das versatile nochmals ausgepackt und durchprobiert -
leider wirklich mit negativem ergebnis !
Prinzipielle ausstattungsmerkmale :
Das gerät besteht aus plastikgehäusen und 2 (zu dünnwandigen !!) Alurohren.
wird zwar bei seben als "toll , kompakt und leicht" bezeichnet , ist aber nur sehr aufwendig zu demontieren und zu transportieren.
eine optische , sowie eine akustische anzeige sind vorhanden , wobei jedoch die optische absolut ungenau ist
(alles , was nicht aus eisen ist ist silber oder gold !!-> da freut man sich am baggersee über jede abziehlasche doppelt)
die akustische anzeige besticht durch drei töne , die jedoch keine metallunterscheidung ermöglichen (zumindest hab ich´s ums verrecken nicht zusammengebracht !!!)
das versatile verbraucht 2 9-v-blockbatterien (so gut wie alle andern sonden m.w. nach nur eine .....) , scheint damit jedoch lange zu laufen.
das elektronikteil (der bömmel oben am griff) ist klappbar und macht wirklich einen windigen eindruck !!
generell kann man sagen : die verarbeitung ist mäßig bis schlecht.
die leistung ist ebenfalls recht gering ;
fairerweise muß man sagen , dass ich nicht lange genug gesucht habe , um ein umfassendes bild abzugeben , doch denke ich , dass man nicht mehr "rausholen" kann :
münzen oder schmuck wird ALLERHÖCHSTENS auf 5-6 cm luft geortet ;
größere eisenteile (hufeisen , dachnägel) werden aber relativ sicher bis in 15-20 cm geortet.
der einzige echte vorteil :
das versatile ist laufruhig wie ein kabelsucher , d.h. wenn man es eingestellt hat , dann gibt es keine fehlsignale ab.
dies hängt aber vor allem mit der einfachen konzeption und der niedrigen leistung zusammen .
an den einstellknöpfen kann man zwar disc. und sensity einstellen , aber disc. kann man getrost weglassen.
"einstellen" funktioniert beim versatile wie bei einem kabelsucher : man dreht so lange am regler , bis kein signal mehr gegeben wird (in der luft) , dann kann man suchen.
zugegebener maßen : angenehmer als bei komplexeren sonden (tingeltingelraaaaaauschpfiiiiiep

)
Der praxistest :
auf der wiese so gut wie chancenlos , nur bei kurz gemähtem gras ortungen möglich;
auf dem acker wohl am ehesten brauchbar , dort einiges an großem eisen
im wald recht und schlecht : hier liegen die funde oft einfach zu tief !
vergleichstest mit meiner whites-sonde :
das versatile ist natürlich vom preis her nicht zu vergleichen , deshalb ging ich vom "suchspaß" und nicht von der leistung aus :
das whites ist komplexer und schwieriger , man muß viel zeit investieren , um es zu verstehen - dafür findet man dann auch schnell mal eine münze o.ä.
solches bleibt beim versatile wohl aus ;
obwohl einfach und "schnell"zu bedienen wird man
daher wohl bald des suchens überdrüssig !!
ich hab mal beide sonden an einem punkt mit großen eisenfunden getestet : das versatile fand nur oberflächennahe teile und die wirklich interessanten sachen blieben (bis zum whites) im boden.
Fazit : das versatile ist seine 100 € echt nicht wert ; vielleicht sollte man auf der suche nach einer wirklich billigen sonde eher den "kaktus" (-> siehe diskussion!!) oder ein arg gebrauchtes markengerät vorziehen.(evtl auch einen strandsucher jener marken ?)
Hierbei ist auch der wiederverkaufswert deutlich höher !!!
Ich hoffe , Dir geholfen zu haben - bei interesse schicke ich dir noch das manual zu!!
mfg
Tomcat
[Bearbeitet am 5-11-2002 von Tomcat]