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Autor Thema: Ausstellung über mysteriöse Kreisgräben  (Gelesen 686 mal)
klondyke
Erzherzog
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Beiträge: 2186



« am: 04. Juni 2005, 09:19:50 »

 
Jungsteinzeitliche Kreisgräben und Helden-Mythen: Diesen Themen widmet sich die niederösterreichische Landesausstellung am Heldenberg bei Kleinwetzdorf im Weinviertel.    
120 Kreisgraben-Anlagen sind in Mitteleuropa bekannt, 40 davon in Niederösterreich. Der Zweck der Anlagen ist nicht restlos geklärt.
         
Steinzeitliche Modeerscheinung    
      
Baumstämme formen einen Kreis, mit einem Durchmesser von bis zu 160 Metern, außerhalb des Kreises einer oder mehrere Gräben. Tore in solchen Kreisgraben-Anlagen scheinen nach bestimmten Sternen ausgerichtet zu sein. Kreisgräben wurden in der Jungsteinzeit in Mitteleuropa errichtet. Während 300 Jahren, länger nicht.

"Es war eine Modeerscheinung, eine ganz kurze Phase im Mittelneolithikum. Und ich glaube, dass die jungsteinzeitlichen Menschen diese Kreise als eine Möglichkeit entdeckt haben, einerseits Zeit zu messen und Jahreszeiten zu feiern. Außerdem ist es eine Machtdemonstration ¿ es ist die Demonstration, dass man im Stande ist, etwas Großes zuwege zu bringen", sagt Falko Daim, Kurator der Ausstellung "Geheimnisvolle Kreisgräben" gegenüber Ö1.
         
Offene Fragen    
      
Die Spuren der Kreisgräben haben die vergangenen 6500 Jahre nur im Boden überdauert, denn Holz ist vergänglich, aber Luftaufnahmen und Computerbilder des Erdmagnetfeldes machten die Spuren sichtbar.
Fragen sind noch viele offen: "Was genau der Zweck der Rituale war, die hier offensichtlich stattgefunden haben, werden wir wahrscheinlich niemals ganz lüften können", so Daim.
         
Kopfüber begraben    
      
"Wir haben zum Beispiel in der Ausstellung eine kopfüber angelegte Bestattung in einem Kreisgraben in Süddeutschland. Der Mann ist senkrecht mit dem Kopf nach unten eingegraben worden, hat aber auch eine Beigabe wie in einem ganz normalen Grab. Was sich die Leute dabei gedacht haben, das wird wohl offen bleiben müssen, so lange sich nicht aus diesen Dingen ein eindeutiges Muster ergibt, aus dem man schließen kann¿, erklärt Daim.
Für die niederösterreichische Landesausstellung wurde eine Anlage in Originalgröße nachgebaut. Zu sehen bis November am Heldenberg im Weinviertel.

Weitere Infos:
NÖ Landesausstellung 05
Gespeichert

Gruß und Gut Fund
klondyke
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